Montag, 20. November 2017


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Gesundheit von Trennungsvätern massiv gefährdet

Väteraufbruch für Kinder zum Weltmännertag

Eisenach, (lifePR) - Trennungsfolgen bei Vätern werden zu wenig beachtet, Suizidrate von Trennungsväter ist fast sechsmal höher. Es fehlt an notwendiger Unterstützung. Erste bundesweite Projektgruppe Eltern-Kind-Entfremdung / Kontaktabbruch setzt sich für mehr Aufklärung ein.

Männer in Deutschland haben eine um fünf Jahre geringere Lebenserwartung als Frauen und sind größeren gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Besonders gefährdet sind die über 1,5 Mio Väter nach einer Trennung, wenn sie im Rosenkrieg mit der Mutter um den Kontakt zu ihren Kindern kämpfen müssen.

Unzählige Väter leiden erheblich darunter, dass sie keinen oder nur wenig Kontakt zu ihren Kindern haben. „Väter lieben ihre Kinder genauso wie Mütter auch. Nur findet Vaterliebe bisher kaum Anerkennung“ erklärt der Diplompädagoge Ulrich Severin, Mitglied im Bundesvorstand des Väteraufbruch für Kinder e.V..

Neben der Trennung müssen Sie dann auch noch verkraften, dass ihre Liebe zu und ihr Engagement für ihre Kinder oft als zweitrangig oder entbehrlich angesehen wird. Viele resignieren und brechen den Kontakt zu ihren Kindern ab. Wie es diesen Vätern dabei geht, darauf wird viel zu selten geschaut. Depressionen, Schlaflosigkeit, Belastungsstörungen, gefolgt von Suchterkrankungen und Jobverlust sind häufig die Folge. Die Selbstmordrate von Trennung betroffener Väter ist fast sechsmal so hoch wie in der Normalbevölkerung. Hilfe und Unterstützung erhalten sie jedoch kaum.

„Wir fordern, dass die Politik genauer hinschaut, Aufklärungs- und Beratungskonzepte auch für Väter entwickeln lässt und vor allem ein Familienrecht schafft, welches Scheidungskrieg und Trennungswaisen verhindert“ erklärt Severin. Viele Probleme lägen in völlig veralteten rechtlichen und strukturellen Rahmenbedingungen, welche eine eigentlich erwünschte gemeinsame Elternschaft eher verhindern als sie zu fördern. Hierunter leiden nicht nur die Väter. Auch die Kinder werden häufig im Trennungsstreit zwischen den Eltern aufgerieben.

Ulrich Severin hat die erste bundesweite, interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Eltern-Kind-Entfremdung“ gegründet, in der gemeinsam an Lösungsmöglichkeiten gearbeitet wird. Im Rahmen des 15. Familienkongresses am 11./12. November 2017 in Halle wird unter dem Titel „Vater wo bist Du? Kindeswohlgefährdung durch Eltern-Kind-Entfremdung / Kontaktabbruch“ das Thema Gesundheitsprävention in Trennungsphasen für Eltern und Schutzmaßnahmen für betroffene Kinder zusammen mit Experten aus Praxis, Wissenschaft und Forschung im Mittelpunkt stehen. Anmeldung und Programm sind unter www.familienkongress.vaeteraufbruch.de zu finden.

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