Samstag, 23. Juni 2018


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Zulassung erlaubt VARIOTEC-Passivhaustüren in Flucht- und Rettungswegen

Neumarkt, (lifePR) - Zur "fensterbau/frontale 2012" präsentiert VARIOTEC eine druckfrische Zulassung für sechs Türmodelle, die deren Einsatz in Flucht- und Rettungswegen erlaubt. Damit können Planer die Vorgaben für öffentliche Gebäude jetzt sogar im Passivhaustandard erfüllen. Schreinern, Tischlern und Türenbauern bietet der Hersteller eine Lizenzpartnerschaft an.

Passivhäuser stehen bei Bauherren hoch im Kurs. Die mit raffinierter Klima- und Lüftungstechnik ausgestatteten Gebäude helfen dabei, wertvolle Energie zu sparen. Mit einem jährlichen Heizölbedarf von umgerechnet 1,5 l/m² verbrauchen sie bis zu fünfmal weniger Heizenergie, als es die derzeitige Energieeinsparverordnung (EnEV) von Neubauten verlangen würde. Das schont nicht nur die Geldbeutel der Bauherren, sondern verbessert auch die CO2-Bilanz. Damit Vater Staat seine selbst gesteckten Klimaschutzziele erreicht, soll bis 2020 der Passivhausstandard in Deutschland für alle Neubauten zur Pflicht werden. Als Vorbild geht der öffentliche Sektor voran. So beauftragen Städte und Gemeinden Architekten immer häufiger damit, Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Verwaltungsbauten im Passivhausstandard zu errichten. Dabei geraten Planer jedoch schnell in die Zwickmühle, alle gestellten Anforderungen an öffentliche Gebäude wie z.B. Wärmeschutz, Brandschutz, oder Schallschutz kombiniert mit einer zeitgemäßen Architektur unter einen Hut zu bekommen.

Türen werden leichter

Ein typisches Problem bei der Planung von passivhaustauglichen Außentüren in Flucht- und Rettungswegen hat jetzt das oberpfälzische Unternehmen VARIOTEC gelöst. Da für Passivhaustüren ein Mindestdämmwert (UD) von 0,8 W/(m²K) gefordert ist, erreichten herkömmliche metallverstärkte und stark gedämmte Türflügel mit den für Fluchtwegen notwendigen Öffnungsbreiten oft Gewichte von bis zu 170 kg. Der Einsatz solcher Konstruktionen wäre z.B. für einen Kindergarten undenkbar, denn welcher Spross könnte einen solchen Koloss im Brandfall schon "jederzeit leicht" öffnen? Genau diesen Punkt muss eine Fluchttür jedoch erfüllen. Diese Türeigenschaft, auch als "Fähigkeit zur Freigabe" bezeichnet, müssen Hersteller nach der europäischen Produktnorm EN 14351-1:2006 + A1:2010 zusammen mit den eingesetzten Beschlägen nachweisen. Handelt es sich dabei um eine sog. "Notausgangstür", die dann zum Einsatz kommt, wenn sich der Flüchtende in den Räumlichkeiten auskennt, reicht der Einsatz eines Drückers nach DIN EN 179. Hier darf die maximale Öffnungskraft 7 kg betragen. Im Gegensatz dazu werden sog. "Paniktürverschlüsse" mit Beschlägen nach DIN EN 1125 in allen öffentlichen Bereichen mit Publikumsverkehr eingesetzt. Hier darf die Öffnungskraft maximal 8 kg betragen. Die mit horizontalen Griff- und Druckstangen ausgestatteten Türen können ein- und zweiflügelig ausgeführt werden.

Neue Zulassung als Komplettsystem

Matthias Bellan, technischer Vertriebsleiter bei VARIOTEC, freut sich darauf, Planern und Verarbeitern zur Nürnberger Messe "fensterbau/frontale 2012" mehrere energiesparende Lösungen für den Flucht- und Rettungsweg zu präsentieren. "Uns ist es gelungen, sechs unserer Türtypen so auszustatten, dass Sie im nach EN 14351-1:2006 + A1:2010 schwierigsten Konformitätsverfahren 1 geprüft, zertifiziert und zugelassen sind. Sie erfüllen damit als Komplettelemente auch die Anforderungen nach DIN EN 179 und DIN EN 1125. Drei unserer Türmodelle erfüllen zudem die Vorgaben des Passivhausstandards mit einem U-Wert kleiner 0,8 W/(m²K). Möglich machte dies u.a. die Kombination aus einem Faser-Kunststoff-Verbund (FKV) zur Aussteifung der Türblätter und unserer Vakuumdämmung. Dadurch konnten wir das Gewicht gegenüber einem stahlverstärktem Türblatt um bis zu 15 % reduzieren".

Die Prüfung übernahm die PfB GmbH & Co. Prüfzentrum für Bauelemente KG in Stephanskirchen. Die neue Zulassung deckt folgende VARIOTEC-Türtypen ab:

- in der Stärke 68 mm "VARIO PUR" (Up = 0,99 W/(m²K)), "Allround F2" (Up = 0,99 W/(m²K)), "Allwetter/W" (Up = 0,99 W/(m²K)) und "Vario-VIP Multifunktion" (Up bis zu 0,58 W/(m²K))
- in den Stärken 78 bis 90 mm "Ultrahaus-Effizienzhaus KfW 55-135" (Up = 0,77 W/(m²K)) bereits bei 85 mm
- in der Stärke 100 mm "Thermosafe 100 Passivhaustür" (UD = 0,62 W/(m²K))

Dabei sind der Gestaltungsfreiheit keine Grenzen gesetzt. Neben allen gängigen Holzarten wie Fichte, Kiefer, Meranti, Lärche oder Eiche kann der Hersteller auch Designwünsche wie Nutfräsungen, Lichtausschnittformen jeglicher Art oder Edelstahlapplikationen in den Türblättern erfüllen. Einzelne Türflügel lassen sich bis zu 2,80 m hoch und 1,24 m breit fertigen. Die Maximalgrößen für ein komplettes Türelement, z.B. für eine mehrflügelige Variante inkl. Rahmen, liegen bei 4 m Breite und 3,50 m Höhe. Als Beschlagshersteller kommen Systeme von GU (Gretsch-Unitas), Assa Abloy oder KFV (Karl Fliether) zum Einsatz.

Lizenzen helfen Fehler vermeiden

Kunden mit eigener Türproduktion bietet VARIOTEC eine Lizenzpartnerschaft an. Im Rahmen dieses Abkommens dürfen Schreiner, Tischler und Türenbauer geprüfte Systeme für zugelassene Türen in Flucht- und Rettungswegen selbst beraten, anbieten, herstellen und vertreiben. Damit vermeiden sie das Risiko, fehlerhafte Türen herzustellen. Klare Abläufe, die werkseigene Produktionskontrolle und eine externe Überwachung bieten Sicherheit. VARIOTEC-Kunden erhalten damit geprüfte und CE-konforme Türsysteme, mit denen sich nicht nur hohe Energiestandards sondern auch alle Vorgaben an Flucht- und Rettungswege in öffentlichen Bauten in einer zeitgemäßen Optik umsetzen lassen.

Besucher finden VARIOTEC während der Nürnberger Messe "fensterbau/frontale 2012" vom 21.-24.3.2012 in Halle 5 / Stand 149/150.

VARIOTEC GmbH & Co. KG

Die VARIOTEC GmbH & Co. KG mit Sitz im oberpfälzischen Neumarkt ist führender Hersteller und Systemgeber von Außen-, Spezial- und Funkti-onstüren, Passivhausfenstern und Wandsystemen sowie Sandwichelementen im Bereich des energieoptimierten Bauens. Das Unternehmen beschäftigt rund 100 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2011 einen Umsatz von 16 Millionen Euro. Für die Entwicklung des QASA-Dämmsystems erhielt das Unternehmen 2007 den Innovationspreis "Produktinnovation Bauen im Bestand". 2008 zeichnete die Oskar-Patzelt-Stiftung VARIOTEC mit dem "Großen Preis des Mittelstandes" aus.

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