Freitag, 17. August 2018


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Bilaterale Graduiertenschule in Kamerun eröffnet

Kooperation der Universitäten Bielefeld und Yaoundé

Bielefeld, (lifePR) - YaBiNaPA steht für "Natural Products with Antiparasite and Antibacterial Activity" und ist der Name der neuen bilateralen Graduiertenschule der Universitäten Bielefeld und Yaoundé (Kamerun). Die Graduiertenschule wurde nun in Kamerun eröffnet. Vertreter der Universität Bielefeld waren zur Feierstunde angereist.

Neben Professor Dr. Norbert Sewald (Fakultät für Chemie der Universität Bielefeld), Professorin Dr. Gabriele Fischer von Mollard (Dekanin der Fakultät für Chemie der Universität Bielefeld) war Dr. Thomas Lüttenberg (Leiter des Büros für Internationale Beziehungen der Universität Bielefeld) bei der Feierstunde in Kamerun dabei. Darüber hinaus war bei der Eröffnungsfeier der YaBiNaPA auch der deutsche Botschafter in Kamerun Dr. Hans-Dieter Stell anwesend.

YaBiNaPA wird von Professor Dr. Norbert Sewald (Universität Bielefeld) und Professor Dr. Bruno Lenta (Universität Yaoundé) koordiniert. Wissenschaftler fünf weiterer Universitäten in Kamerun sind assoziierte Partner. Die bilaterale Graduiertenschule widmet sich der systematischen Erforschung von in der afrikanischen Heilkunde genutzten Pflanzen, insbesondere zur Behandlung parasitärer Erkrankungen (beispielsweise Malaria) und bakterieller Infektionskrankheiten. Dabei sollen einerseits die Wirkmechanismen wissenschaftlich untersucht werden, andererseits sollen durch chemische Analyse pflanzliche Extrakte für die Anwendung sicherer gemacht werden, um schädliche Nebenwirkungen auszuschließen. Gleichzeitig hat YaBiNaPA das Ziel, vor Ort in Kamerun junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Chemie, Biologie und Pharmazie sowohl forschungs- als auch anwendungsnah auszubilden.

In afrikanischen Ländern spielen pflanzlich Arzneien eine große Rolle, da synthetisch hergestellte Pharmazeutika für viele Menschen nicht erschwinglich sind. Die große Vielfalt von Pflanzenarten in afrikanischen Regenwäldern und Savannen bildet ein Reservoir von unerforschten Wirkstoffen und Wirkstoffkombinationen, die von den traditionellen Heilern angewendet werden.

Das Projekt wird bis Ende 2020 durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. Dabei werden einerseits Promovierende und Gäste in Yaoundé und Bielefeld durch Stipendien gefördert, andererseits wird für die aufwändigen Laborarbeiten auch die nötige Infrastruktur geschaffen. Beispielsweise werden Laborgeräte und hochempfindliche Analysengeräte vor Ort in Yaoundé installiert. Darunter befindet sich auch ein HPLC-MS-System, welches sowohl die Auftrennung komplexer Substanzmischungen von pflanzlichen Extrakten ermöglicht, darüber hinaus auch jede Komponente hinsichtlich ihrer chemischen Zusammensetzung analysiert.

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