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Bundesbank sieht keine Inflationsgefahr in Deutschland

Vorstand Nagel: EZB wird zusätzliche Liquidität wieder absaugen

(lifePR) (Frankfurt, ) Trotz der Rezession in der Eurozone und den drohenden Anleihekäufen durch die EZB sieht die Deutsche Bundesbank keine Gefahr für eine zunehmende Inflation. Auch die Gefahr von Preisblasen, etwa auf dem Immobilienmarkt in Deutschland, sieht die Bundesbank nicht. "Wir sahen bisher keinen Anlass, Warnsignale für bestimmte Märkte zu geben, weil sich hier die Bildung einer Preisblase andeuten würde", sagte Bundesbankvorstand Joachim Nagel den VDI nachrichten. Das gelte insbesondere auch für den Immobilienmarkt mit seinen steigenden Preisen. "Auch am Immobilienmarkt in Deutschland beobachten wir keine Blasenbildungen. Zwar sehen wir in bestimmten Regionen eine kräftige Dynamik, aber dabei ist zu berücksichtigen, dass die Preisentwicklung am Immobilienmarkt seit Mitte der neunziger Jahre unspektakulär war."

Eine Inflationsgefahr durch verstärkte Anleihekäufe sieht die Bundesbank ebenfalls nicht, weil die zusätzliche Liquidität nicht auf die Preise durchschlage. "Das System zeichnet sich derzeit durch eine relativ hohe Überschussliquidität aus. Aber sie landet nicht in der Realwirtschaft, weil die Verunsicherung im Finanzsektor dazu führt, dass dieses Geld über Nacht bei den Notenbanken des Eurosystems geparkt wird", versichert Nagel. "Die EZB wird die weitere Inflationsentwicklung - vor allem vor dem Hintergrund der hohen Überschussliquidität - genau beobachten."

Zudem habe die EZB signalisiert, dass die zusätzliche Liquidität auch wieder zurückgeführt wird. "Es gibt wirksame Instrumente, die Überschussliquidität wieder einzusammeln. Die EZB hat im Zusammenhang mit dem Beschluss weiterer Ankäufe von Staatsanleihen auch signalisiert, dass sie die zusätzliche Liquidität absaugen wird", so Nagel.

Das Interview finden Sie im Wortlaut unter www.vdi-nachrichten.com/Nagel