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Versicherer: Niedrigzinsen schlagen auf Altersvorsorge durch

Neuer GDV-Chef Erdland: Gesamtverzinsungen werden weiter sinken

(lifePR) (Berlin, ) Die deutschen Lebensversicherer befürchten, dass die niedrigen Zinsen langfristig stark die Altersvorsorge der Deutschen beeinträchtigen werden und fordern ein Einschreiten der Politik. "Die schleichende Entwertung des Sparvorgangs ist eine Gefahr", warnt Alexander Erdland, neuer Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), in den am Freitag erscheinenden VDI nachrichten. "Sie trifft aber nicht nur die Altersvorsorge in Form der Lebensversicherung, sondern auch Fonds- und Bankprodukte."

Mit dem Auslaufen höher verzinster Anlagen müssten die Versicherer "die Gesamtverzinsung in dem Maße Schritt für Schritt absenken, wie die Neuanlagen nicht entsprechend verzinslich angelegt werden können", so Erdland. "Deshalb fordern wir, dass durch die politische Niedrigzinspolitik keine Kollateralschäden für die Vorsorge entstehen dürfen."

Erdland rechnet damit, dass die Europäische Zentralbank die Niedrigzinspolitik auch in den nächsten Jahren fortsetzt und damit die Erträge weiter sinken. "Wir rechnen nicht mit einem kurzfristigen Ende der Niedrigzinsphase." Die Politik der EZB sei "riskant", so Erdland, weil sie "zu Fehlanreizen führt, zu nachlassendem Reformdruck bei den wettbewerbsschwachen Staaten und zur Beschädigung der Altersvorsorge in Deutschland".

Bislang sei es den Lebensversicherern noch gelungen, vergleichsweise hohe Renditen für die Versicherten zu erzielen. "Für 2013 wird eine laufende Verzinsung von durchschnittlich 3,68 % deklariert. Die Gesamtverzinsung beträgt im Marktdurchschnitt 4,65 %." Allerdings werde das auf Dauer nicht zu halten sein.

Das Interview finden Sie im Wortlaut unter www.vdi-nachrichten.com/Erdland