Mittwoch, 25. April 2018


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Erst krank - und dann finanziell in Not?

Worauf es beim Krankengeld ankommt

Leipzig, (lifePR) - Lesertelefon mit Experten für Sozialrecht der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland UPD

Donnerstag, 25. August 2016, 15 bis 18:30 Uhr

Kostenfrei unter der Rufnummer 0800 – 5 33 22 11

Wer krank wird, möchte vor allem eines: möglichst schnell wieder gesund werden und an den Arbeitsplatz oder in den Alltag zurückkehren. Dauert eine Krankheit aber länger, geht es neben der medizinischen Versorgung immer auch um die Frage der finanziellen Sicherheit. Schließlich laufen Miete, Lebenshaltungskosten und andere finanzielle Verpflichtungen weiter. In den ersten sechs Wochen erhalten Arbeitnehmer weiterhin ihr Gehalt vom Arbeitgeber ausgezahlt. Wer noch länger arbeitsunfähig ist, hat als Angestellter Anspruch auf Krankengeld, das von der Krankenkasse gezahlt wird. Doch immer wieder kommt es bei der Beantragung der Leistungen und der Verlängerung der Arbeitsunfähigkeit zu Problemen, die eine Auszahlung des Krankengelds gefährden. Damit die finanzielle Existenzgrundlage während der Krankheitsdauer gesichert bleibt, informieren Experten der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland UPD am Lesertelefon.

Dauer und Höhe des Krankengelds sind begrenzt

Insgesamt 78 Wochen sind krankenversicherte Angestellte finanziell abgesichert, wenn sie arbeitsunfähig sind. In den ersten sechs Wochen beziehen sie ihr Gehalt vom Arbeitgeber, bevor danach für die folgenden maximal 72 Wochen die Krankenkasse einspringt. Die Dauer verlängert sich nicht, wenn eine weitere Erkrankung hinzukommt. Hinzu kommt: Insgesamt ist die Dauer auf 78 Wochen für dieselbe Krankheit innerhalb eines Zeitraums von maximal drei Jahren begrenzt. Nach Ablauf dieser 78 Wochen muss man sich einen erneuten Anspruch auf Krankengeld mit einer Erwerbstätigkeit von mindestens sechs Monaten „erarbeiten“. Begrenzt ist auch die Höhe des Krankengelds: Mit 70 Prozent vom letzten Bruttoeinkommen, maximal aber 90 Prozent des Nettogehalts, fällt das Krankengeld niedriger aus als das gewohnte Einkommen. Dafür müssen während der Dauer der Arbeitsunfähigkeit keine Beiträge für die Krankenversicherung gezahlt werden.

Betroffene haben Rechte – und Pflichten

Das Recht auf Krankengeld ist gesetzlich verankert und klar geregelt. Doch auch die Betroffenen müssen die gesetzlichen Bestimmungen einhalten. So verpflichtet sie der Gesetzgeber zu einer umfassenden Mitwirkungspflicht: Zunächst einmal muss ein Betroffener lückenlos nachweisen, dass er arbeitsunfähig ist, indem er sich um eine so genannte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung kümmert. Lückenlos bedeutet: Der Arzt muss spätestens am nächsten Werktag nach dem zuletzt bescheinigten Ende der Arbeitsunfähigkeit eine neue Krankschreibung ausstellen, wobei Samstage nicht als Werktage gelten. Eine rückwirkende Bescheinigung wird von den Krankenkassen regelmäßig nicht anerkannt. Mögliche Folge: Der Anspruch auf Fortzahlung des Krankengelds erlischt, obwohl die Krankheit weiterhin andauert. Doch die Mitwirkungspflicht der Versicherten geht noch weiter: Hat die Krankenkasse Zweifel, dass die

Arbeitsunfähigkeit berechtigt ist, kann sie sich an den Medizinischen Dienst der Krankenkassen wenden, um ein unabhängiges Gutachten erstellen zu lassen. Sie kann aber auch einen Antrag auf eine vorsorgliche Reha-Maßnahme verlangen, um einen dauerhafte Erwerbsunfähigkeit des Versicherten zu verhindern.

Kostenloser Expertenrat gibt Hilfestellungen

Wer stellt den Antrag auf Krankengeld – und wann genau muss das geschehen? Was passiert, wenn es zu einer Lücke bei der Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit kommt? Wie erfährt die Krankenkasse von der Höhe meines Einkommens? Muss ich einen Reha-Antrag stellen, wenn die Krankenkasse das verlangt? Kann ich in Urlaub fahren, während ich Krankengeld beziehe? Was geschieht, wenn ich nach 78 Wochen immer noch nicht arbeiten kann?

Antworten auf Ihre Fragen rund ums Thema Krankengeld gibt es am Lesertelefon – von Experten der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD):


Daniel Eberlein; Experte für Sozial- und Krankenversicherungsrecht
Ariane von Bielinski; Juristin der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD)
Sven Ronny Pfeifer; Experte für Sozial- und Krankenversicherungsrecht
Sascha Meier; Experte für Sozial- und Krankenversicherungsrecht


Rufen Sie an! Am Donnerstag, den 25. August 2016 zwischen 15 und 18.30 Uhr.

Der Anruf unter 0800 – 5 33 22 11 ist aus allen Netzen gebührenfrei.

Unabhängige Patientenberatung Deutschland - UPD gGmbH / Beratungsstelle Leipzig

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) berät im gesetzlichen Auftrag nach Sozialgesetzbuch (SGB) V zu gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen sowie sozialrechtlichen Fragen. Die Beratung ist unabhängig und neutral, qualitätsgesichert, verständlich und kostenfrei - egal ob Ratsuchende gesetzlich, privat oder nicht krankenversichert sind. Die geschulten Berater stehen per Telefon, E-Mail oder vor Ort zur Verfügung.

Weitere Informationen unter www.patientenberatung.de.

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