Verordnungsentwurf des Landes für Baumaschinen

VCD begrüßt geplante Verordnung für Baumaschinen - weitere Maßnahmen zugunsten umweltfreundlicher Verkehrsmittel nötig

(lifePR) ( Stuttgart, )
Der ökologische Verkehrsclub begrüßt die geplante Landesverordnung, die für Baumaschinen über 18 Kilowatt Leistung in Umweltzonen zukünftig eine Pflicht für Rußpartikelfilter vorsieht. Insbesondere für die Landeshauptstadt mit ihren Großbaustellen für den Tiefbahnhof und dem Rosensteintunnel wäre dies ein wichtiges Mosaiksteinchen hin zu einer besseren Luftqualität, ist sich der VCD-Landesvorsitzende, Matthias Lieb, sicher.

"Diese Maßnahme ist richtig und wichtig, dennoch sind die bisherigen Baumaschinen vor allem für Stuttgart nur ein Teil des Übels. Endlich Durchatmen werden die Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger erst wieder können, wenn am hohen Verkehrsaufkommen in der Stadt - der eigentlichen Problematik - endlich ernsthaft etwas geändert wird", hält Matthias Lieb fest.

Für die straßennahen Belastungen mit Feinstaub (PM10) und Stickstoffdioxid (NO2) zeigt sich vor allem der Straßenverkehr verantwortlich. Hierbei lediglich darauf zu setzen, dass allein Elektroautos dieses Problem lösen könnten, sei nach Ansicht des VCD zu kurz gedacht. Sehr viel mehr müssten die betroffenen Städte dafür Sorge tragen, dass der Anteil des Rad- und Fußverkehrs erhöht und gleichzeitig ein attraktives Nahverkehrsangebot geschaffen werde.

Die Stadt Karlsruhe zeige mit ihrem inzwischen hohen Anteil umweltfreundlicher Verkehrsmittel am Modal Split im Vergleich zum Anteil des Autoverkehrs (34,4 Prozent)1, dass dies ein wirksamer Ansatz sei, um die Luftqualität zu verbessern, erklärt der Verkehrsclub. In der Landeshauptstadt hingegen stagniere der Anteil des Autoverkehrs von rund 45 Prozent1 seit Jahren auf hohem Niveau.

Während den verantwortlichen städtischen Vertretern häufig der Mut fehle, um den Autoverkehr in den Städten auf ein notwendiges Maß zu beschränken, seien die Menschen längst bereit, ihr Mobilitätsverhalten zugunsten umweltfreundlicher Alternativen zu verändern, wie eine aktuelle Studie des Umweltbundesamts (UBA)² zeige, betont Matthias Lieb. Dafür erwarten die Bürgerinnen und Bürger aber von der Politik endlich eine fußgänger-, fahrrad- und nahverkehrsfreundliche Stadtplanung, die auch konsequent umgesetzt werde.

In Stuttgart sieht der Verkehrsclub besonders hohe Hürden, um die Vorherrschaft des Autoverkehrs zugunsten alternativer Verkehrsmittel zu verändern. Deshalb regt der VCD an, dass Stadt und Bürger gemeinsam das Experiment wagen, modellhaft für einen definierten Zeitraum ein tatsächlich autofreies Quartier zu erproben und neu zu erleben.

Quellen:
1) MVI-Hintergrundinformationen zur Pressemeldung vom 12.5.15 - Verordnungsentwurf für Baumaschinen (Regionale Haushaltsbefragung zum Verkehrsverhalten 2009/2010 (Stuttgart); omniphon-Bericht "Mobilitätsverhalten 2012 - Stadt Karlsruhe")
2) UBA-Studie zum Umweltbewusstsein 2014 v. 30.3.2015: http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/umweltbewusstsein_in_deutschland_2014.pdf
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