Mittwoch, 15. August 2018


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Jemen - humanitäre Krise unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Bonn, (lifePR) - Im Jemen erleben wir derzeit die größte humanitäre Krise der Welt – und trotzdem gehört das Land zu den „vergessenen Krisen“: Der Jemen gehört zu den ärmsten Ländern des Nahen Ostens, fernab vom Interesse der Medien. Seit mehr als drei Jahren eskaliert die humanitäre Krise, verursacht durch gewaltsame Konflikte unterschiedlichster Gruppen. Die sich zuspitzende Gewalt hat Millionen von Leben zerstört, viele Menschenleben gefordert und zu massiven Vertreibungen geführt.

Die Hauptlast der Krise liegt bei der Zivilbevölkerung: 22,2 Millionen Jemeniten benötigen jetzt humanitäre Hilfe. Besonders gefährdet sind diejenigen, die aus ihren Häusern fliehen müssen. 2 Millionen Menschen sind im Jemen vor den Kämpfen in andere Regionen des Landes geflohen und leben unter verzweifelten Bedingungen. 190.000 Flüchtlinge haben sich in die Nachbarländer in Sicherheit gebracht. Nach Angaben des UN-Büros für die Koordination humanitärer Angelegenheiten (OCHA) haben schätzungsweise 17,8 Millionen Menschen im Jemen nicht mehr ausreichend Nahrungsmittel, 16 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen und 16,4 Millionen haben keinen Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung.

„Im Jemen ereignet sich eine humanitäre Katastrophe. Erst grauenhafte Bilder, wie die Angriff auf einen Schulbus mit vielen Toten und Verletzten, bringen diese Katastrophe kurzfristig zurück in unser Bewusstsein. Die Bevölkerung im Jemen leidet jedoch Tag für Tag“, sagt der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer. „ Wir dürfen diese Menschen nicht vergessen, sondern müssen aktiv werden. Umso dringender ist die Nothilfe für die Bevölkerung in den umkämpften Regionen.“ Der UNHCR gehört zu den wenigen verbliebenen Hilfsorganisationen im Jemen und versorgt die Menschen mit lebenswichtiger Nothilfe. „So wie wir die Situation im Jemen nach dem gestrigen Angriff wieder kurzfristig wahrnehmen, leiden die Menschen auch im Südsudan, in der Demokratischen Republik Kongo, in Somalia, in Bangladesch/Myanmar und in Venezuela. Für die Arbeit des UNHCR und um Menschenleben zu retten, bitten Unterstützung“, so Ruhenstroth-Bauer.

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