Donnerstag, 23. Februar 2017


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Verkehrsclub begrüßt Ziele des Mobilitätsgipfels der Region Stuttgart - aber Maßnahmenkatalog unzureichend für Zielerreichung

(lifePR) (Stuttgart, ) Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüßt die Ziele des Mobilitätsgipfels für die Region Stuttgart, sieht aber den Maßnahmenkatalog als unzureichend zur Umsetzung der Ziele an: "Damit die Region Stuttgart als Modellregion nachhaltiger Mobilität wahrgenommen wird und der Umweltverbund seinen Verkehrsanteil signifikant erhöhen kann, bedarf es stringenterer Maßnahmen, als jetzt in der Erklärung formuliert", erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb.

Luftreinhalte- und Klimaschutzziele verlangten zwingend eine Reduktion des Autoverkehrs in der Region, wie verschiedene Studien gezeigt hätten - doch mit den beschriebenen Straßenbaumaßnahmen werde der Autoverkehr eher noch weiter zunehmen, kritisiert der Verkehrsclub.

Aus VCD-Sicht genügten rein freiwillige Maßnahmen nicht, sondern seien auch ordnungsrechtliche Maßnahmen notwendig, um die Luftreinhalte- und Klimaschutzziele zu erreichen und den Autoverkehr insbesondere in der Stadt Stuttgart zu reduzieren - dies müsse allerdings einhergehen mit verbesserten Angeboten bei den Verkehrsträgern des Umweltverbundes, fordert der VCD.

Vergleiche man die Nutzerzahlen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) von Stuttgart mit München und Zürich, so könne man den Anteil des ÖPNV noch deutlich steigern - Münchner nutzen Bus und Bahn rund 70 Prozent häufiger, Züricher rund 200 Prozent häufiger als Menschen im Großraum Stuttgart, stellt der VCD fest. Wäre in Stuttgart die ÖPNV-Nutzung auf Münchner oder Züricher Niveau, wäre auch der Straßenverkehr entsprechend geringer, gibt Lieb zu Bedenken.

Untersuchungen von Prof. Friedrich von der Uni Stuttgart hätten ergeben, dass Pendler in der Region Stuttgart mit dem PKW zumeist schneller als mit Bus und Bahn ans Ziel gelangten, so der VCD. "Kommunen, Region, Land und Bund müssen mehr Finanzmittel für den Ausbau und Betrieb des ÖPNV zur Verfügung stellen, um mit mehr Kapazität, dichteren Takten und schnelleren Verbindungen zum Autoverkehr vergleichbare Reisezeiten auch im ÖPNV zu erzielen", erklärt Matthias Lieb.

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