Sonntag, 22. Oktober 2017


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"Im Notfall nicht im Stich lassen"

VDR-Chef Ralf Nagel kritisiert europäisches Notfallkonzept für Schiffshavarien

Hamburg, (lifePR) - Ralf Nagel, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Verbands Deutscher Reeder (VDR), kritisiert das europäische Notfallkonzept für Schiffshavarien. Anlässlich der Ankunft der havarierten "MSC Flaminia" in deutschen Hoheitsgewässern erklärt Nagel: "Wer an Bord alles tut, um einen sicheren Schiffsbetrieb zu gewährleisten, darf im Notfall von Landseite nicht im Stich gelassen werden. Die Schifffahrt investiert hohe Summen in die Sicherheit und den Umweltschutz an Bord."

Es herrschten strenge Sicherheitsbestimmungen für das Stauen der Ladung. Über Treibstoff, Schmieröl und Ballastwasser werde sorgfältig buchgeführt. "Unsere Seeleute werden dafür ausgebildet, den Schiffsbetrieb so sicher und umweltfreundlich wie möglich zu machen", so Nagel. In den Häfen komme es regelmäßig zu strengen Kontrollen. Verstöße würden streng sanktioniert.

"Die Umwelt darf im Fall einer Schiffshavarie nicht in Gefahr geraten, nur weil das europäische Notfallkonzept nicht greift", bemängelt Nagel. "Dieses Hütchenspiel der Zuständigkeiten durch die anliegenden Küstenstaaten muss in Brüssel aufgearbeitet werden." Der VDR werde den aktuellen Fall analysieren und dem europäischen Reederverband ECSA (European Community Shipowners' Associations) einen Bericht vorlegen. Dort müsse man mit den anderen Mitgliedstaaten zu einer Bewertung des Umgangs mit der "MSC Flaminia" und den Folgen für das europäische Notfallkonzept kommen.

"Dem Bundesverkehrsministerium und dem Havariekommando sind wir indes für die professionelle Hilfe bei der Bergung der 'MSC Flaminia' sehr dankbar", fügt Nagel hinzu.

Druckfähige Bilder von Ralf Nagel: www.reederverband.de/presse/pressebilder.html

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