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Pressemitteilung BoxID: 341283 (Verband der Auslandsbanken in Deutschland e.V.)
  • Verband der Auslandsbanken in Deutschland e.V.
  • Savignystr. 55
  • 60325 Frankfurt am Main
  • https://www.vab.de
  • Ansprechpartner
  • Oliver Wagner
  • +49 (69) 975850-0

Auslandsbanken - AIFM-Umsetzung und Steuergesetzgebung verbinden

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) .
- Gesetzgebung entscheidend für Attraktivität des Fondsstandortes
- Steuerliche Begleitung muss schnell erfolgen
- Neuauflage offener Immobilienfonds sollte möglich bleiben

Die Umsetzung der EU-Richtlinie zu alternativen Investmentfonds (AIFM) sollte aus Sicht des Verbands der Auslandsbanken (VAB) nicht zu stark in bestehende und vielfach bewährte Marktstrukturen eingreifen. Ziel muss es sein, den Fondsstandort zu stärken sowie die derzeit bestehende Verunsicherung von Anlegern und Fondsgesellschaften durch weitere Präzisierungen im Gesetzentwurf zu beheben. Dies sollte Hand in Hand mit einer begleitenden Steuergesetzgebung gehen. In der morgigen Anhörung im Bundesfinanzministerium zu dem Diskussionsentwurf für das Umsetzungsgesetz wird sich der VAB deshalb dafür einsetzen, diese beiden Stränge eng zu verknüpfen. Nur so kann die Basis für einen auch künftig attraktiven und wettbewerbsfähigen Fondsstandort Deutschland gelegt werden.

"Die Umsetzung der AIFM-Richtlinie wird die Wettbewerbsposition des deutschen Fondsstandorts im europäischen Binnenmarkt stark beeinflussen", betont Dr. Oliver Wagner, Geschäftsführer des Verbands. "Dabei wird die Frage, wie die einzelnen Vorgaben auf steuerlicher Ebene begleitet werden, ebenfalls eine wichtige Rolle spielen." Für den VAB steht dabei schon jetzt fest: In ihrer Struktur vergleichbare alternative Investmentfonds müssen unabhängig von ihrem Herkunftsstaat steuerlich gleich behandelt werden.

"Die Umsetzung der AIFM-Richtlinie ist für die Branche eine große Chance. Unser oberstes Ziel muss es sein, Deutschland als Fondsstandort zu stärken", betont Dr. Wagner. "Hierzu wurde bereits 2003 mit dem Investmentmodernisierungsgesetz ein wesentlicher Schritt nach vorne gemacht. Wir sind zuversichtlich, dass dies auch diesmal gelingt."

Zugleich macht sich der Verband dafür stark, offene Immobilienfonds als Anlageklasse zu erhalten. Auch wenn es hier in der Vergangenheit kritische Entwicklungen gab, sollte nicht vorschnell auf diese besonders in Deutschland etablierte Anlageform verzichtet werden. Dass hier nun faktisch ein Oligopol einiger weniger Anbieter entsteht, sieht der Verband mit Sorge. Dies betrifft auch das Inkrafttreten des neuen Rechts und die hiermit verbundene Zulassung von Kapitalverwaltungsgesellschaften an einem Stichtag. Entsprechende Übergangsregelungen müssen dafür sorgen, dass schon vorab Zulassungsanträge gestellt werden können oder dass bestehenden Kapitalverwaltungsgesellschaften erlaubt ist, alternative Investmentfonds ab dem Zeitpunkt der Erlaubnisantragstellung aufzulegen.

Kritisch sieht der Verband darüber hinaus die Vorwegnahme von Regeln für die Depotbanken, die derzeit noch in Brüssel diskutiert werden. Zwei kurz aufeinander folgende Implementierungsprozesse sollten vermieden werden.

Verband der Auslandsbanken in Deutschland e.V.

Der Verband der Auslandsbanken in Deutschland e.V., Frankfurt/Main, ist die Interessenvertretung der ausländischen Banken, Investmentgesellschaften, Finanzdienstleistungsinstitute und Repräsentanzen in Deutschland. Gegründet 1982 verfügt der Verband heute über mehr als 200 Mitgliedsinstitute.