Freitag, 24. November 2017


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TUI AG verzeichnet auch im 3. Quartal steigende Reisenachfrage Umsatz um 9 Prozent gestiegen / Weitere Reduzierung der Netto-Finanzschulden

Hannover, (lifePR) - .
- Gute operative Entwicklung in den großen Quellmärkten; insbesondere im Quellmarkt Nord
- Unruhen in Nordafrika belasten Ergebnis - Quellmarkt Frankreich und Hotels in Ägypten betroffen
- Engagement in der Containerschifffahrt weiter reduziert
- Ausblick: Weiterhin positives Konzernjahresergebnis erwartet

Europas führender Touristikkonzern TUI AG hat auch im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 eine steigende Nachfrage nach Urlaubsreisen verzeichnet. In allen drei Geschäftsfeldern (Veranstalter, Hotels und Kreuzfahrten) wurden mehr Reisen verkauft als im Vorjahreszeitraum, so dass der Umsatz des Konzerns im 3. Quartal auf 4,4 Milliarden Euro stieg. Das entspricht einem Zuwachs von 9 Prozent (Vorjahr 4 Milliarden Euro). Kumuliert nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres verbesserte sich der Umsatz um gut 9 Prozent auf rund 10,8 Milliarden Euro (Vorjahr 9,9 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis war von zwei gegenläufigen Entwicklungen geprägt. Positiv wirkten sich gestiegene Gästezahlen und bessere Durchschnittspreise aus. Belastend machten sich die stärker als erwarteten Auswirkungen der Unruhen in Nordafrika vor allem im Quellmarkt Frankreich und im ägyptischen Hotelgeschäft bemerkbar. Das bereinigte EBITA sank im 3. Quartal um rund 11 Prozent auf 96 Millionen Euro (Vorjahr 108 Millionen Euro). Kumuliert nach neun Monaten lag das operative rgebnis (bereinigtes EBITA) mit einem saisonal bedingten Minus von 279 Millionen Euro auf dem Vorjahresniveau (Vorjahr -276 Millionen Euro).

Das Konzernergebnis ging im 3. Quartal von -12 Millionen Euro im Vergleichsquartal auf ein saisonal übliches Minus von knapp 40 Millionen Euro zurück. Ursache hierfür war neben dem Nordafrika-Effekt, der nicht komplett durch die gute Buchungssituation aufgefangen werden konnte, ein niedrigerer Ergebnisanteil aus der Containerschifffahrt. Kumuliert nach den ersten neun Monaten verbesserte sich das Konzernergebnis um knapp 100 Millionen Euro auf ein saisonal übliches Minus von 343 Millionen Euro; das entspricht einer Verbesserung um rund 23 Prozent (Vorjahr -444 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie lag im 3. Quartal bei -0,18 Euro (Vorjahr -0,01 Euro) und nach den ersten neun Monaten bei -0,99 Euro (Vorjahr -1,18 Euro). Deutlich verbessert hat sich die Nettoverschuldung nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres. Mit rund 1,55 Milliarden Euro lag die Verschuldung um 47 Prozent unter dem Vergleichswert (2,9 Milliarden Euro). Allein im 3. Quartal konnte das finanzielle Engagement in der Containerschifffahrt um weitere 500 Millionen Euro reduziert werden.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Buchungseingänge rechnet TUI unverändert mit einer Steigerung des Umsatzes für das Gesamtjahr 2010/11. Trotz der Belastungen infolge der Unruhen in Nordafrika wird erwartet, dass das operative Ergebnis (bereinigtes EBITA) das Vorjahresniveau erreicht. Schwächer - und damit unter den ursprünglichen Erwartungen - wird das anteilige Ergebnis aus der Containerschifffahrt ausfallen. Diese prognostizierte Entwicklung wird sich auch im Konzernjahresergebnis niederschlagen. Unter dem Strich strebt die TUI aber weiterhin für das Gesamtjahr ein positives Konzernjahresergebnis an.

Detailentwicklung Touristik

TUI Travel

Der Umsatz der TUI Travel stieg im 3. Quartal um rund 9 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro (Vorjahr 3,9 Milliarden Euro). Hauptgrund für den Zuwachs war vor allem eine stärkere Nachfrage im Bereich Mainstream. Das operative Ergebnis (bereinigtes EBITA) lag trotz des höheren Geschäftsvolumens mit rund 87 Millionen Euro knapp unter dem vergleichbaren Vorjahreswert (Vorjahr 88 Millionen Euro). Positiv entwickelte sich das Geschäft in der Region Nord. Gegen den Markttrend haben die Reiseveranstalter von TUI UK im 3. Quartal Zuwächse erzielt. Gleichzeitig profitierte TUI Travel von dem in das Berichtsquartal fallende Ostergeschäft.

Negativ entwickelt hat sich dagegen das Geschäft in Frankreich, welches stärker als erwartet von den Auswirkungen der Unruhen in Nordafrika betroffen war. Der deutliche Nachfrageeinbruch für Urlaub in Tunesien und Marokko konnte nicht durch alternative Angebote kompensiert werden. Vor dem Hintergrund der anhaltend schwierigen Marktverhältnisse in Frankreich plant TUI Travel daher die Neustrukturierung der Veranstalterorganisation in Frankreich. Künftig sollen die Marken Nouvelles Frontières und Marmara in einer gemeinsamen Einheit geführt werden. Kumuliert für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres wuchs der Umsatz von TUI Travel um knapp 10 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro (Vorjahr 9,4 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis konnte um rund 3 Prozent auf ein saisonal bedingtes Minus von rund 298 Millionen Euro verbessert werden (Vorjahr -307 Millionen Euro).

TUI Hotels & Resorts

Der Gesamtumsatz des Hotelbereichs verbesserte sich im 3. Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 3 Prozent auf rund 185 Millionen Euro (Vorjahr 179 Millionen Euro). Bei insgesamt leicht erhöhter Kapazität und guter Nachfrage konnte die Auslastung der Betten von 72,7 auf 76 Prozent im Berichtszeitraum gesteigert werden. Der durchschnittliche Erlös pro Bett betrug im 3. Quartal 45,37 Euro (Vorjahr 44,77 Euro). Das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs ging im Vergleich zum Vorjahr um 10 Millionen Euro auf rund 17 Millionen Euro zurück (Vorjahr 27 Millionen Euro). Diese Entwicklung spiegelt niedrigere Auslastungen und Raten der TUI Hotels in Ägypten infolge der Unruhen in Nordafrika sowie Effekte aus Währungsbewertungen zum Stichtag wider. Nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres lag der Gesamtumsatz von TUI Hotels & Resorts bei knapp 535 Millionen Euro (Vorjahr 550 Milli-onen Euro). Das operative Ergebnis beträgt nach neun Monaten 54 Millionen Euro (Vorjahr 63 Millionen Euro).

TUI Kreuzfahrten

Der Umsatz des Bereichs Kreuzfahrten erreichte im 3. Quartal rund 49 Millionen Euro und lag damit knapp 55 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahreszeitraums (Vorjahr 32 Millionen Euro). Diese Steigerung ist nur bedingt aussagefähig, da der Vergleichswert ungeplante Werftaufenthalte eines Schiffes beinhaltet. Nach den ersten neun Monaten erwirtschaftete der Kreuzfahrtbereich einen um rund 10 Prozent verbesserten Umsatz von 145 Millionen Euro (Vorjahr 132 Millionen Euro). Das Gemeinschaftsunternehmen TUI Cruises wird at Equity im Konzernabschluss bewertet, so dass Umsätze hier nicht ausgewiesen werden.

Das operative Ergebnis (bereinigtes EBITA) betrug im 3. Quartal 0,2 Millionen Euro (Vorjahr 2,2 Millionen Euro) und -3 Millionen Euro (Vorjahr -2 Millionen Euro) nach neun Monaten. In diesem Ergebnis spiegeln sich - bei einer guten operativen Geschäftsentwicklung - die Vorlaufkosten für den Flottenausbau bei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten und die Kosten der Indienststellung der Mein Schiff 2 von TUI Cruises wider. Hapag-Lloyd Kreuzfahrten konnte die Auslastung der Schiffe im 3. Quartal von 54,7 Prozent auf 75,7 Prozent und die Durchschnittsrate von 367 Euro auf 390 Euro pro Tag und Passagier steigern. TUI Cruises verbesserte die Auslastung der Flotte von 92,7 Prozent auf 97 Prozent und die Durchschnittsrate von 166 Euro auf 167 Euro pro Tag und Passagier.

Containerschifffahrt (100-Prozent-Basis)

Im Vergleich zum Vorjahr ging der Umsatz im 3. Quartal um knapp 9 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro zurück (Vorjahr 1,6 Milliarden Euro). Diese Entwicklung war bei einem leicht höheren Transportvolumen und einem nahezu stabilen Frachtratenniveau im Wesentlichen auf den um 11 Prozent schwächeren US-Dollar im Vergleich zum Euro zurückzuführen. Der Umsatz nach neun Monaten verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro (Vorjahr 4 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis (bereinigtes EBITA) betrug im 3. Quartal 39 Millionen Euro und lag damit signifikant unter dem Vergleichswert (Vorjahr 226 Millionen Euro). Kumuliert für neun Monate erwirtschaftete die Containerschifffahrt ein operatives Ergebnis von 162 Millionen Euro (Vorjahr 218 Millionen Euro). Ursache für diese negative Entwicklung waren höhere Bunkerkosten, die in dem durch hohen Wettbewerbsdruck gekennzeichneten Marktumfeld nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden konnten. Gleichzeitig wurde das Ergebnis durch einen schwachen US-Dollar im Vergleich zum Euro beein lusst. Bezogen auf den 38,4-prozentigen TUI Anteil an Hapag-Lloyd ergibt sich ein Ergebnisanteil von -5 Millionen Euro im 3. Quartal.

Kennzahlen zum 3. Quartal 2010/2011 stehen Ihnen im angehängten PDF-Dokument zur Verfügung.

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