Donnerstag, 23. Februar 2017


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Grundlagen für bessere Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen geschaffen

Abschluss-Symposium psychenet - Hamburger Netz psychische Gesundheit

(lifePR) (Hamburg, ) Wie können neueste Forschungsergebnisse zu psychischen Erkrankungen in die Praxis umgesetzt werden? Darüber beraten Experten des Hamburger Forschungsverbundes psychenet - Hamburger Netz psychische Gesundheit bei ihrem Abschluss-Symposium am 29. und 30. Juni in der Handelskammer Hamburg. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben fünf Jahre lang mit Partnern aus der Metropolregion Hamburg erforscht, wie die Versorgung von Patienten mit psychischen Erkrankungen verbessert und wie einer Stigmatisierung psychischer Erkrankungen entgegengewirkt werden kann.

Bis zu 72.000 Hamburgerinnen und Hamburger sind von einer schweren psychischen Erkrankung mit dauerhafter psychosozialer Behinderung betroffen. Viele von ihnen finden den Weg in das Versorgungssystem nicht, erst sehr spät oder werden nicht adäquat und nach aktuellem wissenschaftlichen Stand versorgt. In elf wissenschaftlichen Teilprojekten des Forschungsverbundes psychenet haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) gemeinsam mit über 300 Partnern aus der Metropolregion Hamburg dazu geforscht, wie die Versorgung von Patienten mit psychischen Erkrankungen und ihren Angehörigen verbessert und der Stigmatisierung psychischer Erkrankungen entgegengewirkt werden kann.

Während der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit insgesamt acht Millionen Euro geförderten Laufzeit von psychenet wurden von 2011 bis 2015 innovative Versorgungsmodelle und Maßnahmen entwickelt und auf ihre Wirksamkeit überprüft. Dazu gehören z.B. eine Aufklärungs- und Bildungskampagne (mit acht Preisen ausgezeichnet), die Entwicklung der ersten umfassenden deutschen qualitätsgesicherten und evidenzbasierten Website zu psychischen Erkrankungen www.psychenet.de, die erstmalige Implementierung einer Beratung durch speziell geschulte Betroffene und Angehörige in Deutschland, das erste alters- und fachübergreifende integrierte Versorgungsmodell für Psychosen und die erstmalige Umsetzung eines Behandlungsmodells für unipolare Depressionen. Während der Förderung wurden über 180 verschiedene "Dienstleistungsbausteine" entwickelt, die zukünftig auch deutschlandweit genutzt werden können.

"Mit psychenet haben wir sowohl klinisch-praktische wie wissenschaftliche Grundlagen für eine Verbesserung der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen geschaffen", sagt Prof. Dr. Dr. Martin Härter, Direktor des Instituts und der Poliklinik für Medizinische Psychologie des UKE. Akteure aus Forschung, Versorgung, Politik, Selbsthilfe sowie Vertreter von Krankenkassen diskutieren anlässlich des psychenet Abschluss-Symposiums über den nachhaltigen Einsatz der entwickelten Modelle und Dienstleistungsbausteine sowie den Transfer in andere Regionen. Härter, wissenschaftlicher Sprecher von psychenet, setzt darauf, dass die Entwicklung der aktuellen Bundesgesetze zur Prävention und zur GKV-Versorgungsstärkung die Hamburger Bemühungen begleitend unterstützen können.

Das Hamburger Netz psychische Gesundheit gehört zu den fünf bundesweit vom BMBF geförderten "Gesundheitsregionen der Zukunft". Die wissenschaftliche Leitung lag beim UKE, die organisatorische Leitung erfolgte durch die Gesundheitswirtschaft Hamburg. Weitere Informationen unter www.psychenet.de

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