Samstag, 21. Oktober 2017


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McKinsey: Batteriepreise sinken bis 2020 auf ein Drittel

Schon 2020 sollen Elektroantriebe preislich konkurrenzfähig werden

Düsseldorf, (lifePR) - Die hohen Batteriepreise für Elektroautos werden nach einer noch unveröffentlichten Studie der Strategieberatung McKinsey in den nächsten Jahren so drastisch einbrechen, dass schon 2020 Elektroautos im Preis mit herkömmlichen Fahrzeugen konkurrieren können und in den Folgejahren so günstiger sind als Benzin- und Dieselfahrzeuge. In der Studie, die den VDI nachrichten vorliegt, prognostiziert McKinsey schon in acht Jahren einen Batteriepreis von nur noch 160 Euro pro Kilowattstunde (200 $/KWh) . Aktuell liegt der Preis zwischen 400 und 560 Euro. Bis 2025 erwartet McKinsey sogar Preise von unter 130 Euro pro Kilowattstunde. Dabei stützt sich die Studie auf eine Befragung von Experten aus der Automobil- und Batterieindustrie weltweit.

Die kurzfristigen Preissenkungen erklärt die Unternehmensberatung mit der wachsenden Konkurrenz der Produzenten. "Einige Hersteller betreiben eine aggressive Preispolitik", sagt Hans-Werner Kaas, Leiter der McKinsey-Automobilberatung in Nord- und Südamerika. Bis 2015 rechnet McKinsey mit einem Absinken der Margen in den Lieferketten um 20 bis 40 %. Zugleich erwarten die Experten, dass die Produktionskapazitäten um zehn Prozent steigen bei gleichzeitig sinkenden Ausschuss, der bisher mit 20 bis 30 % noch sehr hoch ist. Der Ausschuss werde bis 2015 auf etwa 6 % sinken. Dadurch werde der Preis pro Kilowattstunde bereits auf rund 300 Euro sinken.

Einen besonders starken Preisverfall erwartet McKinsey zwischen 2015 und 2020 aufgrund großer Fortschritte in der Batterietechnik. Der Wechsel von Graphit zu Silizium-basierter Technik löse einen Schub aus, so Kaas. Zuwächse der Ladekapazität von 40 Prozent auf Zellebene und 30 Prozent bei den Anoden senkten den Preis pro Kilowattstunde um rund 100 Euro. Hinzu kommen weitere Optimierungen, die den Preis auf 160 Euro reduzieren, so McKinsey. Dieser Preis hätte laut Kaas weitreichende Konsequenzen für Automobilindustrie, Mineralölwirtschaft und Maschinenbau, weil sich der Kauf von herkömmlichen Fahrzeugen nur noch dann lohne, wenn gleichzeitig der Benzinpreis auf 55 Eurocent pro Liter sinke. Davon sei aber nicht auszugehen. Wenn die Batteriepreise bis 2025 tatsächlich auf 130 Euro pro Kilowattstunde sinken, dürfte Kraftstoff nur noch 40 Eurocent kosten.

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