Montag, 20. November 2017


  • Pressemitteilung BoxID 669030

Konjunktur chemische und pharmazeutische Industrie Baden-Württemberg

Halbjahresbilanz 2017 überwiegend positiv / Aufholprozess wird noch bis 2018 andauern

Baden-Baden, (lifePR) - Die Umsätze in der chemischen und pharmazeutischen Industrie in Baden-Württemberg sind in den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 um 4 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro gestiegen. Das Auslandsgeschäft wuchs in diesem Zeitraum deutlich stärker (5,1 Prozent) als der Inlandsumsatz der Branche (2,2 Prozent). Das teilten die Chemie-Verbände Baden-Württemberg am Freitag in Baden-Baden mit.
Damit hat die Konjunktur in der Chemie erstmals seit zwei Jahren wieder stärker als in der Gesamtindustrie im Land angezogen.

Teilbranchen innerhalb der chemischen Industrie

Die Umsätze der Farben-, Lack- und Druckfarbenhersteller stiegen insgesamt auf 1,4 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz legte stark um 7,3 Prozent, das Binnengeschäft hingegen nur um 2,5 Prozent zu.

Bei den Arzneimittelherstellern – der größten Teilbranche im Land - war das Verhältnis genau umgekehrt: der Export wuchs schwächer (2,5 Prozent Zuwachs) als der Inlandsumsatz (3,4 Prozent).

Beschäftigung

Die Mitarbeiterzahlen in der Branche haben sich unterm Strich positiv entwickelt. Der Zuwachs betrug 1,2 Prozent im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dabei ist allerdings nur in der stärksten Teilbranche Pharma ein Zuwachs zu verzeichnen. In den Unternehmen der anderen Teilbranchen blieb die Beschäftigung unverändert auf ihrem hohen Niveau.

Bewertung

Thomas Mayer, Hauptgeschäftsführer der Chemie-Verbände Baden-Württemberg, bezeichnete die bisherige Entwicklung als „ordentlich“. Er warnte allerdings vor zu großer Euphorie: „Die Unternehmen benötigen nach dem schwachen Jahr 2016 wieder Zuwächse.“ Zudem erwartet Mayer, dass der Aufholvorgang 2018 enden wird.

Statistischer Hinweis
Die zitierten Umsatzzahlen und Veränderungen sind Angaben des Statistischen Landesamtes bzw. Berechnungen auf Basis dieser Daten. Hier werden nicht alle Chemie-Unternehmen erfasst, die auch Mitglied bei den Chemie-Verbänden Baden-Württemberg sind.



Hintergrund – die Chemie-Verbände Baden-Württemberg

Unter dem Dach der Chemie-Verbände Baden-Württemberg arbeiten mehrere Verbände mit Sitz in Baden-Baden zusammen. Es handelt sich dabei um



[list]
● den tarif- und sozialpolitisch tätigen Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg e.V. (agvChemie)
[/list]


● den wirtschaftspolitischen Verband der Chemischen Industrie e.V., Landesverband Baden-Württemberg (VCI).

Der VCI hat in Baden-Württemberg zwei eigenständige Fachverbände:



[list]
● den Landesverband Baden-Württemberg des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI), und
[/list]


● die Bezirksgruppe Baden-Württemberg des Verbandes der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL).


In diesen Verbänden sind derzeit insgesamt 444 Mitgliedsunternehmen mit 107.000 Beschäftigten organisiert. Der Jahresumsatz betrug 2016 ca. 38,1 Milliarden Euro. Die größten Teilbranchen sind Pharma (35 Prozent), Lacke, Farben und Bautenschutz (12 Prozent) sowie Körperpflege und Waschmittel (9 Prozent). Derzeit bilden die Unternehmen etwa 3.500 Jugendliche aus.

 

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

MPC Indien 2 – Zahlreiche Beschwerden über falsche Anlageberatung

, Finanzen & Versicherungen, CLLB Rechtsanwälte Cocron, Liebl, Leitz, Braun, Kainz Partnerschaft mbB

Berlin, 17.11.2017 – Zahlreiche Anleger sind über die Entwicklung des MPC Indien 2 enttäuscht. Es stellt sich Frage, ob sie ihr verlorenes Geld...

uniVersa erhält dreimal "Sehr gut" beim PKV-Test von Euro

, Finanzen & Versicherungen, uniVersa Versicherungen

Das Wirtschafts- und Anlagemagazin Euro hat in der Oktober-Ausgabe das Tarifangebot der privaten Krankenversicherung (PKV) auf den Prüfstand...

Kundenbefragung: Bank des Jahres 2017

, Finanzen & Versicherungen, DISQ Deutsches Institut für Service-Qualität GmbH & Co. KG

Die Zufriedenheit der Kunden mit der eigenen Bank ist insgesamt hoch. Aber auch Ärgernisse sind keine Seltenheit – über 29 Prozent der Befragten...

Disclaimer