Wertschöpfung und Arbeitsplätze der Schifffahrt in der Zukunftsbranche Offshore Wind am Standort Deutschland sichern

VDR fordert konkrete Schritte von der Bundesregierung anlässlich des Branchenforums "Offshore Wind" in Bremerhaven

(lifePR) ( Hamburg, )
"Deutsche Reedereien haben in den letzten Jahren 1.500 hochwertige Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energie auf See geschaffen. Um die Wertschöpfung in dieser Zukunftsbranche insgesamt zu sichern, braucht die maritime Wirtschaft verlässliche Rahmenbedingungen und praxisgerechte Finanzierungsinstrumente - so wie sie im Koalitionsvertrag der Bundesregierung verankert sind", sagte Ralf Nagel, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Verbands Deutscher Reeder (VDR), zu Beginn des Branchenforums "Offshore Wind" in Bremerhaven.

Im Rahmen von sechs Fachforen diskutieren Unternehmen, Verbände und Politik bis zum Herbst über die zentralen Herausforderungen für den maritimen Standort Deutschland. Im Oktober sollen auf der neunten Nationalen Maritimen Konferenz (NMK) in Kiel unter Federführung des Maritimen Koordinators der Bundesregierung, Uwe Beckmeyer, die Handlungsvorschläge an die Politik aus den Branchenforen in konkrete Beschlüsse umgesetzt werden. Die NMK ist das größte Forum der maritimen Stakeholder in Deutschland.

Internationale Standards zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen schaffen
"Die Bundesregierung hat Ende 2014 wichtige und richtige neue Sicherheitsstandards für deutsche Offshore-Servicefahrzeuge beschlossen, die erhebliche Wettbewerbsnachteile für deutsche Reedereien im Bereich der Offshore-Windenergie beseitigt haben. Sie sollte nun auch weitere EU-Mitglieder von den Standards überzeugen", so Nagel (siehe VDR-Pressemeldung vom 15.12.2014 http://bit.ly/1CV0ayh).

"Sub-Standardschiffe müssen jetzt durch geeignete Kontrollen aus der deutschen AWZ herausgehalten werden", sagte Nagel. "Wir brauchen auch auf Ebene der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation IMO einheitliche hohe Sicherheitsstandards für die Servicefahrzeuge in den Hochseewindparks. Die Bundesregierung sollte sich zusammen mit der EU-Kommission dafür einsetzen."

Zuständigkeiten für Notfall- und Rettungseinsätze in Offshore-Windparks klar regeln
Mit eigenen Hubschraubern, geschultem Rettungspersonal und vernetzten Leitzentralen bieten deutsche Reedereien seit Jahren erfolgreiche Schutz- und Sicherheitskonzepte für die Windparks, um bei medizinischen Notfällen schnell und professionell zu helfen. Jeder Betreiber eines Hochseewindparks muss ein solches mit den Behörden abgestimmtes Konzept umsetzen. Im Gegensatz zu Betriebsstätten auf dem Festland, wie etwa Flughäfen oder Fabriken, gibt es auf See noch ungeklärte Fragen über die Abgrenzung von privaten und hoheitlichen Aufgaben bei der Notfallrettung.

"Die Reedereien brauchen verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen, um die notfallmedizinische Versorgung in der deutschen AWZ langfristig zu sichern und auszubauen. Nur so können die Unternehmen für die Zukunft planen und Wettbewerbsverzerrungen durch Anbieter aus europäischen Nachbarstaaten vermieden werden. Die Gespräche aller Beteiligten am Runden Tisch 'Maritime Sicherheitspartnerschaft' müssen fortgesetzt werden", so Nagel.

Deutsche Reedereien sind wichtige Dienstleister der Offshore-Windenergiebranche
Rund 20 deutsche Reedereien betätigen sich national und international als Dienstleister der Offshore-Windenergiebranche und damit aktiv an der Energiewende. Sie bereedern rund 50 Schiffe für die Errichtung und Wartung von Offshore-Windparks, zur Verkehrs- und Baustellensicherung sowie für den Transport von Servicepersonal zu den Anlagen auf See. Hinzu kommen umfangreiche Beratungsleistungen und Koordinierungsaufgaben im gesamten Bereich Offshore-Wind.
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