Dienstag, 14. August 2018


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Der Personalisierten Medizin den Weg bereiten - e:Med Systemmedizin Tagung 21.-23. November, Alte Mensa Göttingen

Der Personalisierten Medizin den Weg bereiten: Das e:Med Meeting 2017 in der Alten Mensa Göttingen - ein interdisziplinäres Treffen der internationalen Systemmedizin-Szene

Göttingen, (lifePR) - Beim 4. interdisziplinären e:Med Treffen vom 21. – 23. November 2017, in diesem Jahr in der Alten Mensa in Göttingen, stehen die neuesten Forschungserkenntnisse der Systemmedizin im Mittelpunkt. In diesem Wissenschaftsfeld arbeiten Mediziner, Biologen, Mathematiker und Informatiker gemeinsam daran, 'Big Data' zum Nutzen präziserer und personalisierter Behandlung der Patienten zu vernetzen. Am Dienstag 21. November 2017 von 18:30 bis 19:45 Uhr informiert e:Med mit der Veranstaltung „Karriere in der Systemmedizin“ Studierende, junge Wissenschaftler und die Öffentlichkeit über die Systemmedizin als mögliches Berufsfeld.

Wie können große Datenmengen genutzt werden, um Patienten eine präzisere Behandlung zu ermöglichen? Beim Einsatz neuer Technologien wie der Genomsequenzierung oder der Untersuchung aller Stoffwechselvorgänge eines Menschen werden enorme Datenmengen generiert. Welche neuen Methoden gibt es, um diese Daten miteinander zu integrieren? Wie können dabei Computermodelle ganzer Krankheiten erstellt werden und helfen, diese zu vermeiden, früher zu erkennen und präziser zu behandeln? Wie weit ist die Systemmedizin schon in der Klinik angekommen?

Diesen Fragen widmen sich die über 280 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich für drei Tage in der Alten Mensa in Göttingen treffen, um ihre neusten Forschungsergebnisse zu diskutieren und das e:Med Systemmedizin-Netzwerk zu erweitern. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) arbeiten sie seit 2013 daran, brennende gesundheitsrelevante Fragestellungen mit system-orientierten Ansätzen zu beantworten und diesen Ansatz in Deutschland zu etablieren. „Aus ‚Big Data‘ komplexe Krankheitszusammenhänge herauszulesen ist eine Chance und eine Herausforderung, die e:Med annimmt, um die Entwicklung neuer zielgerichteter Therapien voran zu treiben,“ betont Professor Karsten Rippe vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, Sprecher des e:Med Projektkomitees.

In Göttingen präsentieren die Forscher ihre Ergebnisse in 55 Vorträgen und über 130 Postern und stellen so die neuen Ansätze der Systemmedizin dar, die auf die integrative Erfassung und Modellierung von Krankheitsdaten und die Translation der Ergebnisse in die Klinik abzielen. Auch die Themen Ethik, Datenschutz und Systemmedizin im europäischen Kontext werden eine Rolle spielen, was in unserer zunehmend globalisierenden Welt mit mobilen und digital informierten Patientinnen und Patienten und Expertenzentren in unterschiedlichen Ländern zunehmend wichtiger wird.

Ein besonderes Highlight ist die Veranstaltung „Karriere in der Systemmedizin“ am Dienstag, dem 21. November von 18:30 bis 19:45 Uhr. „e:Med möchte das Gespräch mit der Öffentlichkeit suchen – und stellt dieser das Konzept der Systemmedizin vor. Hierzu laden wir insbesondere, aber nicht ausschließlich, Studierende und Doktoranden ein, sich über die vielfältigen Berufsmöglichkeiten im innovativen systemmedizinischen Feld zu informieren“, sagt Professor Tanja Zeller vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Sprecherin des e:Med Projektkomitees. Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen und Karrierestufen, aus Universitäten, Kliniken und der Industrie, berichten live über ihren Werdegang. Die Öffentlichkeitsveranstaltung wird gekürt durch einen außergewöhnlichen Beitrag mit dem Titel „Systems Medicine unplugged“.

„Da gerade für eine Medizinerstadt wie Göttingen diese Veranstaltung von enormer Bedeutung ist, freuen wir uns, dass wir diese hier in Göttingen ausrichten können“ sagt Dr. med. Roberto Goya-Maldonado, Leiter der e:Med Nachwuchsgruppe PreNeSt an der Universitätsmedizin Göttingen und lokaler Organisator der Konferenz.

Link zu der Konferenz: www.sys-med.de/de/meeting

e:Med hat zum Ziel, die Systemmedizin in Deutschland zu etablieren. Um verbesserte Prävention, umfassendere Diagnostik und individuell angepasste Therapieschemata in der individualisierten Medizin zu ermöglichen, forciert e:Med die systemorientierte Erforschung von Krankheiten. Es bringt exzellente Wissenschaftler mit molekulargenetischer, klinischer, mathematischer und informatischer Expertise zusammen mit dem Ziel, die Forschungserfolge rasch den Patienten zugutekommen zu lassen. Dabei spielt besonders die elektronische Prozessierung (e:Med), also die computergestützte Archivierung, Analyse und Integration der Daten eine wichtige Rolle. Für die systemmedizinische Forschung sind die iterativen Zyklen zwischen Forschung im Labor, mathematischer computergestützter Modellierung und wiederum Kontrolle der Modelle in Labor und Klinik typisch. Das deutschlandweite Forschungs- und Förderkonzept wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit Ende 2013 gefördert. www.sys-med.de

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