Mittwoch, 22. November 2017


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Aktien Europa: Erholung zum Jahresende

Frankfurt am Main, (lifePR) - Europäische Aktien standen in den letzten Monaten unter dem starken Einfluss der Notenbanken. Die lockere Geldpolitik in Europa und die ultra-expansiven Maßnahmen in Japan haben die Anleger immer weniger auf die fundamentalen Daten der Papiere schauen lassen. Nach der Ankündigung von US-Notenbankchef Ben Bernanke im Mai, dass ein Ende der Liquiditätsschwemme bevorstehen könnte, wechselte der Markt die Richtung. "Aktien wurden zunehmend attraktiver. Auch die Bestrebungen von Japans Premierminister Shinzo Abe, die geldpolitischen Maßnahmen noch mehr auszuweiten, haben dazu beigetragen, dass seit Anfang April die Fundamentaldaten weniger berücksichtigt werden", erklärt Maximilian Anderl, Manager des UBS European Opportunity Unconstrained bei UBS Global Asset Management (Zürich).

Die Märkte in Europa zeigen sich durchaus attraktiv: Das reale Bruttoinlandsprodukt ist zwar im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent gesunken, jedoch sind auch die Arbeitslosenzahlen in der Eurozone rückläufig. Die Umsätze im Einzelhandel sind in den vergangenen Monaten gestiegen. Auch die Wirtschaftsstimmungsindikatoren zeigen seit Oktober 2012 einen positiven Verlauf, mit einem kleinen Einbruch im April 2013 (Quelle: Bloomberg).

Lohnt sich der Einstieg in den europäischen Aktienmarkt noch? Der UBS-Experte ist davon überzeugt: "Wir stehen meines Erachtens noch nicht vor einer Trendwende. Diese dürfte sich erst abzeichnen, wenn die Zentralbanken sich dauerhaft und auf unbestimmte Zeit aus der momentan unbegrenzten Liquiditätsschöpfung herausziehen und die Zinsen erhöhen." Der Fondsmanager geht davon aus, dass es bis dahin noch ein gutes Stück des Weges ist und gibt für die Aktienmärkte vorerst Entwarnung. Gefragt nach den Bewertungsdifferenzen, die der Markt gerade für Europa, Asien und die USA zeigt, bleibt der Experte gelassen. "Europa ist nach wie vor günstig bewertet. Die besten Gewinnaussichten haben aber in vielen Sektoren diejenigen Unternehmen, die in den USA oder Asien gut positioniert sind", meint Anderl.

Gefragt nach den Perspektiven für den europäischen Aktienmarkt in 2013 sagt Fondsmanager Anderl: "Über die Sommerwochen dürften die Kurse leicht nachgeben. Das ist vor allem in den wieder aufkommenden Sorgen über die Stabilität in der Eurozone begründet. Zum Jahresende hin sollte sich die Lage jedoch wieder erholen." Er geht davon aus, dass aus heutiger Sicht der deutsche Aktienindex DAX das Kalenderjahr mit einem Stand von etwa 7.800 Punkten beenden könnte.

Fondsmanagerinterview: Europäische Aktien und Derivate, aktiv gemanagt

Die aktuelle Situation im Euroraum - Schuldenkrise, langsames Wirtschaftswachstum, Niedrigzinsumfeld - hat für Aktieninvestoren auch Vorteile. In vielen Fällen sind die Papiere unterbewertet; gerade in den Peripherieländern bieten sich oft gute Renditechancen. Für die Wahl der Aktientitel ist ein geschultes Auge jedoch unabdingbar. Denn die Kurse steigen nicht immer, manchmal fallen sie auch. Das nutzt Fondsmanager Maximilian Anderl, der im UBS European Opportunity Unconstrained Aktien und Derivate einsetzt, um im besten Fall eine Mehrrendite bei gleichem Risiko zu erzielen.

Herr Anderl, wie sieht die Zusammensetzung Ihres Fonds aus?

Wir investieren für den European Opportunity Unconstrained Fund in Aktien und Derivate, also Long- und Short-Positionen großer, mittlerer und kleiner Unternehmen aus Europa. Mit einem breit gestreuten Portfolio aus 50 bis 100 Einzeltiteln ermöglichen wir einen unbeschränkten Zugang zum europäischen Aktienmarkt. Durch den flexiblen, dynamischen Managementansatz können wir sowohl von steigenden als auch von fallenden Kursen profitieren. Das Verhältnis zwischen Long- und Short-Positionen im Portfolio beträgt in der Regel 60 zu 40; es kann aber auch nach Bedarf angepasst werden. Dieser Ansatz unterscheidet sich grundsätzlich von anderen europäischen Aktienfonds und der Benchmark.

Was ist Ihnen bei der Auswahl der einzelnen Positionen besonders wichtig?

Wir bevorzugen Unternehmen mit solidem Wachstum und gesunden Bilanzen, die somit einen gewissen Schutz vor Volatilität und Verlusten bieten. Bei der Auswahl arbeiten wir nach dem Ansatz des "konzentrierten Alpha-Investment", der aus einem fundamentalen, qualitativen und quantitativen Research besteht. Dabei greifen wir auf den umfangreichen Wissenspool der UBS zurück, der beispielsweise die Fundamentaldaten von über 20.000 Unternehmen weltweit beinhaltet. Zudem werden wir von einem globalen Netz aus Analysten und Experten unterstützt, managen den Fonds aber vollkommen unabhängig. So können wir wie eine kleine Investmentboutique flexibel arbeiten.

Welche Sektoren oder Länder sind für Sie derzeit attraktiv?

Als Stockpicker suchen wir gezielt einzelne Aktien aus. Danach gewichten wir die Sektoren nach Risikoaspekten. Im Portfolio befinden sich dadurch die meiste Zeit ausgewogen Papiere von zyklischen und defensiven Sektoren. Bei den zyklischen Sektoren sind derzeit Versicherungsunternehmen attraktiv. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe hingegen haben wir seit längerer Zeit untergewichtet. Die Ländergewichtung ergibt sich aus der Einzeltitelauswahl und den Sektorenschwerpunkten. Allerdings haben die meisten europäischen Unternehmen wenig Bezug zu ihrem Heimatland und erzielen durchschnittlich etwas mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes außerhalb von Europa.

Welche Entwicklung auf den europäischen Aktienmärkten beschäftigt Sie gerade besonders? Welche Anlageidee bereiten Sie daraus vor?

Wir konzentrieren uns bei der Titelauswahl auf Gelegenheiten und lassen uns von der Nachrichtenlage nur begrenzt in unseren Entscheidungen beeinflussen. Dennoch - die niedrigen kurzfristigen Zinssätze sind äußerst bemerkenswert. Die langfristigen Verzinsungen sind zwar zuletzt gestiegen. Aber für die kurzfristigen Zinsen erwarten wir in naher Zukunft kein Steigerungspotenzial. Im Gegenteil - weltweit sinken die Zinssätze. Deshalb halten wir an Titeln aus dem Gesundheitswesen fest, da sie nach unserem Erachten vernünftig bepreist sind und eine dividendenstarke Anlage darstellen. Wir erwarten, dass die Volatilität in allen Anlageklassen hoch bleibt. Auch wenn Volatilität mögliche Gefahren birgt, kann sie jedoch auch Gelegenheiten mit sich bringen, wenn gute Unternehmen zu attraktiven Kursen erworben werden können.

Für Marketing- und Informationszwecke von UBS. UBS Fonds nach luxemburgischem Recht. Vertreter in Deutschland für UBS Fonds ausländischen Rechts: UBS Deutschland AG, Bockenheimer Landstrasse 2-4, 60306 Frankfurt am Main. Investitionen in diesem Produkt sollten nur nach gründlichem Studium des aktuellen Prospekts erfolgen. Prospekte, wesentliche Anlegerinformationen, die Satzung bzw. Vertragsbedingungen sowie die Jahres- und Halbjahresberichte der UBS Fonds können kostenlos bei UBS Deutschland AG bzw. bei UBS Global Asset Management (Deutschland) GmbH, Bockenheimer Landstraße 2-4, 60306 Frankfurt am Main angefordert werden. Anteile der erwähnten UBS Fonds dürfen innerhalb der USA weder angeboten noch verkauft oder ausgeliefert werden. Die genannten Informationen sind weder als Angebot noch als Aufforderung zum Kauf bzw. Verkauf irgendwelcher Wertpapiere oder verwandter Finanzinstrumente zu verstehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Die dargestellte Performance lässt mögliche bei Zeichnung und Rücknahme von Anteilen erhobene Gebühren und Kosten unberücksichtigt. Gebühren und Kosten wirken sich nachteilig auf die Performance aus. Sollte die Währung eines Finanzprodukts oder einer Finanzdienstleistung nicht mit Ihrer Referenzwährung übereinstimmen, kann sich die Rendite aufgrund der Währungsschwankungen erhöhen oder verringern. Diese Informationen berücksichtigen weder die spezifischen oder künftigen Anlageziele noch die steuerliche oder finanzielle Lage oder die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Empfängers. Dieses Dokument enthält "zukunftsgerichtete Aussagen", die unter anderem, aber nicht nur, auch Aussagen über unsere künftige Geschäftsentwicklung beinhalten. Während diese zukunftsgerichteten Aussagen unsere Einschätzung und unsere Geschäftserwartungen ausdrücken, können verschiedene Risiken, Unsicherheiten und andere wichtige Faktoren dazu führen, dass die tatsächlichen Entwicklungen und Resultate sich von unseren Erwartungen deutlich unterscheiden. Die Angaben in diesem Dokument werden ohne jegliche Garantie oder Zusicherung zur Verfügung gestellt, dienen ausschließlich zur Informationszwecken und sind lediglich zum persönlichen Gebrauch des Empfängers bestimmt. Quelle für sämtliche Daten und Grafiken (sofern nicht anders vermerkt): UBS Global Asset Management.

UBS Deutschland AG

UBS Global Asset Management, ein Unternehmensbereich von UBS, ist ein bedeutender Vermögensverwalter mit gut diversifizierten Geschäftssparten über verschiedene Regionen, Aktivitäten und Vertriebskanäle hinweg. Wir bieten Anlagelösungen und -stile in allen wichtigen traditionellen und alternativen Anlagekategorien. Hierzu zählen Aktien, Anleihen, Devisen, Hedge Fonds, Immobilien-, Infrastruktur- und Private-Equity-Anlagen, die auch zu Multi-Asset-Strategien zusammengefasst werden können.

Mit Stand zum 31. Dezember 2012 verwaltet UBS Global Asset Management ein Kundenvermögen in Höhe von rund 581 Milliarden CHF. Das Unternehmen ist weltweit eines der größten "Fund of Hedge Funds"-Anleger und Immobilien-Vermögensverwalter. Mit rund 3.800 Mitarbeitern in 24 Ländern ist UBS Global Asset Management ein globales Unternehmen, das über Geschäftsstellen in London, Chicago, Frankfurt, Hartford, Hongkong, New York, Paris, Singapur, Sydney, Tokio und Zürich verfügt.

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