Mittwoch, 22. Februar 2017


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Recht auf Sonderkündigung

Wenn Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erheben

(lifePR) (Leipzig, ) Vermehrt werden Stimmen laut, dass die gesetzlichen Krankenkassen mit dem einheitlichen Beitragssatz nicht mehr auskommen. Deshalb ziehen einige gesetzliche Krankenkassen die Erhebung eines Zusatzbeitrages in Betracht.

Mit der Erhebung eines Zusatzbeitrages steht den betroffenen Mitgliedern bis zur ersten Fälligkeit dieses zusätzlichen Beitrages das Recht auf Sonderkündigung zu. Über dieses Recht hat die Kasse ihre Mitglieder mindestens einen Monat vor dem Zeitpunkt der ersten Zahlungsverpflichtung zu informieren. Versäumt sie diese Hinweispflicht, verschiebt sich die Erhebung des Zusatzbeitrages und die Frist für das Sonderkündigungsrecht um den entsprechenden Zeitraum. Sofern das Kündigungsrecht in Anspruch genommen wird, muss der Zusatzbeitrag im Kündigungszeitraum nicht bezahlt werden.

Das Sonderkündigungsrecht ist für wechselwillige Versicherte interessant, die noch keine 18 Monate in ihrer Krankenkasse versichert sind. Denn diejenigen, die bereits 18 Monate in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind und damit die Bindungsfrist erfüllt haben, können jederzeit eine andere gesetzliche Krankenkasse wählen.

Wer allerdings einen Wahltarif bei seiner Krankenkasse abgeschlossen hat, dem steht dagegen kein Sonderkündigungsrecht zu. Denn er hat sich damit für eine bestimmte Zeit an seine Kasse gebunden.

Besteht das Interesse an einem Kassenwechsel empfiehlt es sich, die Kündigungsfrist voll auszureizen und den Markt genau zu beobachten. Denn noch ist unklar, welche der gesetzlichen Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erheben werden.

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