Mittwoch, 17. Januar 2018


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DuPont: Solarindustrie hat auch in Deutschland eine Zukunft

"Wachstum wird zurückkehren" - Trend geht zu großen Anlagen auf Dächern in der Industrie

Genf, (lifePR) - Trotz der Pläne für eine massive Kürzung der Solarförderung hat die Solarindustrie in Deutschland nach Einschätzung des US-Chemiekonzerns DuPont eine Zukunft. Insbesondere die Forschung in Deutschland sei weltmarktfähig und werde sich behaupten, sagte der europäische DuPont-Forschungschef Simone Arizzi den VDI nachrichten. "Solarhersteller in Deutschland sehen momentan vor allem Probleme. Das ist zu kurzfristig gedacht", so Arizzi. "Ich glaube fest daran, dass das Wachstum wiederkommt - spätestens, wenn die Preise für Erdöl und Gas deutlich gestiegen sind."

Die deutsche Solarindustrie werde sich ähnlich wie die Autoindustrie durch hervorragende Technik durchsetzen. "In der Forschung wird Deutschland stark bleiben; entsprechend werden von hier wichtige Impulse für den Markt ausgehen. Die Ergebnisse der Wissenschaft sind sehr wertvoll, um zukunftsfähige Anwendungen zu kommerzialisieren und differenzierte Märkte zu schaffen. Das kann Deutschland sehr gut", lobt Arizzi. "Deutsche Ingenieure waren herausragend im Automobilbereich; warum soll das nicht auch in der Solarindustrie funktionieren - selbst wenn es jetzt eine gewisse Durststrecke gibt? Deutschland ist aus meiner Sicht weltweit konkurrenzfähig."

Der DuPont-Forscher geht davon aus, dass insbesondere die deutsche Solarindustrie nach dem Vorbild der Autohersteller Plattformen entwickeln wird, um die Solartechnik individuell anpassen zu können. "Wie in anderen Industrien wird es auch in der Solarindustrie künftig Plattformlösungen mit vielen Varianten geben - also eine ähnliche Basis, aber viele Modelle für unterschiedliche Bedürfnisse und Anwendungen."

Dabei werde das Wachstum künftig bei größeren Anlagen auf industriellen Dachflächen liegen und nicht mehr bei Anlagen auf dem Boden. "Allein in Deutschland gibt es meines Wissens das Potenzial, Industriedächer mit 180 GW bestücken zu können", so Arizzi. "Nach meiner Einschätzung wird dieser Industriezweig eine ähnliche Entwicklung nehmen wie zuvor schon andere Industrien, zum Beispiel der Automotive-Sektor. Dementsprechend könnte die Automobilindustrie als Vorbild für die künftige Weichenstellung dienen." Jetzt gehe es darum, die Solarmodule deutlich leichter zu konstruieren, um große Anlagen auf Dächern installieren zu können. "Ein typisches Solarmodul wiegt heute 20 bis 25 kg/m2 und hat seit 20 Jahren in etwa das gleiche Design. Um auf dem Dach eines großen Industriegebäudes tragbar zu sein, müssen die Module leichter, dünner und einfacher installierbar werden."

Das Interview finden Sie im Wortlaut unter www.vdi-nachrichten.com/DuPont

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