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Ferber (CSU): "Wir bereiten leeren Versprechen ein Ende"

EU-Finanzmarktrichtlinie: "Wir müssen gefährliche Produkte verbieten können"

(lifePR) (Brüssel/München, ) Die Banken müssen ihre auf Provisionen basierende Beratung ihrer Kunden völlig umkrempeln. Nach dem Beschluss umfassender Transparenzregeln für den Vertrieb von Finanzprodukten am Mittwoch im EU-Wirtschaftsausschuss rechnet Berichterstatter Markus Ferber (CSU) mit erheblichen Änderungen in Deutschland. "Bankinstitute werden ihre Beratung umstellen müssen. Wir haben ausdrücklich festgelegt, dass Kosten, die aus der Beratung entstehen, auch im Produkt enthalten sein dürfen, allerdings keine Provisionen mehr", betonte Ferber in den am Freitag erscheinenden VDI nachrichten. "Das wird die Beratungsstrukturen auf ganz neue Beine stellen, auch bei den Banken."

Die Verbraucher in Deutschland könnten sich darauf einstellen, in Zukunft deutlich besser in Finanzprodukten beraten zu werden. "Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Finanzprodukte mehr für den Vertrieb als für den Endkunden geschaffen wurden", kritisiert Ferber. "Deshalb wollen wir dafür sorgen, dass der Kunde wieder im Mittelpunkt steht, strenge Transparenzregeln eingehalten werden müssen. Wir wollen damit einen Beitrag leisten, dass Finanzprodukte dem Kunden nutzen und nicht dem Bankberater." Deshalb werde die Honorarberatung in Deutschland "ohne Zweifel an Bedeutung gewinnen".

Um eine bessere Beratung und bessere Produkte durchzusetzen, sei es aber auch notwendig, dass die Aufsichtsbehörden stärker durchgreifen können. "Wir müssen Interventionsrechte der Aufsichtsbehörden haben, um gefährliche Produkte verbieten zu können. Insgesamt bringt die Finanzmarkt-Richtlinie einen großen Maßnahmenkatalog, der leeren Versprechungen ein Ende bereitet und dafür sorgt, dass der Sparer sein Geld wirklich reell anlegen kann."

Das Interview finden Sie im Wortlaut unter www.vdi-nachrichten.com/Ferber