Montag, 23. April 2018


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Zweites Kinderpalliativzimmer: Spenden notwendig!

Kinderpalliativzentrum der Universitätsmedizin Göttingen richtet weiteres Kinderpalliativzimmer ein / Spenden für die Einrichtung erforderlich

Göttingen, (lifePR) - In Deutschland leiden etwa 15.000 Kinder und Jugendliche an lebensbedrohlichen und lebensverkürzenden Erkrankungen, wie rasch fortschreitende neurologische Erkrankungen mit schwerwiegenden Behinderungen, Krebserkrankungen und angeborenen Herzfehlern. Etwa 3.000 Kinder und Jugendliche versterben jährlich an diesen Erkrankungen. Ebenso wie Erwachsene sollen auch junge Patienten in der letzten Phase ihrer unheilbaren Erkrankung, die bestmögliche medizinische, pflegerische und psychosoziale Versorgung erhalten, um Atemnot, Schmerzen, Ängste und andere gravierende Symptome bestmöglich zu lindern.

Seit 2014 hat die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) dafür ein erstes Kinderpalliativzimmer errichtet. Es steht für Krisensituationen bereit, in denen eine häusliche Betreuung nicht mehr ausreicht, besser helfen zu können.

Inzwischen wird ein zweites Kinderpalliativzimmer benötigt, damit schwerkranke Kinder und Jugendliche mit ihren Angehörigen in Südniedersachsen und den angrenzenden Bundesländern palliativmedizinisch ausreichend versorgt werden können.

„Wenn ein Kind oder Jugendlicher lebensbedrohlich oder unheilbar erkrankt ist, dann bricht für die ganze Familie eine Welt zusammen. Die Angst um das Leben des Kindes, aber auch die schwerwiegenden Symptome der Krankheit sind eine große Belastung für Kind, Eltern und Geschwister“, sagt Prof. Dr. Jutta Gärtner, Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der UMG. „Normale Patientenzimmer sind zu klein, um mehrere Familienmitglieder mit unterzubringen. Außerdem sollten Kinder mit lebensbeschränkenden Krankheiten auch in der Klinik eine möglichst freundliche Atmosphäre haben. Deshalb ist uns das neue Kinderpalliativzimmer so wichtig.“

Das Zimmer als Raum gibt es inzwischen, es wurde saniert und umgebaut. Es ist gezielt auf die besonderen Wünsche und Bedürfnisse der schwerkranken Kinder und Jugendlichen abgestimmt und soll ein besonderer Ort des Rückzugs und der Geborgenheit sein. Das Kinderpalliativzimmer bietet eine kindgerechte, wohnliche Umgebung mit ausreichend Platz für Eltern und Geschwister. Ein eigener Balkon mit Blick in den Palliativgarten und Spielplatzbereich der Klinik lässt die jungen Patienten in dieser leidvollen Zeit auch Sonne und Wind erleben.

SPENDENZIEL

Es fehlt noch an der notwendigen Ausstattung für das Kinderpalliativzimmer. Alle Einrichtungsgegenstände, die über den normalen Krankenhausstandard hinausgehen, müssen von der Kinderpalliativmedizin selbst finanziert werden. Deshalb werden für die Einrichtung des Kinderpalliativzimmers an der UMG dringend Spenden benötigt. Zurzeit fehlen für das Zimmer noch eine Schrankwand, Tische, Stühle, ein Schlafsofa für die Eltern, eine Musikanlage, ein PC oder iPad, Balkonmöbel und Blumen, um den Balkon zu bepflanzen. „Hierfür benötigen wir Unterstützung: Helfen Sie uns mit einer Spende und ermöglichen Sie den schwerkranken Kindern und ihren Familien einen Ort der Geborgenheit!“, sagt Prof. Dr. Friedemann Nauck.

SPENDENKONTO
Universitätsmedizin Göttingen
IBAN: DE98 2605 0001 0000 0014 20
BIC: NOLADE21GOE
Verwendungszweck: Kinderpalliativmedizin

PÄDIATRISCHE PALLIATIVMEDIZIN AN DER UMG

Seit April 2011 ist das Team der spezialisierten ambulanten pädiatrischen Palliativversorgung Göttingen aktiv. In dem Kinderpalliativteam arbeiten qualifizierte Ärzte und Pflegekräfte der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und der Klinik für Palliativmedizin der UMG sowie Mitarbeiter psychosozialer Berufsgruppen zusammen. Sie behandeln und begleiten schwerstkranke Kinder und Jugendliche bis zuletzt im stationären und ambulanten Bereich und stehen den Betroffenen und ihren Familien rund um die Uhr unterstützend zur Seite. Das Team des Kinderpalliativzentrum Göttingen kümmert sich um schwerstkranke Kinder und Jugendliche im Umkreis von 100 Kilometern. Die Betreuung erfolgt vor allem ambulant in ihrem Zuhause.

Weitere Informationen gibt es unter: www.kinderpalliativmedizin-goettingen.de.

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