Mittwoch, 20. September 2017


  • Pressemitteilung BoxID 665709

Zeitmanagement: Jeder fünfte Student ist überlastet

Darmstadt, (lifePR) - .
- Deutsche Studenten investieren viel Zeit in ihre Ausbildung
- 18 Prozent haben Schwierigkeiten, alle Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen
- Juristen und Mediziner bestreiten das höchste Pensum

Das Vorurteil des faulen Studenten ist überholt. Wie eine deutschlandweite Umfrage des Personaldienstleisters univativ unter 1.400 Studenten ergab, müssen die meisten eine Vielzahl an Verpflichtungen unter einen Hut bringen. Die Mehrheit verbringt 20 Stunden oder mehr mit ihrem Studium und arbeitet zusätzlich, engagiert sich ehrenamtlich oder kümmert sich um Familienmitglieder. Dabei fühlt sich rund jeder Fünfte überlastet.

Studieren ist für die meisten ein Vollzeitjob

Den größten Teil des Zeitbudgets der Befragten nimmt das Studium in Anspruch. Etwa drei von vier Befragten (72 Prozent) studieren pro Woche mindestens 20 Stunden. Dabei verbringt mehr als jeder Dritte (35 Prozent) wöchentlich zwischen 20 und 30 Stunden mit seinem Studium und etwas mehr als ein Viertel (27 Prozent) paukt zwischen 30 und 40 Stunden. 10 Prozent lernen sogar noch mehr. Nur jeder Vierte (28 Prozent) hat weniger Arbeit mit seinem Studium.

Dabei finden sich erhebliche Unterschiede zwischen Studienrichtungen und angestrebten Abschlüssen: Zwei von drei (67 Prozent) Juristen studieren 30 Stunden oder mehr pro Woche. Auch 63 Prozent der befragten Mediziner haben ein solch hohes Pensum. Deutlich geringer ist der Anteil stark ausgelasteter Studenten unter Wirtschaftswissenschaftlern (34 Prozent), Geistes- und Sozialwissenschaftlern (35 Prozent) sowie Kunst-, Musik- und Sportstudenten (38 Prozent) in der Umfrage. Je höher der akademische Abschluss, desto mehr Arbeit investieren die Studenten auch: 74 Prozent der Promovierenden und 60 Prozent der Staatsexamenskandidaten verbringen wöchentlich 30 Stunden oder mehr mit ihrem Studium. Unter Bachelor- und Masterstudenten sind es nur 36 und 34 Prozent.

Mehrheit legt Wert auf praktische Erfahrung durch Nebenjobs

„Der akademische Nachwuchs in Deutschland nimmt sein Studium sehr ernst. Er will mit einer guten Ausbildung die Grundlage für den späteren beruflichen Erfolg schaffen“, sagt Olaf Kempin, Co-Geschäftsführer und Gründer von univativ. „Allerdings ist theoretisches Wissen nur eine Voraussetzung für den Berufseinstieg. Es kommt ebenso darauf an, das Erlernte praktisch anzuwenden und berufliche Erfahrungen zu sammeln. Für viele Unternehmen ist dies mindestens so wichtig wie ein Einser-Abschluss.“

Das hat auch die Mehrheit der befragten Studenten erkannt: 69 Prozent arbeiten neben dem Studium. Von ihnen kommen 41 Prozent auf eine wöchentliche Arbeitszeit von 5 bis 10 Stunden und 37 Prozent arbeiten 11 bis 20 Stunden. 6 Prozent verbringen sogar mehr als 20 Stunden pro Woche mit dem Job.

Vielzahl an Verpflichtungen überfordert so manchen

Darüber hinaus engagiert sich jeder Sechste (17 Prozent) ehrenamtlich, in einem Umfang von wöchentlich etwa viereinhalb Stunden. 15 Prozent haben familiäre Verpflichtungen, die im Schnitt neun Stunden in Anspruch nehmen. Ein Praktikum machen 3,5 Prozent der Befragten. Bei so vielen Aufgaben ist es nicht verwunderlich, dass sich eine große Mehrheit der Studenten aus- oder überlastet fühlt. Knapp drei Viertel (73 Prozent) findet ihre Arbeitsbelastung angemessen, während fast jeder Fünfte (18 Prozent) überlastet ist. Nur 9 Prozent der befragten Studenten fühlen sich unterfordert.

Auch hier gibt es große Unterschiede nach Fachbereich: Während nur 5 Prozent der Studierenden in den Fächern Kunst, Musik und Sport überfordert sind, klagt mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Mediziner über ein zu hohes Pensum, gefolgt von 40 Prozent der Juristen und 25 Prozent der Naturwissenschaftler und Mathematiker. Überfordert fühlen sich auch vor allem Studenten, die auf ein Staatsexamen hinarbeiten (43 Prozent) oder promovieren (32 Prozent). Nicht ausgelastet hingegen sind fast jeder fünfte (19 Prozent) Kunst-, Musik- und Sportstudent sowie jeder zehnte (10 Prozent) IT’ler und Wirtschaftswissenschaftler.

„Viele Studenten tanzen auf mehreren Hochzeiten: Sie bemühen sich um gute Noten, sammeln Praxiserfahrung und müssen sich zusätzlich noch um ihre Studienfinanzierung kümmern. Das kann schnell zu Überforderung führen“, fügt Olaf Kempin hinzu. „Bevor man sich an den eigenen Ansprüchen aufreibt, ist es sinnvoll, Prioritäten zu setzen und nach Synergieeffekten zu suchen. Ein klug gewählter Nebenjob kann zum Beispiel gleichzeitig die Miete zahlen und auf den Berufseinstieg vorbereiten. Damit bleibt mehr Zeit für das Studium, Familie oder soziales Engagement.“

Über den unicensus kompakt

Der ,,unicensus kompakt" ist eine Blitzumfrage der univativ GmbH & Co. KG, Darmstadt. Der Personaldienstleister befragt dafür regelmäßig bundesweit rund 1.400 Studenten in Deutschland zu für sie relevanten Themen. Weitere Informationen im Internet unter www.unicensus.de.

univativ GmbH & Co. KG

Die univativ-Gruppe besteht aus den Kernmarken univativ und provativ.

univativ ist ein Personaldienstleister für die Vermittlung von Young Professionals in Unternehmen. univativ vermittelt seit 1998 erfolgreich studentische Fachkräfte und Berufseinsteiger zur Unterstützung des Projekt- und Tagesgeschäftes an mehr als 250 Kunden aller Branchen - darunter mehr als Dreiviertel der DAX-Konzerne. In bundesweit 14 Niederlassungen und einem Standort in der Schweiz mit insgesamt mehr als 1.200 Mitarbeitern pflegt univativ den persönlichen Kontakt zu Unternehmen und 7.000 Studenten und Absolventen an rund 120 renommierten Hochschulen.

provativ ist ein Personaldienstleister für die Vermittlung von erfahrenen, freiberuflichen IT-Experten in Projekte. provativ ist, genauso wie univativ, ein Tochterunternehmen der univativ-Gruppe und bundesweit in zwei Niederlassungen vertreten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.univativ.com sowie www.provativ.de.

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