Samstag, 25. November 2017


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Heller: Nie war der Anlagenotstand so groß wie heute

Niedrigzinsphase hält noch zwei Jahre, dann steigt Inflation auf 5 %

Düsseldorf, (lifePR) - Anlegern bieten sich angesichts niedriger Zinsen, schon stark angezogener Immobilienpreise und der Aussicht auf wachsende Inflation nur noch wenige lukrative Anlagemöglichkeiten. Gottfried Heller, renommierter Vermögensverwalter und Senior-Partner der Fiduka-Depotverwaltung, spricht im Interview mit den VDI nachrichten aktuell sogar von einem Anlagenotstand. "Heute (herrscht) ein Anlagenotstand, wie ich ihn nie zuvor erlebt habe. Trotz niedrigster Zinsen haben die Deutschen dennoch den größten Teil ihres Geldes - nämlich 70 % - in Zinsanlagen gesteckt. Viele Anleger wissen sehr wohl, dass Zinsanlagen kaum noch Renditen abwerfen, dass sie nach Inflation und Abgeltungssteuer sogar ein Minus von derzeit etwa 1,5 % erwirtschaften." Doch ihnen bleibe kaum eine andere Anlageform übrig, wollen sie nicht an der Börse spekulieren.

Die Niedrigzinsphase werde aber noch anhalten, so Heller. "Ich rechne mit ein bis zwei Jahren. Aber wenn der Anleger diese Zeit überstanden hat, wird er wohl auch nicht glücklicher sein. Dann dürfte er sich mit einer veritablen Inflation konfrontiert sehen", erwartet Heller, der Fiduka vor mehr als 40 Jahren mit der Börsenlegende André Kostolany gründete. "Angesichts der Abhängigkeit der Notenbank von der Politik wird es der EZB kaum gelingen, im nächsten Aufschwung rechtzeitig gegenzusteuern. Nur so ließe sich aber verhindern, dass die umlaufende Geldmenge - die größte aller Zeiten - inflationswirksam wird. Wir sollten uns deshalb auf Inflationsraten von 4 % bis 5 % einstellen."

Auch das Ausweichen in Immobilien biete kaum noch gute Renditen. "In bevorzugten Ballungsgebieten, wie etwa München, Hamburg oder Frankfurt, aber auch in vielen kleineren Universitätsstädten beobachten wir eine extrem hohe Nachfrage nach Wohnraum." Das drücke auf die Erträge. "Zumindest haben die Immobilienpreise Höhen erreicht, die deutlich über das als normal geltende 20-Fache der Jahresmiete hinausgehen. In den erwähnten Regionen stoßen wir in einigen Fällen sogar auf Kaufpreise, die das 30 bis 40-Fache des Mietzinses erreichen." Deshalb rät Heller Anlegern, dem "Immobilienmarkt nicht blind hinterherzulaufen".

Allerdings böten Aktion noch gute Chancen, weil sie unterbewertet seien. "Auf dem Höhepunkt der Dot-Com-Krise im Jahr 2000 hatte der Dax ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 33. Der historische Durchschnittswert liegt bei 16. Heute beträgt das KGV 11."

Das Interview finden Sie im Wortlaut unter www.vdi-nachrichten.com/Heller

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