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Pressemitteilung BoxID: 60179 (Universitätsklinikum Heidelberg)
  • Universitätsklinikum Heidelberg
  • Im Neuenheimer Feld 672
  • 69120 Heidelberg
  • https://www.klinikum.uni-heidelberg.de
  • Ansprechpartner
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Heidelberger Ionenstrahl-Therapie-Zentrum (HIT) geht voraussichtlich Ende 2008 in Betrieb

(lifePR) (Heidelberg, ) Das Heidelberger Ionenstrahl-Therapie-Zentrum (HIT) zur Behandlung von krebskranken Patienten am Universitätsklinikum Heidelberg wird voraussichtlich im Dezember 2008 seinen Betrieb aufnehmen. Derzeit laufen intensive Vorbereitungen, um die ersten Bestrahlungen von Patienten zum Jahresende durchzuführen. Die Beschleunigeranlagen sind bereits seit 2007 in Betrieb. Die Medizintechnik ist ebenfalls komplett installiert; nun fehlt noch die Abstimmung sämtlicher Anlagenteile.

Unerwartete Verzögerungen gab es bei der Fertigstellung der Bestrahlungstechnik sowie der Software für die computergesteuerte Bestrahlungsplanung, für die die Firma Siemens Healthcare verantwortlich ist, so dass der ursprünglich vorgesehene Termin für den Betriebsbeginn im Oktober 2008 nicht eingehalten werden konnte. Im HIT sollen jährlich rund 1.300 Patienten bestrahlt werden.

"Derzeit können die laufenden Betriebs- und Personalkosten für die Anlage, die dem Universitätsklinikum Heidelberg als Betreiber entstehen, noch durch das Projektbudget von 106 Millionen € gedeckt werden", erklärt die Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg Irmtraut Gürkan.

Das Heidelberger Ionenstrahl-Therapie Zentrum (HIT) ist die weltweit erste Anlage, in der mit verschiedenen Ionen - Protonen und schweren Kohlenstoff-Ionen - bestrahlt werden kann. Sie wird von der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums Heidelberg unter Leitung von Professor Dr. Dr. Jürgen Debus betrieben. Bis Juli 2008 hat die Klinik Tumorpatienten mit Ionenstrahlung bei der Gesellschaft für Schwerionenforschung GSI in Darmstadt behandelt.

Die Effektivität des Bestrahlungsverfahrens ist für seltene inoperable Schädelbasis- und Hirntumore sowie Weichteilsarkome bereits nachgewiesen. Im Rahmen klinischer Studien wird es nun bei häufigeren bösartigen Tumoren wie Prostata- und Lungenkrebs und bei Tumoren im Kindesalter erprobt.