"Versteckte Perlen" und Ankerstädte müssen weiter gestärkt werden

VSWG initiiert "Allianz für attraktive Städte"

(lifePR) ( Dresden, )
Der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (VSWG) lud heute zum Thementag „Versteckte Perlen“ ins Best Western Hotel nach Bautzen ein. Knapp 100 Teilnehmer folgten der Einladung. Darunter befanden sich neben den Vorständen der Wohnungsgenossenschaften viele Bürgermeister, der Sächsische Städte- und Gemeindetag, Landtagsabgeordnete und Referenten der sächsischen Staatsministerien.

„Nachdem wir vor gut einem Jahr für die Ergebnisse der empirica-Studie ‚Schwarmverhalten in Sachsen‘ viel Kritik erhalten haben, weil wir ehrlich gesagt haben, wie sich die Bevölkerungsentwicklung in Sachsen gestaltet, ist die Studie für uns Anlass, weitere Schritte zu forcieren. Einer davon ist der heutige Thementag, um im Dialog mit den Bürgermeistern, Landräten und der Politik ins Gespräch zu kommen“, so Dr. Axel Viehweger, Vorstand des VSWG.

Neben dem Wachstum der Ballungszentren weisen weite Teile des Freistaates Schrumpfungstendenzen auf. Im Gegensatz dazu gewinnen die Schwarmstädte Dresden, Leipzig, Chemnitz und Freiberg aus nahezu alle Regionen neue Einwohner. Eine Sonderstellung nehmen die sogenannten „Versteckten Perlen“ ein. Sie verlieren zwar ebenfalls gegenüber den Ballungszentren, können aber gegenüber den umliegenden Städten und Gemeinden Bevölkerungszuwächse verzeichnen. Somit verfügen diese Städte über eine eigene Attraktivität und erfüllen wichtige Funktionen für die Region. Laut Studie gehören diese elf Städte zu den „Versteckten Perlen“: Mittweida, Döbeln, Bautzen, Markranstädt, Delitzsch, Borna, Stollberg/Erzgebirge, Wurzen, Eilenburg, Hohenstein-Ernstthal und Bischofswerda.

Neben diesen sind für den VSWG aber auch sogenannte Ankerstädte wie Weißwasser, Zittau, Hoyerswerda, Riesa und Grimma wichtig für die Region, da sie für die umliegenden Gemeinden eine Ankerfunktion erfüllen. „Auch hier wird Schrumpfung weiter ein Thema sein, aber auch diese Städte werden nicht auf Null schrumpfen. Ziel muss es also sein, diese Ankerstädte weiterhin attraktiv zu halten, damit die umliegenden Gemeinden davon partizipieren können. Denn Ankerstädte und ‚Versteckte Perlen‘ sind keine Selbstläufer, sondern harte Arbeit. Der Veränderungsprozess muss hier aktiv gestaltet werden. Dies bedeutet für die Wohnungsgenossenschaften, dass es nach wie vor Abriss, aber auch Neubau geben wird“, erläuterte der VSWG-Vorstand.

Eine wichtige Rolle neben dem Wohnen werden darüber hinaus auch das ÖPNV-Angebot, die Gesundheitsversorgung und die Bildungs- sowie Kulturangebote spielen. „Wenn das ÖPNV-Angebot entsprechend ausgebaut bzw. gefördert wird, kann das Umland gestärkt werden und an Attraktivität gewinnen. Ebenso muss der Breitbandausbau und die Telemedizin vorangetrieben werden, damit die Versorgung und Anbindung an die Zentren garantiert sind“, forderte Dr. Viehweger.

Zum Abschluss der Veranstaltung rief der VSWG die „Allianz für attraktive Städte“ ins Leben, um die Zukunft gemeinsam mit allen Beteiligten zu gestalten. Neben der Wohnungswirtschaft muss der Kreis aus Vertretern verschiedener Ministerien, dem Städte- und Gemeindetag, dem Landkreistag sowie Verbänden und Kammern aus den Bereichen Industrie, Handwerk, Gesundheit, ÖPNV und Kultur bestehen. „Denn diese Städte sind Heimat und sollen es bleiben. Deshalb brauchen wir eine breite Koalition, über Branchen und Ressorts hinweg. Nur wenn alle an einem Strang ziehen – und zwar in die gleiche Richtung – können wir unsere Städte attraktiv machen oder halten“, fasste Dr. Viehweger abschließend zusammen.

Die 214 im Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (VSWG) organisierten Wohnungsgenossenschaften sind ein bedeutender Faktor im sächsischen Wohnungsmarkt. Sie bewirtschaften mit insgesamt 274.554 Wohneinheiten 18,4 Prozent des gesamten Mietwohnungsbestandes im Freistaat Sachsen und bieten damit rund einer halben Million Menschen ein zukunftssicheres Zuhause. Als Unternehmen erwirtschaften sie mit den jährlichen Umsatzerlösen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro einen Anteil von 1 Prozent am sächsischen Bruttoinlandsprodukt und sind für rund 2.350 Mitarbeiter, 53 Auszubildende und 20 Studenten ein verlässlicher Arbeitgeber und sichern gleichzeitig Aufträge sowie Arbeitsplätze in vielen weiteren, die Wohnungswirtschaft flankierenden Branchen. Der VSWG hat seinen Sitz im Verbandshaus in Dresden und ist gesetzlicher Prüfungsverband sowie Fach- und Interessenverband für die im Bundesland Sachsen ansässigen Wohnungsgenossenschaften. Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem Information, Beratung sowie Aus- und Weiterbildung der Mitglieder. Zudem übernimmt der Verband die gemeinschaftliche Interessenvertretung der Mitglieder in der Öffentlichkeit.

 
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