München gibt dem Klimaschutz das Ja-Wort

Votum für Kohleausstieg der Stadt ist starkes Signal an die nächste Bundesregierung

(lifePR) ( München, )
Der Münchner Bürgerentscheid „Raus aus der Steinkohle“ ist mit mehr als 60 Prozent Zustimmung erfolgreich. Die klare Mehrheit der Wählerinnen und Wähler spricht sich damit für eine frühzeitige Stilllegung des Heizkraftwerks Nord 2 im Jahr 2022 aus.

„Zu Beginn des Weltklimagipfels sendet Deutschlands drittgrößte Stadt ein starkes Signal an die angehende Bundesregierung: Lippenbekenntnisse zum Klimaschutz reichen nicht aus“, kommentiert Franziska Buch, Referentin für Energie und Klima beim Umweltinstitut München. „Die Jamaika-Koalition muss nun nachziehen und Eckpunkte für den bundesweiten Kohleausstieg vorlegen.“

Derzeit verbrennen die Stadtwerke München im Block 2 ihres Heizkraftwerks Nord etwa 800.000 Tonnen Steinkohle pro Jahr. Durch die frühzeitige Stilllegung können im Vergleich zu einer Abschaltung am Ende der technischen Lebensdauer etwa acht Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

„Die Stadt hat jetzt wieder eine Chance, die selbstgesteckten Klimaziele zu erreichen und damit einer Blamage zu entgehen“, so Buch weiter. „Der Ausgang des Bürgerentscheids zeigt: Die Münchnerinnen und Münchner sehen die Politik in der Verantwortung für effektiven Klimaschutz.“

Mit dem Bürgerentscheid ist der Stadtrat als Eigentümer der Stadtwerke nun aufgerufen, die Stilllegung des Steinkohlekraftwerks anzuordnen. Das Bürgervotum ist für ein Jahr bindend. Vergangene Fälle wie der Bürgerentscheid zur dritten Startbahn des Münchner Flughafens haben gezeigt, dass sich der Stadtrat dem Willen der Bevölkerung auch über diese Frist hinaus verpflichtet fühlt.
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