Eine abgestimmte Behandlung von hoher Qualität

Das Universitätsklinikum Heidelberg und die Gesundheitszentren Rhein-Neckar arbeiten künftig noch enger zusammen / Partner unterzeichnen Vertrag

(lifePR) ( Heidelberg, )
Das Universitätsklinikum Heidelberg und die GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH mit den Krankenhäusern in Sinsheim, Eberbach, Weinheim und Schwetzingen haben vertraglich eine noch engere Zusammenarbeit für die Zukunft vereinbart. Dadurch wird zum einen die Versorgung mit Hochleistungsmedizin gestärkt und zum anderen die wohnortnahe medizinische Versorgung von Patienten in der Region weiter verbessert. Hochleistungsmedizin und wohnortnahe Versorgung werden dabei vielfältig miteinander vernetzt.

Ziel der Kooperation ist die gemeinsame Entwicklung eines strategischen Klinkverbundes. Die Vereinbarung sieht vor, dass sich die beiden Partner bei der Festlegung der einrichtungsübergreifenden Behandlungsprozesse und den gegenseitigen Zuweisungen von Patienten eng abstimmen. Das bedeutet insbesondere, dass Patienten mit sehr schwerwiegenden Erkrankungen zur Behandlung in das Universitätsklinikum verlegt und nach der Akutbehandlung in die regionalen Krankenhäuser zurückverlegt werden. Zudem sind mangementseitig regelmäßige gegenseitige Informationen und Beratungen vertraglich vereinbart.

"Wir möchten die gute Zusammenarbeit, die 2001 erstmals vertraglich vereinbart wurde, weiter ausbauen", erklärte die Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg Irmtraut Gürkan bei der Vertragsunterzeichnung in Heidelberg. "Für die Bevölkerung hat dies den Vorteil, dass sie in allen Kliniken eine umfassende, abgestimmte Behandlung von hoher Qualität bekommt", sagte der Landrat des Rhein-Neckar-Kreises Dr. Jürgen Schütz.

Praktische Medizinische Vernetzung

Der Geschäftsführer der GRN, Rüdiger Burger, wies darauf hin, dass schon heute eine intensive fachmedizinische Zusammenarbeit mit personellen Verschränkungen praktiziert werde. So leitet seit Anfang des Jahres der Ärztliche Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg, Professor Dr. Markus W. Büchler, in Personalunion die Chirurgische Abteilung im Krankenhaus Sinsheim. Die Schlaganfallstation ist seit längerem ebenfalls personell mit dem Klinikum verbunden und teilweise erbringt die universitäre Kadiologie die Herzkatheterdiagnostik für Patienten der GRN. Weitere Kooperationsfelder sind die gemeinsame ärztliche Besetzung des Notarztstandortes in Walldorf und die personelle Unterstützung der Notarztversorgung in Eberbach. Auch in der mittelbaren Krankenversorgung, wie z. B. die gesamten pathologischen Untersuchungen und in der Materialversorgung ist das Universitätsklinikum bereits seit Jahren bewährter Dienstleister für die Krankenhäuser im Rhein-Neckar-Kreis.

Auch in Fragen der ärztlichen Fort- und Weiterbildung wird die Zusammenarbeit intensiviert: Hier können z.B. Assistenzärzte zwischen den Kliniken unterschiedlicher Versorgungsstufen rotieren. Geplant ist zudem die Einführung einer gemeinsamen elektronischen Patientenakte, so dass stets an allen Standorten jederzeit wichtige Patientendaten, Röntgenbilder, Operationsberichte zur Verfügung stehen.

Konsile und teleradiologische Befundung

Das Universitätsklinikum unterstützt die GRN-Krankenhäuser zudem durch Konsile vor Ort und durch eine teleradiologische Befundung: Bilder aus dem Computer- oder Magnetresonanztomographen werden per Leitung an radiologische Experten im Universitätsklinikum zur Akut-Diagnostik übermittelt, die dann per Telefon mit den Krankenhausärzten besprochen werden. Beim Schlaganfall kann diese Zusammenarbeit das Leben retten.

Bilduterschrift: (Von links) Prof. Rüdiger Siewert, Leitender Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Heidelberg, Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg, Rüdiger Burger, Geschäftsführer der Gesundheitszentren Rhein-Neckar, und Dr. Jürgen Schütz, Landrat des Rhein-Neckar-Kreises bei der Vertragsunterzeichnung im Universitätsklinikum Heidelberg. Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg.
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