Ifo-Präsident Sinn: "Sarkozy will England aus der EU herauskicken"

Finanztransaktionssteuer nur in ganz Europa einführen

(lifePR) ( München, )
Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn hat die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in Europa ausdrücklich begrüßt, fürchtet jedoch, dass Frankreich den Streit um die Steuer nutzen wird, um England aus der EU zu drängen. "Generell ist die Finanztransaktionssteuer sinnvoll. Es wäre schon gut, das Nano-Trading und andere Auswüchse an den Kapitalmärkten zu bremsen oder gar zu unterbinden", sagte Sinn in den am Freitag erscheinenden VDI nachrichten. Allerdings sollten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy drauf drängen, dass die Steuer nicht nur in der Eurozone, sondern in der gesamten EU, also auch in Großbritannien, eingeführt wird. "Führt man die Transaktionssteuer nur in der Eurozone ein, wird man solche Geschäfte nicht verhindern; sie verlagern sich lediglich auf andere Finanzmärkte, etwa nach London."

Sollten die Euroländer die Steuer im Alleingang einführen, werde das zu erheblichen politischen Problemen führen. "Ich halte eine auf die Eurozone begrenzte Einführung der Transaktionssteuer auch politisch für sehr problematisch, weil man damit eine Sollbruchstelle zu England schafft: Man versucht so, die Engländer aus der EU herauszukicken", ist sich Sinn sicher. "Sarkozy ist dazu fest entschlossen: Er will um die Eurozone ein Kerneuropa schaffen - unter der Führung Frankreichs. Das wäre mit England nicht machbar."

Das Interview finden Sie im Wortlaut unter www.vdi-nachrichten.com/Sinn2
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.