Donnerstag, 14. Dezember 2017


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Stilllegung der S9 kann Stundentakt gefährden

VCS beschliesst NEIN-Parole zur Stilllegung des Läufelfingerli

Herzogenbuchsee, (lifePR) - Der VCS beider Basel hat an seiner Vorstandssitzung einstimmig die Nein-Parole zur Stilllegung des Läufelfingerli/S9 zwischen Sissach und Olten beschlossen. Das Busangebot brächte nur drei zusätzliche Kurse pro Tag, die sich als blosse Lockvögel herausstellen könnten. Mit dem Busbetrieb drohen dem Homburgertal ein unpünktlicher ÖV und eventuell sogar die Ausdünnung des Stundentakts.

Ein Busbetrieb an Stelle der S9 brächte nur drei zusätzliche Kurse pro Tag. Von einem ganztägigen Halbstundentakt Sissach - Olten kann also nicht die Rede sein. Schon heute fährt das Läufelfingerli morgens und mittags einen Verdichtungskurs.

Vorlage 2005 entlarvt die Absichten des Kantons

Schon mehrmals wollte der Kanton der S9 den Garaus machen. Wie ein Busersatz den Takt des öffentlichen Verkehrs im Homburgertal zukünftig verschlechtern könnte, kann man in einer Vorlage an den Landrat von 2005 nachlesen. Bereits im 5. Generellen Leistungsauftrag (5. GLA, 2006-2009, Vorlage 2005/196) wollte die Regierung das Läufelfingerli durch einen 1:1-Busersatz aus den Schienen hebeln. In der Antwort auf eine Interpellation der FDP-Fraktion schrieb sie damals: "Weil der vorgesehene Stundentakt [des Busersatzes] zwischen Läufelfingen und Olten im Vergleich zur erwarteten Nachfrage ein grosszügiges Angebot darstellt, soll die Entwicklung der Nachfrage während der ersten Jahre beobachtet und wenn notwendig Korrekturen vorgenommen werden" (Vorlage 2005/190, S. 4). Ein Busersatz im Homburgertal könnte also diesmal die Lücken in den Stundentakt reissen, die damals angekündigt wurden.

Pünktlichkeit der Fahrgäste wäre dahin

Die gleiche FDP-Interpellation sorgte sich auch um die Verlässlichkeit der Anschlüsse in Sissach und Olten bei einem Busbetrieb, besonders zur Spitzenverkehrs- und Winterzeit. Zu Recht, wie die Regierungs- Antwort zeigt: "Aufgrund der Stauerscheinungen zu Spitzenzeiten auf den Strassen, aber auch wegen den längeren Umsteigewegen zwischen Bus und Bahn müssen sowohl in Sissach als auch in Olten längere Übergangszeiten eingeplant werden." Und weiter: "Der Busbetrieb ist auf Witterungseinflüsse empfindlicher als die Bahn. Der Fahrplan, der das ganze Jahr gilt, kann nicht auf Einzelereignisse, die nur an wenigen Tagen im Jahr auftreten, dimensioniert werden." Immerhin käme "die ordentliche Schneeräumung auf der Kantonsstrasse auch dem Busbetrieb zugute" (Vorlage 2005/190, S. 6). Pech hätte, wer vor dem Schneepflug über den Hauenstein zur Arbeit muss.

Der VCS will nicht, dass Bus-Fahrgäste im Stau oder auf der verschneiten, vereisten Passhöhe stecken bleiben. Das Läufelfingerli ist die wetterunabhängige, zuverlässige Verbindung zwischen Olten und Sissach. Deshalb NEIN zu seiner Stilllegung und das heisst NEIN zu den Ziffern 2.7c und 2.7d des 8. GLA am 26. November 2017.

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