Bundesamt: Unternehmen müssen sich besser auf Cyberangriffe vorbereiten

BSI-Präsident: Unternehmen sind zu sorglos - Software oft zu alt

(lifePR) ( Bonn, )
Unternehmen in Deutschland sind weiterhin zu sorglos und schützen sich nicht ausreichend vor Hackerangriffen aus dem Internet. "Rund 80 % der bekannten Angriffe lassen sich mit Standardschutzmaßnahmen abwehren, beispielsweise im Rahmen von IT-Grundschutz", betont Michael Hange, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). "Oft mangelt es jedoch an der Umsetzung dieser Standardmaßnahmen. Beispielsweise ist das Patchmanagement nicht aktuell, es werden Passworte schlecht gewählt oder sind gar nicht vorhanden." Auch die Software sei oft veraltet und ein Einfallstor für Hacker. "Wir stellen immer wieder fest, dass Unternehmen veraltete und nicht aktualisierte Software einsetzen."

Vor professionellen Hackern, die gezielt Unternehmensdaten rauben wollen, könnte man sich dagegen nur schwer schützen. "Wenn es um die restlichen 20 % geht, die gezielten und hoch professionellen Angriffe, dann ist es sehr schwierig, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen", so Hange. Er rät, sich stärker mit den Risiken für einen Cyber-Angriff auseinanderzusetzen. "Dazu gehört auch, die vorhandenen Daten, Infrastrukturen und Prozesse kontinuierlich auf ihren Schutzbedarf hin zu analysieren."

Obwohl gerade eine internationale Hacker-Gruppe entlarvt wurde, will Hange keine Entwarnung geben. Es sei "mit einer weiteren Zunahme relevanter Schwachstellen und neuer Schadprogramme bzw. deren Varianten zu rechnen", so der BSI-Präsident. "Insofern wird die Gefährdungslage tendenziell eher noch zunehmen."
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