Freitag, 15. Dezember 2017


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Ingenieureinkommen sind im 2. Halbjahr 2010 wieder stark gestiegen

Ausnahmen: Einkommen in der Chemie und am Bau gingen auch 2010 deutlich zurück - IT mit dem stärksten Jahresplus von 14,65 Prozent

Düsseldorf, (lifePR) - Die gute Konjunktur hat sich im 2. Halbjahr 2010 stark in den Einkommen der Ingenieure in Deutschland niedergeschlagen. Nach einer Auswertung aktueller Gehaltsdaten von insgesamt 15.499 Ingenieuren, die ihre tatsächlichen Einkommen auf dem Karriereportal der VDI nachrichten eingetragen haben, stieg das Durchschnittseinkommen in der zweiten Halbjahreshälfte 2010 im Vergleich zum 1. Halbjahr um 4,96 Prozent. Während die Ingenieure in den ersten sechs Monaten als Folge der Wirtschaftskrise noch leichte Einbußen hinnehmen mussten, konnten sie diese im 2. Halbjahr mehr als ausgleichen. Aufs Gesamtjahr gesehen stieg das durchschnittliche Ingenieureinkommen 2010 im Vergleich zu 2009 um 1,1 Prozent auf 56.100 Euro. Hinzu kommen weitere 3.500 Euro erfolgabhängiger Prämien. Auch die Berufseinsteiger konnten in der zweiten Jahreshälfte von der guten Konjunktur profitieren und ihre Einstiegsgehälter um 2,45 Prozent auf 41.600 Euro steigern.

Deutliche Unterschiede zeigen sich je nach Branche. So konnten sich Ingenieure in der Informationstechnologie am stärksten verbessern und von der glänzenden Konjunktur in der IT profitieren. Ihre Jahresgehälter stiegen 2010 um stolze 14,65 Prozent. Demnach verdienen IT-Ingenieure jetzt 57.900 Euro im Jahr, 7.400 Euro mehr als noch 2009. Die höchsten Gehälter zahlen aber weiterhin die Unternehmen der Chemie- und Pharmaindustrie - das Durchschnittseinkommen der Ingenieure in der Chemie liegt bei 66.900 Euro. Allerdings bedeutet dies im Vergleich zu 2009 ein Minus von 3,1 Prozent oder rund 2.100 Euro.

Die Branche mit den zweithöchsten Einkommen sind die Energieversorger, die im vergangenen Jahr 5,4 Prozent mehr Gehalt zahlten. Ingenieure in der Energiebranche verdienten 2010 rund 58.900 Euro, 3.000 Euro mehr als vor einem Jahr. Da die Branche zugleich gut verdient, sind auch die erfolgsabhängigen Zulagen mit durchschnittlich 5.000 Euro pro Ingenieur besonders hoch. Nur die Chemie- und Pharma-Branche zahlte 2010 mit 5.700 Euro Erfolgsprämie noch etwas mehr. Nummer 3 in Sachen Einkommen ist weiterhin die Autoindustrie mit einem Jahresentgelt von 58.400 Euro. Das ist ein leichter Rückgang um 0,7 Prozent.

Schlusslichter in Sachen Einkommen bleiben dagegen Ingenieurdienstleister und Bauindustrie. Mit einem Durchschnittseinkommen von nur 45.000 Euro bleiben die Dienstleister am Ende der Einkommenstabelle. Die dort beschäftigten Ingenieure konnten ihre Einkommen leicht um 2,1 Prozent verbessern. Nur wenig über den Einkommen der Dienstleister liegen die Gehälter der Ingenieure in der Bauindustrie. Sie verdienten 2010 rund 47.600 Euro. Die Branche musste im Vergleich zu 2009 sogar starke Verluste hinnehmen: Bauingenieure verdienten 2010 4,75 Prozent weniger als 2009.

Nahezu unverändert ist dagegen die Arbeitsbelastung. Im Durchschnitt arbeiten Ingenieure rund 45 Stunden pro Woche, genauso viel wie 2009. Die höchste Arbeitsbelastung haben Ingenieure im Baugewerbe. Trotz der zweitniedrigsten Bezahlung arbeiten sie mit 48 Stunden wöchentlich am längsten, die kürzesten Arbeitszeiten haben mit 44 Stunden die IT-Spezialisten.

Die Daten der VDI nachrichten basieren auf tatsächlichen Gehaltsangaben von Ingenieuren, die am Gehaltstest auf ingenieurkarriere.de teilgenommen haben, dem Karriereportal der VDI nachrichten. Dort können Ingenieure ihr Einkommen mit Beschäftigten gleicher Position und Verantwortung vergleichen. Der Gehaltstest ist kostenlos. Sie finden ihn unter: www.ingenieurkarriere.de/gehaltstest

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