Freitag, 17. August 2018


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Bielefelder Konferenz "Gender 2020 - Kulturwandel in der Wissenschaft steuern"

Neue Impulse in der Gleichstellungspolitik

Bielefeld, (lifePR) - Die Spitzen aus Politik, Wissenschaftsorganisationen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen treffen sich am 26. und 27. Januar 2017 in Bielefeld, um ein Thema voranzubringen: die Geschlechtergerechtigkeit in Wissenschaft und Forschung. Mit dabei sind unter anderem die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Horst Hippler, die Bundesverfassungsrichterin Susanne Baer und die Generalsekretärin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Dorothee Dzwonnek. Im Rahmen dieser hochkarätig besetzten Konferenz werden neue Wege zur Förderung einer geschlechtergerechten Wissenschaftskultur ausgelotet.

Geschlechtergerechtigkeit fördern - das ist seit Jahren Bestandteil der Hochschul- und Wissenschaftspolitik. Das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder, die Offensive Chancengleichheit der Allianz der Wissenschaftsorganisationen und die Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG sind bundesweite Initiativen, die auf unterschiedlichen politischen Ebenen wirken sollen. „Dennoch bleiben die Erfolge hinter den Erwartungen zurück", sagt Uschi Baaken, Gleichstellungsbeauftragte der Universität Bielefeld und Initiatorin der Konferenz. Der Anteil an Professorinnen an Hochschulen ist zwar im Zeitraum zwischen 1995 und 2014 kontinuierlich von 8,2 auf 22 Prozent gestiegen. Differenziert man jedoch nach Besoldungsgruppen, so zeigt der aktuelle Bericht der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK): Je höher die Besoldungsgruppe, desto niedriger der Anteil der Wissenschaftlerinnen. „Hier wirken die tradierten Hierarchiemuster noch stark", meint Baaken. Sie und ihre Kolleginnen im Vorstand der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (BuKoF) fragen in der Konferenz auch nach der Verbindlichkeit von Gleichstellungsmaßnahmen. „Solange keine allgemeinen Standards für die Wissenschaft geschaffen werden, so lange bleibt die Gleichstellung unverbindlich." Ziel der Konferenz ist es darum, gemeinsam mit den Entscheidungsträgerinnen und -trägern einen Kulturwandel anzustoßen hin zu einer nachhaltigen, verbindlichen geschlechtergerechten Wissenschaftskultur.

Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich anmelden, davon ca. 60 Hochschulleitungen, 20 Leitungen aus Wissenschaftsorganisationen, Politik sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen und 20 aus Gleichstellungspolitik.

Die Konferenz und das Projekt „Gender 2020. Perspektiven und Strategien zur Förderung einer geschlechtergerechten Wissenschaftskultur" werden mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01FP1505 gefördert.

Die Universität Bielefeld führt das Projekt durch, Partnerin ist die Bundeskonferenz der Frauen-und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (BuKoF).

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