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Pressemitteilung BoxID: 201827 (vbw Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.)
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Fehler mit Folgen für die Bevölkerung

vbw kritisiert Kürzung der Förderprogramme

(lifePR) (Stuttgart, ) "Die Kürzung der Förderprogramme beim Städtebau und der Energieeffizienz werden negative Folgen für das Wohnen und Leben in unseren Städten und Gemeinden haben", warnte Dr. Friedrich Bullinger angesichts der ersten Lesung des Bundeshaushalts. "Die Kürzungen konterkarieren sowohl das bisher Erreichte und als auch die im Energiekonzept gesetzten Ziele", kritisierte er. Mit der bisherigen sozialen Stadtentwicklung hätten alle Beteiligten nachhaltig für friedliche Nachbarschaften und sichere Quartiere gesorgt. Der vbw ist überzeugt, dass an dieser Leistung aber beständig gearbeitet werden muss, um dauerhaft und zukünftig eine gute Grundlage für ein friedliches und soziales Miteinander zu legen. "Wohnungsunternehmen haben uns bereits mitgeteilt, dass sie angesichts steigender Anforderungen an der Energieeffizienz der Wohngebäude Probleme mit einer gut gemischten Wohnungsbelegung sähen", so Bullinger. Das ließe den Schluss zu, dass Gebäude, Quartiere und Siedlungen im Laufe der Zeit verkommen. Denn die Investitionen wären hochgradig unwirtschaftlich. "Statt sich aus der Städtebauförderung zurückzuziehen, sollte der Staat sich noch intensiver für den Stadtumbau und die Stadterneuerung einsetzen", sagte Bullinger. Gleiches gelte im Bereich der Energieeffizienz. "Hier beschränkt sich der Staat mit strengen Regelungen auf das Fordern. Mit Förderung ließe sich noch mehr erreichen", so Bullinger. Statt der ursprünglich geplanten 610 Millionen Euro Städtebauförderung, sind im Haushalt 2011 nur noch 455 Millionen Euro eingestellt. Durch eine Kürzung der Mittel im Bereich der energetischen Gebäudesanierung auf 436 Millionen Euro stehen 2011 rund eine Milliarde Euro weniger zur Verfügung als noch in 2010. Eine Aufstockung durch den Energie- und Klimafonds sei möglich aber noch nicht sicher. "Die Regierung rechnet hier nicht mit. Denn die Förderung der energetischen Gebäudesanierung hat einen besonders hohen Multiplikatoreffekt. Ein Fördereuro löst etwa neun Euro an privaten Investitionen aus", sagte Bullinger.