Deutschlands Infrastruktur verfällt

Verband Bauwirtschaft Nordbaden fordert dringendes Umdenken

(lifePR) ( Mannheim, )
"Die Ausgaben für Bau und Erhalt der Landes- und Bundesstraßen liegen seit Jahren weit unter dem Investitionsbedarf. Bis 2030 wird sich die Finanzierungslücke für die Straßen, Schienenwege und Wasserstraßen des Bundes laut einer aktuellen Studie des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages auf bis zu 50 Mrd. Euro addiert haben. Eine Summe, die durch die für diese Legislaturperiode von der Bundesregierung angekündigten zusätzlichen Maßnahmen nicht abgedeckt werden kann", warnt Thomas Möller, Geschäftsführer des Verbandes Bauwirtschaft Nordbaden.

"Während Deutschland im Ranking des Weltwirtschaftsforums bezüglich der Qualität des Straßensystems 2008 noch mit Rang 4 einen Spitzenplatz belegte, ist es inzwischen auf Rang 13 zurückgefallen. Die dauerhafte Unterfinanzierung beeinträchtige nicht nur Mobilität und Erreichbarkeit, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit und Wachstumschancen der deutschen Wirtschaft", so Möller weiter.

Deutschland befindet sich "auf einem absteigenden Pfad". Es lebt "von seiner Substanz" warnt auch Marcel Fratzscher, Leiter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), in seinem diese Woche erscheinenden Buch "Die Deutschland-Illusion". Während die Bruttoanlageinvestitionen 1991 noch 24,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmachten, sind sie laut Statistischem Bundesamt 2013 auf 19,7 Prozent gefallen. "Der Wohlstand wankt", so Fratzscher.

Der Verband Bauwirtschaft Nordbaden fordert vom Bund, dem Investitionsstau auf Bundesfernstraßen endlich "ins Auge zu sehen" und mindestens 9,5 Mrd. Euro pro Jahr für die Bundesfernstraßen bereitstellen, um die zu erwartende Finanzierungslücke bis zum Jahr 2030 zu schließen. Thomas Möller: "Eine weitere Verschlechterung der Verkehrsinfrastruktur gefährdet den Wirtschaftsstandort Deutschland."
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