Mittwoch, 18. Oktober 2017


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Chefanalyst Hellmeyer: Finanzmärkte wollen Euro weiter in die Knie zwingen

Finanzexperte sieht große Fortschritte in Südeuropa und weiterhin bewusste Spekulation gegen den Euro

Bremen, (lifePR) - Die Finanzmärkte wollen den Euro trotz der Gipfelbeschlüsse vom Wochenende und der Fortschritte in den Krisenstaaten innerhalb des nächsten Vierteljahres in die Knie zwingen. Damit rechnet Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank. "Die Finanzmärkte in London und New York setzen darauf, dass der Euro in den nächsten zwei bis zweieinhalb Monaten zerbrechen wird. Das führt zu realwirtschaftlicher Paralyse in den Reformländern und dazu, dass die Investitionstätigkeit in den Reformländern massiv rückläufig war und ist", sagt Hellmeyer den am Freitag erscheinenden VDI nachrichten. "Es ist den Kräften aus London und New York gelungen, über die Finanzmärkte die Realwirtschaft der Reformländer zu verunsichern und zu schwächen. Um dem entgegenzuwirken, ist das beschlossene Konjunkturprogramm wichtig und zielführend."

Trotz des beschlossenen Konjunkturprogramms, der sinkenden Neuverschuldung und anziehender Wirtschaftsleistung in den Krisenländern blieben die Zinsen für Staatsanleihen aber zur Zeit ungerechtfertigt hoch, kritisiert Hellmeyer und wirft den Märkten vor, die Situation in Europa und den USA immer noch unterschiedlich zu bewerten. So sinke die Neuverschuldung in Italien in diesem Jahr auf 1,7% des BIP. "Die USA werden vermutlich zwischen 8 % und 10 % liegen. Italien wird trotz enormen Staatsbesitzes und Reformen aus London und New York als Pleitekandidat behandelt." Alle Länder Südeuropas, auch Griechenland, machten Fortschritte. "Die Ausfuhren erhöhen sich in allen Reformländern. Wir sehen heute die höchsten Exporte in der Geschichte Portugals, Spaniens, Italiens und Irlands. Selbst Griechenland ist wieder auf seinem Exportniveau von 2007 angekommen." Dass die Finanzmärkte trotz dieser Fortschritte und des EFSF, der auf kurzfristige Sicht einen Nichtausfall garantiere, die Länder Südeuropas "auf Kapitalmarktunfähigkeit, hinter Pakistan, herabstufen, ist kein Ausdruck sachlicher Diskontierung", kritisiert der Bremer Chefökonom. "Das ist Ausdruck einer politischen Agenda. Das sind für mich klare Fakten, die für sich sprechen."

Trotzdem geht Hellmeyer davon aus, dass die Euroländer die Krise in den Griff bekommen. "Die Gemeinschaftswährung wird überleben und wir werden in den nächsten Jahren einen freundlichen Euro in der Bandbreite von 1,20 bis 1,60 gegenüber dem Dollar sehen."

Das Interview finden Sie im Wortlaut unter www.vdi-nachrichten.com/Hellmeyer

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