Mittwoch, 20. Juni 2018


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Lufthansa-Management erhöht den Druck bei den Tarifverhandlungen mit der UFO

Mörfelden-Walldorf, (lifePR) - Die Verhandlungen zwischen der Deutsche Lufthansa AG und der Kabinengewerkschaft UFO sind am 23.07.2010 ergebnislos zu Ende gegangen. Im Frühjahr 2010 hatte das Management der Deutsche Lufthansa AG kurzfristig eine zusätzliche Erhöhung der Arbeitsbelastung für die Kabinenmitarbeiter beschlossen. Außerder Bestätigung, diese nur als eine "nicht anzurechnende" Produktivitätssteigerung zu betrachten und mit der darüber hinausgehenden Bekräftigung der beschlossenen Sparvorgaben aus dem Krisenjahr 2009 gab es nichts Neues. Zentrale Forderungen der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation nach Entlastungen im Arbeitsalltag des Kabinenpersonals wurden entweder abgelehnt oder lediglich kosmetisch bedient.

Bei den kommenden Verhandlungen am 30. und 31.08. muss der seitens der Lufthansa geforderte exorbitante Sparbeitrag für die Kabinenbeschäftigten substanziell verringert werden. Die Lufthansa besteht bisher weiterhin auf einer Absenkung der Lohnkosten um circa zehn Prozent.

Die zentrale Forderung der UFO nach einer Verringerung der Belastung muss sich in einem verbesserten Angebot der Arbeitgeberseite wiederspiegeln. Aktuell entstehen enorme Belastungen vor allem durch eine nahezu kontinuierliche Instabilität der Einsatzpläne, eine 55-Stunden-Woche, 14-Stunden-Schichten ohne Pausen und einer gekürzten Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Sollte es bis zum 6. September zu keiner nennenswerten Annäherung zwischen den Verhandlungspartnern kommen, hat die UFO-Tarifkommission bereits beschlossen, in der Zeit vom 7.9. bis 14.9.2010 die Mitarbeiter der Kabine bei der Lufthansa zu Warnstreiks aufzurufen.

Der Sprecher der UFO-Tarifkommission Nicoley Baublies erläutert hierzu: "Die wirtschaftliche Situation hat sich im Lufthansa-Konzern im Laufe des Jahres 2010 verbessert - aktuelle Zahlen der LH bestätigen dies - so dass wir unseren Mitgliedern, die in den ersten sechs Jahren nur etwa 1.500,- Euro brutto verdienen, eine derartige Minusrunde ohne erkennbare Entlastung keinesfalls zumuten können und wollen. Ein weiteres Thema, das endlich vorangetrieben werden muss, sind die Spesen, die für die im Flugeinsatz entstandenen Verpflegungsmehraufwendungen gezahlt werden. Diese wurden nicht einmal an die Inflation angepasst und sind seit 1998 unverändert."

In den letzten Tagen hat die Lufthansa in der Öffentlichkeit mehrfach auf die angeblichen Nullrunden der anderen Beschäftigungsgruppen im Konzern hingewiesen. Die Vereinigung Cockpit (VC) akzeptierte nur deshalb eine vermeintliche Nullrunde, weil ihr wichtigstes politisches Ziel, der sogenannte Konzerntarifvertrag, erneuert, bekräftigt und als Tarifvertrag festgeschrieben wurde. Ohne diese Regelung, die Wachstumsgarantien und Vergütungsbedingungen im Sinne der VC beschreibt, sowie weitere Verbesserungen, etwa bei der Übergangsversorgung, hätte es seitens der VC niemals irgendwelche Zugeständnisse gegeben.

"Das Ergebnis der Schlichtung unter Herrn von Dohnany ist demzufolge ein Erfolg für die Kollegen im Cockpit; dass sich die Lufthansa nur die kurzfristigen finanziellen Einsparungen der Schlichtung anschaut und kommuniziert, ist schlicht und einfach unsauber", so Baublies weiter.

Die Ausgangssituation bei den entsprechenden Tarifverträgen war für die ver.di eine ganz andere, so hatte sie diese in der Krise nicht einmal gekündigt. Die Kollegen des Bodenpersonals sind bereits durch Gesetze geschützt, die für das fliegende Personal keine Anwendung finden. Sie waren zusätzlich in einigen Konzernbereichen akut von Arbeitsplatzverlusten durch die massive Ausweitung der Leiharbeit bedroht. Diese Bedrohung wurde in der Boden-Nullrunde zu Gunsten der Bodenbeschäftigten abgewendet.

"Für die Kabine muss kein Krisentarifvertrag ausgehandelt werden; die Prognosen für das kommende Jahr weisen auf deutliche Zuwächse hin, deshalb werden auch 1.600 neue Flugbegleiter eingestellt.", so Baublies abschließend.

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