Dienstag, 24. April 2018


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VSWG zieht für seine Mitglieder ein positives Jahresresümee - höchste Investitionen seit der Wiedervereinigung, erstmals mehr Neubau als Abriss

Dresden, (lifePR) - Das Jahr 2017 war für die 211 im Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (VSWG) organisierten sächsischen Wohnungsgenossenschaften ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Nach vorläufigen Schätzungen erhöhten sich die Investitionen gegenüber dem Vorjahr um 9,8 Prozent. So wurden insgesamt mehr als 416 Millionen Euro in den Neubau sowie die Modernisierung investiert. „Das sind nochmals 52,8 Millionen Euro mehr als im Jahr 2016“, betonte Dr. Axel Viehweger, Vorstand des VSWG, beim heutigen Jahresauftaktpressegespräch.

Der Investitionsanstieg geht neben der um ca. 11 Millionen Euro erhöhten Instandhaltung vor allem auf die Neubauinvestitionen zurück, die verglichen mit 2016 um über 42 Millionen Euro stiegen. „Grundsätzlich lassen sich die deutlich gestiegenen Investitionen durch das günstige Zinsumfeld erklären. Viele Unternehmen nutzen das niedrige Zinsniveau, um Investitionen zu tätigen oder den aufgrund von Umschuldungen gewonnenen Spielraum für Modernisierungen oder vorgezogene Instandhaltungen zu gebrauchen“, erläuterte Sven Winkler, Referent Betriebswirtschaft des VSWG.

So wurden nach vorläufigen Schätzungen in 2017 insgesamt ca. 600 Wohnungen neu gebaut. „Positiv hervorzuheben ist, dass der Neubau nicht nur ein Thema für die sächsischen Großstädte ist. Auch in Mittelzentren oder im ländlichen Raum wurden zahlreiche Bauprojekte begonnen bzw. werden derzeit vorbereitet. Die Motivationen reichen dabei von Ersatzneubauten über die Schaffung bedarfsgerechten Wohnraums, der im Bestand nur mit unverhältnismäßigem Aufwand hergestellt werden kann, bis hin zu einer Diversifizierung des Bestands und somit Erschließung neuer Zielgruppen. Und nach Informationen der Mitglieder geht der Trend des Neubaus auch in 2018 weiter“, so der VSWG-Vorstand.

Auf der anderen Seite bestand aber auch Rückbaubedarf. Gerade in den schrumpfenden Regionen bleibt der Rückbau ein bedeutendes Instrument der sächsischen Wohnungsgenossenschaften. So wurden auch im Jahr 2017 wieder 450 Wohnungen vom Markt genommen. „Erstmals konnte eine Trendwende erreicht werden, bei dem der Neubau den Rückbau um mehr als 150 Wohnungen überstieg“, unterstrich Dr. Axel Viehweger.

Die demografische Schere zwischen schrumpfenden und wachsenden Regionen öffnet sich immer weiter. Themen wie „Sicher und selbstbestimmt Wohnen“, die Wohnung als Gesundheitsstandort und generationenübergreifendes Wohnen rücken in den Fokus. Aus diesem Grund hat der VSWG im November 2017 auch die „Allianz für attraktive Städte“ gegründet, um insbesondere die Ankerstädte im ländlichen Raum zu stärken.

„Die Attraktivität der Städte wird dabei von einer Vielzahl von Themen beeinflusst, wie beispielsweise dem Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs, Bildungs- und Kulturangeboten, der Versorgung mit Gesundheitsdienstleistungen oder dem Breitbandausbau. Vor diesem Hintergrund bietet die Allianz erstmals eine Plattform, übergeordnet an konkreten Vorschlägen für die Herausforderungen zu arbeiten. Um diese komplexe Problematik zu lösen, ist eine stärkere Vernetzung der einzelnen Ressorts nötig, um ressortübergreifend Kompromisse zu finden, die nicht zwingend zusätzliches Geld erfordern, sondern lediglich ein Wollen. Nur mit Ehrlichkeit im Umgang, dezentralen Lösungen im ländlichen Raum sowie der ganzheitlichen Betrachtung von Quartieren können die Weichen für die nächsten Jahre gestellt werden, denn die Wohnungswirtschaft ist eine Branche, die für 10 bis 15 Jahre im Voraus plant und immobil ist“, appelliert der VSWG-Vorstand.

Die 211 im Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (VSWG) organisierten Wohnungsgenossenschaften sind ein bedeutender Faktor im sächsischen Wohnungsmarkt. Sie bewirtschaften mit insgesamt 274.554 Wohneinheiten 18,4 Prozent des gesamten Mietwohnungsbestandes im Freistaat Sachsen und bieten damit rund einer halben Million Menschen ein zukunftssicheres Zuhause. Als Unternehmen erwirtschaften sie mit den jährlichen Umsatzerlösen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro einen Anteil von 1 Prozent am sächsischen Bruttoinlandsprodukt und sind für rund 2.350 Mitarbeiter, 53 Auszubildende und 20 Studenten ein verlässlicher Arbeitgeber und sichern gleichzeitig Aufträge sowie Arbeitsplätze in vielen weiteren, die Wohnungswirtschaft flankierenden Branchen. Der VSWG hat seinen Sitz im Verbandshaus in Dresden und ist gesetzlicher Prüfungsverband sowie Fach- und Interessenverband für die im Bundesland Sachsen ansässigen Wohnungsgenossenschaften. Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem Information, Beratung sowie Aus- und Weiterbildung der Mitglieder. Zudem übernimmt der Verband die gemeinschaftliche Interessenvertretung der Mitglieder in der Öffentlichkeit.

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