Montag, 20. November 2017


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Steuergewerkschaft: Neues Abkommen mit Schweiz aushandeln

Gewerkschaft fordert automatischen Datenaustausch / Rund 300 Mrd. Euro im Ausland versteckt

Belin, (lifePR) - Die Deutsche Steuergewerkschaft hat die Bundesregierung aufgefordert, das Steuerabkommen mit der Schweiz neu zu verhandeln. "Wir brauchen ein anderes Steuerabkommen", sagt der Chef der Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler, in den VDI nachrichten. "Wir benötigen einen automatischen Datenaustausch. Selbst der Ministerpräsident von Liechtenstein hat jüngst erklärt, dass der automatische Informationsaustausch wohl besser wäre, als die Bankenwelt dauerhaft mit Unruhe und Misstrauen zu überziehen. Dieser Einsicht wird sich auch die Schweiz letztlich nicht entziehen können. Da bin ich mir ganz sicher." Am Mittwoch hatte die Schweiz jegliche Nachverhandlungen abgelehnt, allerdings signalisiert, dass sie weiter offen sei für ein Steuerabkommen.

Nach Schätzungen der Gewerkschaft haben deutsche Steuerpflichtige rund 300 Milliarden Euro im Ausland versteckt, davon etwa die Hälfte in der Schweiz. Sollte die Neuverhandlung des Abkommens nicht gelingen, dürften sich Steuerflüchtlinge trotzdem nicht sicher fühlen. "Wir bekommen immer wieder Informationen über Steuerhinterzieher im Ausland. Das wird sich fortsetzen." Allerdings beobachtet Eigenthaler, dass immer mehr Steuerflüchtlinge mit ihrem Kapital nach Deutschland zurück kehren. "Zumindest in diesem Lande gibt es immer mehr Menschen, die ihr patriotisches Herz schlagen hören. Sie verspüren die Notwendigkeit, verantwortlich für das Gemeinwesen zu handeln", so Eigenthaler. "Und ich vertraue darauf, dass immer mehr Steuerflüchtlinge klüger werden. Sie werden nicht länger unter dem Damoklesschwert eines Gefängnisaufenthalts leben wollen."

Das Interview finden Sie im Wortlaut unter www.vdi-nachrichten.com/Eigenthaler

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