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RWI fürchtet höhere Inflation und Immobilienblase in Deutschland

RWI: Hohe Lohnsteigerung spiegeln gute wirtschaftliche Lage wider

(lifePR) (Essen, ) Deutschland droht nach Einschätzung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen ein Anwachsen der Inflation und möglicherweise sogar eine Immobilienblase. "Selbst wenn es der EZB gelingen sollte, die Inflation im Euroraum im Ziel zu halten, werden in Deutschland die Inflationsraten überdurchschnittlich hoch sein, weil das Land über eine hohe Auslastung seiner wirtschaftlichen Kapazitäten verfügt. In Deutschland werden wir künftig höhere Inflationsraten haben als in der Vergangenheit", prognostiziert RWI-Ökonom Roland Döhrn, Co-Autor des gerade vorgelegten Frühjahrsgutachtens, in den VDI nachrichten

Auch eine Immobilienblase will das RWI angesichts der historisch niedrigen Hypothekenzinsen nicht mehr ausschließen. "Zwar ist es in Deutschland bisher nur in einigen Ballungsgebieten zu enormen Preissteigerungen gekommen. Das kann aber nicht beruhigen: Auch in den USA hat sich seinerzeit die Immobilienblase nicht flächendeckend entwickelt."

Stabilisierend auf die Konjunktur wirken laut RWI die hohen Lohnabschlüsse. "Die Lohnsteigerungen resultieren nicht aus Verteilungskämpfen, sondern sie spiegeln die Marktverhältnisse wider", so Döhrn. Das RWI glaubt, dass die steigenden Einkommen die Konjunktur in Deutschland zusätzlich beleben. "Wir erwarten, dass die höheren Einkommen die private Nachfrage deutlich stabilisieren werden und die Binnenkonjunktur auch von dieser Seite beflügelt wird." Gefahren für Wachstum und Beschäftigung sieht das RWI wegen der steigenden Einkommen nicht.

Das Interview finden Sie im Wortlaut unter www.vdi-nachrichten.com/Doehrn