Die vier größten Irrtümer über Krampfadern

Dr. Erika Mendoza berichtigt verbreitete Meinungen

(lifePR) ( Wunstorf, )
Krampfadern gelten als Volkskrankheit und zählen zu den häufigsten Erkrankungen in Mitteleuropa. Doch noch immer existieren einige Auffassungen zu dem Thema, die sich bei näherer Betrachtung als falsch erweisen. Dr. Erika Mendoza, Leiterin der Venenpraxis Wunstorf bei Hannover und Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für CHIVA e. V., klärt über die größten Irrtümer auf.

Krampfadern stellen lediglich ein ästhetisches Problem dar

Dicke blaue Venen, die sich in geschlängelter Form vorwölben, bedeuten für Betroffene häufig einen erheblichen Makel. Aber Krampfadern wirken sich nicht nur auf die Optik aus, sondern führen zu weiteren Symptomen. "Durch das gestaute Blut in den Venen kommt es oft zu Schwere- und Spannungsgefühlen sowie Schmerzen in den Beinen", erklärt Dr. Mendoza. "Auch eine schlechtere Kondition kann als Folge auftreten. Denn das Blut, welches im Bein kreist, steht dem allgemeinen Kreislauf nicht mehr zur Verfügung." Im schlimmsten Fall bilden sich Thrombosen, Entzündungen oder offene Beine. Daher empfiehlt es sich immer, Venenleiden ärztlich abklären zu lassen, um einer Verschlimmerung der Beschwerden vorzubeugen und gegebenenfalls eine Behandlung einzuleiten.

Krampfadern zeichnen sich immer sichtbar unter der Haut ab

In den Beinen verläuft ein weit verzweigtes Venennetz. Es lässt sich zwischen dem tiefen Venensystem - in der Nähe des Knochens - und dem oberflächlichen Venensystem - direkt unter der Haut - unterscheiden. Obwohl Krampfadern immer das oberflächliche Venensystem betreffen, lassen sie sich nicht immer von außen erkennen. In der Regel handelt es sich in diesen Fällen um Seitenäste, in denen sich Blut aus den Sammelvenen staut. Meist weisen sie eine geringere Dicke auf als sichtbare Krampfadern und verursachen keine starken Beschwerden. Im Gegenzug dazu treten bei einigen Menschen auch gesunde Venen, aufgrund dünner Haut, besonders deutlich hervor.

Krampfadern entstehen durch Bindegewebsschwäche

Bei der Aufzählung von möglichen Ursachen für Krampfadern fällt immer wieder der Begriff Bindegewebsschwäche. Jedoch lässt sich diese These nicht wissenschaftlich belegen. "Zusätzlich sprechen einige Punkte dagegen, die sich leicht beobachten lassen", weiß Dr. Mendoza. "So müsste sich Bindegewebsschwäche gewöhnlich an beiden Beinen gleichmäßig zeigen. Dagegen betreffen Krampfadern immer nur einzelne Venen und liegen häufig sogar nur an einem Bein vor." Hinzu kommt, dass auch muskulöse, sportliche Typen mit straffer Haut unter Krampfadern leiden. Bindegewebsschwäche lässt sich höchstens bei einigen Frauen als Ursache für großflächig verteilte Besenreiser anführen.

Krampfadern müssen immer gezogen werden

Welche Behandlungen zum Einsatz kommen, hängt von individuellen Voraussetzungen ab. Wenn Ärzte schnell zu Operationen raten, empfiehlt es sich, gegebenenfalls eine zweite Meinung einzuholen. Nur selten liegt ein Notfall vor, der eine sofortige Operation erfordert. In vielen Fällen lassen sich Beschwerden sogar mit einer reinen Kompressionstherapie lindern. Erst wenn diese nicht die gewünschte Wirkung zeigt oder Komplikationen drohen, rät Dr. Mendoza zu weiterführenden Eingriffen. Dabei stehen heutzutage verschiedene venenerhaltende Maßnahmen zur Verfügung, die eine Alternative zum Stripping, dem Ziehen der erkrankten Vene, darstellen. "So unterbinden wir zum Beispiel bei der CHIVA-Methode die krankhaften Venen gezielt an den Stellen, an denen sich die Krampfadern mit überschüssigem Blut füllen", erklärt die Venenspezialistin.

Weitere Informationen unter www.venenpraxis-wunstorf.de.
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