Mittwoch, 22. November 2017


  • Pressemitteilung BoxID 510068

Verhandlungen nach Ankündigung im Juni erfolgreich abgeschlossen: TUI AG und TUI Travel PLC Management entscheiden sich für Zusammenschluss

Führender integrierter Touristikkonzern der Welt im Entstehen

Hannover/London, (lifePR) - .
- Synergie- und Kosteneinsparungspotential von 45 Millionen auf mindestens 65 Millionen Euro pro Jahr angehoben / Steuereinsparungen* von 35 Millionen Euro bestätigt
- Integrierter Touristikkonzern verbessert Kapazitätsauslastung und forciert Tempo des Content-Wachstums von 30 auf 60 zusätzliche Hotels / Erweiterung der TUI AG Kreuzfahrtflotte auf insgesamt zwölf Schiffe
- Attraktive Dividendenpolitik der TUI Travel soll für neuen TUI Konzern Maßstab sein
- Der Hauptversammlung der TUI AG Aktionäre soll bereits für das Geschäftsjahr 2013/14 eine Steigerung der Dividende von 15 auf 33 Cent je Aktie vorgeschlagen werden
- Prof. Dr. Klaus Mangold bis 2016 Aufsichtsratsvorsitzender / Peter Long soll Nachfolger werden
- Fritz Joussen ab 2016 alleiniger Vorstandsvorsitzender / Zuvor Doppelspitze Joussen/Long
- TUI bleibt deutsche Aktiengesellschaft mit Sitz in Hannover/Berlin
- Börsenlisting im FTSE 100 in London / Zusätzliche Notierung in Euro im Freiverkehr der Frankfurter Börse
- Aktionäre entscheiden Ende Oktober in außerordentlichen Hauptversammlungen

Der Vorstand der TUI AG, Europas größter Ferienhotelier, und die unabhängigen Direktoren ("Independent Directors") des führenden europäischen Reiseveranstalters TUI Travel PLC haben eine Einigung erzielt, die Unternehmen unter einem Dach zusammenzuschließen. Es würde so der führende integrierte Touristikkonzern der Welt entstehen. Nach der ersten Ankündigung der Planungen am 27. Juni 2014 wurden die Verhandlungen jetzt erfolgreich abgeschlossen. Die Managements beider Unternehmen haben die Bedingungen für einen Zusammenschluss verbindlich vereinbart. Der Zusammenschluss bringt erhebliche strategische Vorteile und ein signifikantes Synergiepotential. Der neue Konzern hat die Prognose für die möglichen Synergien und Kosteneinsparungen von 45 Millionen auf mindestens 65 Millionen Euro jährlich angehoben. Darüber hinaus wurden die Steuereinsparungen* in Höhe von 35 Millionen Euro bestätigt. Die Kosteneinsparungen, steuerliche Vorteile, eine verbesserte Auslastung der eigenen Hotel- und Kreuzfahrt-Kapazitäten und ein beschleunigtes WaHannover/Lond sich bereits im ersten vollen Geschäftsjahr auswirken und das Ergebnis pro Aktie erhöhen. Darüber hinaus wird erwartet, dass den Aktionären der "neuen TUI" eine deutlich attraktivere Dividende gezahlt werden kann. Sie soll dem Dividendenniveau der heutigen TUI Travel PLC entsprechen. Der Zusammenschluss und die dann folgenden Schritte stehen unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Aktionäre. Beide Unternehmen planen dafür außerordentliche Hauptversammlungen für Ende Oktober 2014. Die TUI AG hält heute 54,5 Prozent an der TUI Travel PLC. Mindestens 75 Prozent des Kapitals und 50 Prozent der anwesenden anderen Aktionäre der TUI Travel PLC müssen dem Zusammenschluss zustimmen, sowie 75 Prozent der Aktionäre der TUI AG den dafür erforderlichen Kapitalerhöhungen.

Fritz Joussen, Vorstandsvorsitzender der TUI AG: "Wir haben die Verhandlungen zielstrebig, ernsthaft und fair geführt und sie erfolgreich abgeschlossen. Das Ergebnis ist ein klares und gemeinsames Bekenntnis zum Zusammenschluss der Unternehmen. Die Einsparpotentiale sind deutlich höher als zu Beginn der Verhandlungen angenommen. Die neue TUI wird der führende integrierte Touristikkonzern der Welt und sie wird innovativer Vorreiter der Branche. Wir werden bei Wachstum, Qualität und Markenversprechen neue Maßstäbe in unserer Industrie setzen und erhebliche Möglichkeiten für die Aktionäre, die Kunden und unsere Mitarbeiter schaffen. Die Aktionäre profitieren von schnellerem Wachstum, höheren Margen und einer attraktiven Dividendenpolitik. Unsere Kunden erhalten einen in dieser Form bislang nie dagewesenen Zugang zu exklusiven Produkten und Services und damit zu individuellen und einzigartigen Urlaubserlebnissen rund um den Globus. Und den weltweit 74.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in rund 130 Ländern bieten sich ganz neue Entwicklungs- und Karriereperspektiven. Die TUFritz Jo d ein durch und durch internationaler Konzern und damit auch einer der internationalsten Arbeitgeber in Europa."

Die Vereinbarung sieht vor, dass der Zusammenschluss über einen Aktientausch erfolgt. Die heutigen Minderheitsaktionäre der TUI Travel PLC erhalten wie schon im Juni angekündigt für jeden gehaltenen Anteilsschein 0,399 Aktien der TUI AG. Für die gesamte Transaktion ergibt sich somit ein Wert von rund 3,0 Milliarden Euro. Basierend auf dem Schlusskurs vom 12. September 2014 hätte der neue Konzern eine Marktkapitalisierung von rund 6,5 Milliarden Euro.

Synergien und Kosteneinsparpotential von 45 Millionen auf mindestens 65 Millionen Euro pro Jahr angehoben / Steuereinsparungen* in Höhe von 35 Millionen Euro bestätigt

Der Zusammenschluss der beiden Unternehmen bietet substantielles Potential für Wertsteigerungen durch Einsparungen, Synergien und Steueroptimierungen. Insgesamt wurde das Potential für Synergien und Einsparungen von 45 Millionen auf mindestens 65 Millionen Euro pro Jahr angehoben. Allein durch die Vereinfachung der Konzernstrukturen können die Kosten um rund 45 Millionen Euro im Jahr gesenkt werden. Darüber hinaus wurde weiteres Synergiepotential identifiziert: Durch die Integration der "Inbound Services" (die Reise-Dienstleistungen in den Urlaubsländern) in den Reiseveranstalter lassen sich weitere 20 Millionen Euro jährlich einsparen. Die Inbound Services sind derzeit im Segment "Accommodation & Destinations" aufgehängt, das gemeinsam mit dem Bereich "Specialist & Activity" in eine eigene Einheit ausgegliedert, weiterentwickelt und im Wert gesteigert werden soll.

Wiederkehrende steuerliche Vorteile, die sich aus der Zusammenlegung der beiden Konzerne ergeben, ermöglichen die Nutzung steuerlicher Verlustvorträge und eine effizientere konzernweite steuerliche Ausrichtung. Im Geschäftsjahr 2012/13 wären nach den steuerlichen Berechnungen des TUI Konzerns zahlungswirksame Steuervorteile in Höhe von 35 Millionen Euro erzielt worden, wenn der Zusammenschluss der Unternehmen zu diesem Zeitpunkt bereits vollzogen gewesen wäre.

Integrierter Tourismuskonzern verbessert Kapazitätsauslastung und forciert Tempo des Content-Wachstums von 30 auf 60 zusätzliche Hotels / Erweiterung der TUI AG Kreuzfahrtflotte auf insgesamt zwölf Schiffe

Mit dem Zusammenschluss erhält der neue TUI Konzern ein vollständig vertikal integriertes Geschäftsmodell mit Services aus einer Hand: von der Beratung und Buchung, über Flüge mit den sechs eigenen Airlines des Konzerns mit 140 Flugzeugen bis zu eigenen Hotels, Resorts und Kreuzfahrtlinien. Kunden des Mainstreambereichs bekommen exklusiven Zugang zu den eigenen Hotelangeboten mit Premium-Marken wie Riu und Robinson sowie den Kreuzfahrtflotten von TUI Cruises und Hapag-Lloyd. Die vertikale Integration erlaubt somit, individuelle und maßgeschneiderte Urlaubsangebote für die Kunden zu entwickeln und zu vermarkten. Gleichzeitig werden die eigenen Kapazitäten der Bereiche Hotels & Resorts und Kreuzfahrten deutlich besser ausgelastet. Dies gilt auch für die geplanten neuen Hotel- und Club-Projekte und Kreuzfahrtschiffe der "Mein Schiff"-Flotte, bei denen sich durch die vertikale Integration das Auslastungsrisiko erheblich reduziert.

Der neue Konzern plant, das Hotelportfolio von heute über 230 Hotels und Resorts auszubauen. Zusätzlich zur bereits angekündigten Erweiterung um rund 30 Hotels bei Riu und Robinson sollen 30 weitere Häuser entstehen. Darüber hinaus wächst die "Mein Schiff"-Flotte bis 2017 auf sechs moderne Kreuzfahrtschiffe an. Zusätzlich besteht die Option auf zwei weitere Schiffe, mit denen die TUI Cruises Flotte langfristig auf insgesamt acht Kreuzfahrtschiffe anwachsen würde. Einschließlich der Premium- und Expeditionsschiffe von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten würde die Kreuzfahrtflotte der TUI AG dann auf insgesamt zwölf Schiffe erweitert. Durch den verstärkten Ausbau der Kapazitäten stellt der Konzern Weichen, um bei Kunden und Umsatz weiter zu wachsen. Die Zusammenführung der Geschäfte von TUI AG und TUI Travel garantiert dazu Markt- und Kundenzugang.

Steigerung des Ergebnisses je Aktie schon ab dem ersten vollen Geschäftsjahr

Das beschleunigte Wachstum, der Ausbau des eigenen Hotel- und Kreuzfahrtportfolios und ein verbessertes Margenprofil werden sich positiv auf das Ergebnis auswirken. Das Management erwartet, dass das Ergebnis je Aktie bereits ab dem ersten vollen Geschäftsjahr des Zusammenschlusses gesteigert werden kann. "Vorteile aus dem Zusammenschluss können sehr zügig generiert werden. Schon ab dem ersten vollen Geschäftsjahr des Zusammenschlusses wird sich das bereinigte Ergebnis je Aktie erhöhen. Sowohl für die Aktionäre der heutigen TUI AG als auch für die TUI Travel PLC Anteilseigner schafft der Zusammenschluss damit sichtbar Wert", so Joussen.

Attraktive Dividendenpolitik / TUI Travel Dividende als künftiger Maßstab

Nach dem Zusammenschluss soll die Dividendenpolitik überprüft werden. Vor dem Hintergrund der erwarteten Wachstumsperspektiven sollen sich künftige Dividenden an der aktuellen Ausschüttungspolitik der TUI Travel PLC orientieren, einschließlich der entsprechenden Höhe der Dividende. Für das aktuelle Geschäftsjahr 2013/14 geht TUI Travel davon aus, dass sie noch vor Vollzug des geplanten Zusammenschlusses eine weitere Zwischendividende in Höhe von 20,5 britischen Pence ankündigen wird. Die TUI AG plant der Hauptversammlung im Februar 2015 für das aktuelle Geschäftsjahr 2013/14 eine Erhöhung der Dividende um 18 Cent auf 33 Cent je Aktie vorzuschlagen.

Strategische Eckpunkte der Vereinbarung vom 27. Juni 2014 bleiben unverändert - starkes Führungsteam setzt Arbeit fort

Neben den bereits erwähnten strategischen Maßnahmen bleiben auch die weiteren Eckpunkte der ersten Ankündigung vom 27. Juni 2014 unverändert. Der neue Konzern wird als AG mit dualer Führungs- und Kontrollstruktur weitergeführt und hat seinen Sitz in Deutschland. Vorstand und Aufsichtsrat werden erweitert. Der erweiterte Vorstand soll sich aus drei Vorstandsmitgliedern der TUI AG (Friedrich Joussen, Horst Baier, Sebastian Ebel) und drei Mitgliedern der TUI Travel (Peter Long, Johan Lundgren, William Waggott) zusammensetzen. Die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder soll von 16 auf 20 ansteigen. Der Aufsichtsrat würde sich dann aus zehn Aktionärsvertretern und zehn Vertretern der Arbeitnehmerseite zusammensetzen. Neben dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Frank Jakobi wird Sir Michael Hodgkinson weiterer Stellvertreter. Darüber hinaus ist vorgesehen, dass das starke Führungsteam nach dem Zusammenschluss eine erfolgreiche Integration gewährleistet und den Konzern in die Zukunft führt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Prof. Dr. Klaus Mangold, wird das Integration ComNeben de es Aufsichtsrates leiten, das den Vorstand berät und aktiv begleitet. Fritz Joussen und Peter Long sollen die neue TUI AG als Co-Vorstandsvorsitzende bis Februar 2016 führen. Danach wird Fritz Joussen alleiniger Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Peter Long soll zu diesem Zeitpunkt in den Aufsichtsrat wechseln und die Nachfolge von Prof. Dr. Klaus Mangold antreten. Dessen Amtszeit endet regulär mit dem Ende der Hauptversammlung im Februar 2016.

Börsenlisting im FTSE 100 in London / zusätzliche Notierung in Euro im Freiverkehr der Frankfurter Börse

Nach dem Zusammenschluss wird der Konzern im Premium-Segment der Londoner Wertpapierbörse notieren. Dort wird auch eine Aufnahme in die FTSE UK Indexserie, die auch den FTSE 100 enthält, angestrebt. Das für den Aktienindex zuständige FTSE Nationality Advisory Committee hat bereits angekündigt, dass die TUI AG zum Zweck der Aufnahme in den FTSE Index wie ein britisches Unternehmen einzustufen ist. Damit erfüllt die TUI AG rein formal die Eignungskriterien, um als ein britisches Unternehmen in die FTSE Global Equity Indexserie aufgenommen zu werden und damit die TUI Travel PLC in der FTSE UK Indexserie zu ersetzen. In Deutschland strebt die TUI AG nach der Fusion einen Wechsel des Börsensegments in den Freiverkehrshandel der Frankfurter Börse an.

Prof. Dr. Klaus Mangold, Aufsichtsratsvorsitzender der TUI AG: "Der Aufsichtsrat der TUI AG befürwortet nachhaltig den Zusammenschluss beider Unternehmen. Die vertikale Integration lässt beachtliche operative und finanzielle Vorteile erwarten und ermöglicht Dank einer neuen Konzernstruktur weitere Effizienz- und Wachstumsgewinne. So werden sowohl für die Kunden als auch für die Aktionäre neue Möglichkeiten geschaffen. Die Notierung der Aktie der TUI AG im Premium-Segment und im FTSE UK Index der Londoner Börse macht die Anteile attraktiv für internationale Anleger, das Euro-Listing im Frankfurter Freiverkehr bewahrt den Marktzugang in Deutschland und unterstreicht so die Internationalität des Konzerns. Durch die Euro-Notierung an einer deutschen Börse wollen wir sicherstellen, dass die Aktie für Privatinvestoren weiter ein attraktives Investment bleibt. Das neu gebildete Integration Committee des Aufsichtsrats wird die Phase der Neuorientierung und den Zusammenschluss beider Unternehmen aktiv begleiten und vor allem auf die angestrebten Einsparungen achten."

Abstimmung der Aktionäre über Kapitalerhöhung und Zusammenschluss Ende Oktober 2014

In den kommenden Tagen werden die Aktionäre der TUI AG zu einer außerordentlichen Hauptversammlung Ende Oktober eingeladen: Neben den geplanten Veränderungen in der Besetzung und Struktur des Aufsichtsrates, sollen die Aktionäre die für die Finanzierung der Transaktion erforderlichen Kapitalerhöhungen beschließen. Ebenfalls Ende Oktober soll die außerordentliche Hauptversammlung der TUI Travel PLC stattfinden. Dort stimmen die Minderheitsaktionäre der TUI Travel PLC über die Empfehlung zum Zusammenschluss mit der TUI AG ab. Der größte Einzelaktionär der TUI AG, Alexej Mordashov, hatte seine Unterstützung für den geplanten Zusammenschluss bereits signalisiert und begrüßt, dass die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden konnten.

Gemäß der Vereinbarung über den Zusammenschluss erfolgt nach Zustimmung der außerordentlichen Hauptversammlungen und Vollendung der Kapitalerhöhungen der Aktientausch durch die TUI AG im Rahmen des so genannten Scheme of Arrangement.

Hinweis: Die ausführliche formale Ankündigung finden Sie im angehängten PDF-Dokument.

* Im Geschäftsjahr 2012/13 wären nach den steuerlichen Berechnungen der Kombinierten Gruppe zahlungswirksame Steuervorteile in Höhe von € 35 Millionen erzielt worden, wenn der Zusammenschluss der Unternehmen zu diesem Zeitpunkt bereits vollzogen gewesen wäre.

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