Die neue Ernte ist da: endlich wieder Schweizer Rüebli

(lifePR) ( Bern, )
Das Rüebli ist das zweitbeliebtesten Gemüse. Die eingelagerten Karotten des letzten Jahres waren deshalb Ende Mai schon aufgegessen, bevor die neue Ernte kam. Nun aber kommen die ersten frisch geernteten Schweizer Rüebli in die Läden und auf den Märit. Die Ernte beginnt in der Westschweiz. Rund 10 Tage später starten das Seeland, Rheintal und den restlichen Regionen. Karottenproduzent Roger Gerber erzählt uns warum. Während Gerber schon am Ziehen des gesunden Gemüses ist, bereitet sich Produzent Roland Steimen aus dem Aargau noch auf seine Ernte vor.

Roger Gerber aus Villy bei Ollon im Kanton Vaadt hat momentan viel zu tun. Letzte Woche hat die Ernte der neuen Rüebli und auch Frühlingszwiebeln begonnen. In der Westschweiz sind durch das wärmere, bessere Klima die Karotten immer etwa 10 Tage früher bereit als in der übrigen Schweiz. Die diesjährige Ernte startet plangemäss. Die Qualität seiner Ende Februar gesetzten Karotten sei, dank dem Wetter sehr gut, meint Gerber. Er erntet seine Rüebli bis im November und lagert dann - wie alle Rüebliproduzenten - den Rest für den Winter ein, damit die Schweizerinnen und Schweizer bis zum Beginn der nächsten Saison Rüebli kaufen können. Doch dieses Jahr hat es nicht ganz gereicht und während fast 2 Wochen waren keine Schweizer Rüebli mehr erhältlich. Und sogar in den übrigen europäischen Ländern waren Rüebli knapp, wie Gerber erzählt: Zum Beispiel in Frankreich, wo oft den ganzen Winter über Rüebli wachsen und geerntet werden, sind durch das kalte Wetter die Wurzeln gefroren, so dass sie nicht mehr weiter wachsen konnten.

Frisch, süss und knackig ist die neue Ernte

Roger Gerber hat seinen Betrieb mit 49 ha Freiland vor 22 Jahren übernommen. Er hat sieben Mitarbeitende angestellt. Gerbers Betrieb liegt an der Grenze zum Wallis an einer sehr guten Lage. Sein Grossvater, ein Fribourger, hat das Land 1916 gekauft und den Gemüsebetrieb aufgebaut. Heute produziert Gerber Frühkarotten und Lagerkarotten auf 15 ha, Zwiebeln, Steck- und Frühlingszwiebeln und er ist einer der wenigen Produzenten, der die be-liebten Kartoffelsorte Amandine anbaut. Seit kurzen wächst sogar Knoblauch auf Gerbers Feldern. Und auch einige Weinreben dürfen nicht fehlen.

Die Karotten werden nicht mehr manuell sondern mit dem Rüebliernter geerntet. Die Maschine zieht die Rüebli gleich reihenweise an den Haaren aus der Erde, das Kraut wird abgeschnitten und die Rüebli von Hand nochmals aussortiert. Geliefert wird Gerbers Gemüse an den Detailhandel auch über die Westschweiz hinaus.

Das Lieblingsrüebli von Roger Gerber ist die Sorte Napoli und am liebsten isst er die süssen Frühlingskarotten ganz einfach in Butter angebraten mit etwas Salz. Was er aber auch empfiehlt ist ein Spiess mit frischen Rüebli, Zwiebeln und Frühkartoffeln, mit Olivenöl beträufelt, für den Grill.

Auch im Aargau bereitet man sich auf die frischen Karotten und Zwiebeln vor

Ganz anders als in der Plaine du Rhône bei Gerber sieht es momentan noch im Aargau aus, da ist man noch nicht so weit. Roland Steimen, Produzent aus Waltenschwil, muss noch etwa 2-3 Wochen warten bis seine Rüebli und Zwiebeln bereit sind. Das liegt im Durch-schnitt und Steimen rechnet wie Gerber mit guter Qualität und Ernte.

Steimen baut auf insgesamt 33.4 ha Karotten (9ha), Zwiebeln (9ha), Kartoffeln (9ha), Randen, Rotkabis, Sellerie und Knoblauch an für den Detailhandel. Eigentlich gelernter Bauer und bis 1993 noch mit Kühen auf dem Hof hat Steimen schon früh Gemüse angebaut, zu-erst jedoch nur auf 7 ha. Sein Betrieb ist aber stetig gewachsen. Obwohl der Aargau als Rüeblikanton gilt, werden in diesem Kanton nicht die meisten Rüebli angebaut oder gegessen, gesteht Roland Steimen. Vor allen ist der Aargau von den Wetterbedingungen her nicht so stark im Frühanbau wie die Westschweiz, sondern produziert eher Lagergemüse, welches für den Winter eingelagert wird, oder für die Gastronomie. Die Böden eigenen sich im Aargau einfach besser für die Lagersorten. Und er als Aargauer isst natürlich am liebsten die Aargauer Rüeblitorte.

Facts & Figures

Konsum: 2011 haben die Schweizerinnen und Schweizer 65'081 Tonnen Rüebli gegessen, damit steht dieses Gemüse auf dem Platz zwei. Davon waren 61'692 Schweizer Rüebli. Der Pro-Kopf-Konsum in der Schweiz beträgt 8.27 Kg. Schweizer Karotten können am besten durch den Schweizer Anbau abgedeckt werden, nur ein kleiner Anteil muss importiert werden um den Bedarf abzudecken.

Anbau in der Schweiz: Auf ca. 1500 ha wurden 2011 in der Schweiz Karotten aller Sorten angebaut, alles im Freiland. Beim Freilandanbau ist die Karotte das bedeutendste Gemüse mit der grössten Anbaufläche, gefolgt von Spinat, Bohnen und Eisberg.

Die Rüebli werden im Normalfall nach SUISSE GARANTE-Richtlinien angebaut. Das heisst: das Produkt stammt garantiert aus der Schweiz, es wird umweltgerecht und ohne Gentechnik hergestellt. Mehr unter www.suissegarantie.ch
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