Mittwoch, 22. Februar 2017


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Abkassiert vom Kieferorthopäden?

Umfrage der Verbraucherzentrale

(lifePR) (Stuttgart, ) Seit Jahren registriert die Patientenberatung der Verbraucherzentrale Klagen von Eltern, deren Kinder in kieferorthopädischer Behandlung sind. Sie wurden bei der Behandlung vor die Wahl gestellt, entweder erhebliche Zuzahlungen für Leistungen, die Kassen nicht übernehmen, zu erbringen oder der Arzt lehnte die Behandlung ab. Um sich ein genaueres Bild über die Zuzahlungspraxis von Kieferorthopäden zu machen, startet die Verbraucherzentrale eine Umfrage.

Solange Kieferorthopäden zugelassen sind zur Behandlung von Kassenpatienten, müssen sie die im Leistungskatalog der Krankenkassen aufgeführten Zahnbehandlungen ohne Zuzahlung erbringen. Viele Eltern bekommen jedoch zusätzliche, privat zu bezahlende individuelle Gesundheitsleistungen (IGel) angeboten. Wer sie ablehnt, muss damit rechnen, keinen Termin für die Behandlung seines Kindes zu bekommen.

Bei Gesprächen mit der Landesvertretung der Kieferorthopäden wurden der Verbraucherzentrale zugesichert, dass alle Kieferorthopäden auf Wunsch reine Kassenleistungen anbieten - die Beschwerden betroffener Eltern reißen jedoch nicht ab. Um Politik und Öffentlichkeit stärker für das Thema zu sensibilisieren, sammelt die Verbraucherzentrale ab sofort bis zum 15. November Fälle betroffener Familien. Offensichtlich bedarf es größeren Drucks auf die Kieferorthopäden, damit sie ihren kassenärztlichen Versorgungsauftrag ernst nehmen.

Den Fragebogen kann man sich im Internet unter www.vz-bw.de/kifi herunterladen, in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale abholen oder per Fax anfordern unter 0721-9845150.

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