Samstag, 18. November 2017


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TUI AG im 2. Quartal auf Wachstumskurs: Umsatz und Konzernergebnis können trotz Unruhen in Nordafrika deutlich verbessert werden

Umsatz: Steigerung um rund 7 Prozent / Konzernergebnis: Verbesserung um 21 Prozent / Jahresprognose bekräftigt: Steigerung von Umsatz und operativem Ergebnis erwartet

Hannover, (lifePR) - Der TUI Konzern ist zur Hälfte des Geschäftsjahres auf Kurs. Im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 konnte die TUI AG weiter wachsen und das Konzernergebnis deutlich verbessern. Der Umsatz stieg um rund 7 Prozent auf knapp 3,1 Milliarden Euro (Vorjahr 2,9 Milliarden Euro). Obwohl das operative Ergebnis (bereinigtes EBITA Touristik und Zentralbereich) im 2. Quartal unter anderem wegen der Krise in Nordafrika um rund 6 Prozent auf -256 Millionen Euro zurückging (Vorjahr -240 Millionen Euro), verbesserte sich das Konzernergebnis um 21 Prozent auf ein saisonal übliches Minus von 209 Millionen Euro (Vorjahr -266 Millionen Euro).

Das Ergebnis je Aktie lag im 2. Quartal bei -0,60 Euro (Vorjahr -0,73 Euro). Das entspricht einer Verbesserung um rund 18 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Signifikant positiv hat sich die Nettoverschuldung entwickelt. Insgesamt wurde die Verschuldung im 2. Quartal um rund 730 Millionen Euro auf 2,7 Milliarden reduziert (Vorjahr 3,4 Milliarden Euro).

Kumuliert nach den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres hat sich die Ertragslage der TUI ebenfalls verbessert. Der Umsatz wuchs im Vergleichszeitraum um 9 Prozent auf rund 6,4 Milliarden Euro (Vorjahr 5,8 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis (bereinigtes EBITA) verbesserte sich um knapp 2 Prozent auf -375 Millionen Euro (Vorjahr -384 Millionen Euro). Unterm Strich wurde der saisonal übliche Konzernverlust im ersten Halbjahr um knapp 130 Millionen auf -304 Millionen Euro reduziert (Vorjahr -432 Millionen Euro). Das entspricht einer Verbesserung von 30 Prozent.

Trotz der Auswirkungen der Unruhen in Nordafrika auf das Touristikgeschäft bekräftigt die TUI ihre Jahresprognose. Für das Geschäftsjahr 2010/11 werden eine Steigerung des Umsatzes (Vorjahr rund 16,3 Milliarden Euro) und eine leichte Verbesserung des operativen Ergebnisses (bereinigtes EBITA Vorjahr rund 590 Millionen Euro) erwartet. Vor diesem Hintergrund rechnet der Vorstand der TUI AG unverändert mit einem positiven Konzernjahresergebnis.

Detailentwicklung Touristik

TUI Travel

Der Umsatz des Geschäftsbereichs TUI Travel stieg im 2. Quartal 2010/11 um 8 Prozent. Neben einem positiven Wechselkurseffekt aus dem stärkeren Britischen Pfund gegenüber dem Euro resultierte die Steigerung hauptsächlich aus dem höheren Gästeaufkommen. Das operative Ergebnis (bereinigtes EBITA) sank trotz der Unruhen in Nordafrika lediglich um 4 Prozent auf rund -255 Millionen Euro (Vorjahr -245 Millionen Euro). Hierin spiegeln sich die gute Geschäftsentwicklung und der erfolgreich verlaufende Turnaround-Prozess bei TUI Travel wider.

Die Erlösausfälle und zusätzlichen Kosten im 2. Quartal in Folge der Unruhen summieren sich auf rund 34 Millionen Euro. Der späte Ostertermin führte zudem zu einer Ergebnisverlagerung in Höhe von rund 20 Millionen Euro vom zweiten in das dritte Quartal.

Die Reiseveranstalter der TUI Travel verzeichneten auf Grund der anziehenden Nachfrage nach Urlaubsreisen leicht steigende Gästezahlen - trotz der zeitweiligen Buchungsunterbrechungen für Ziele in Nordafrika. Positiv entwickelten sich unverändert die Aktivitäten in Skandinavien sowie in Kanada. Gleichzeitig wirkte sich das verbesserte Abschneiden der französischen Fluglinie Corsair positiv auf das Ergebnis von TUI Travel aus. Nach sechs Monaten betrug der Umsatz von TUI Travel rund 6,1 Milliarden Euro (Vorjahr 5,5 Milliarden Euro). Das entspricht einem Wachstum von knapp 10 Prozent. Das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs verbesserte sich zum Halbjahr um knapp 4 Prozent auf ein saisonal übliches Minus von rund 360 Millionen Euro (Vorjahr -373 Millionen Euro).

TUI Hotels & Resorts

Das Geschäft des Hotelbereichs verlief im 2. Quartal regional unterschiedlich. Während sich die Riu-Gruppe unter anderem auf den Kanarischen Inseln und in der Karibik weiter verbessern konnte, ging die Auslastung in den Hotels in Nordafrika auf Grund der Unruhen erwartungsgemäß zurück. Insgesamt verzeichnete TUI Hotels & Resorts einen um knapp 8 Prozent niedrigeren Gesamt-umsatz im 2. Quartal von rund 184 Millionen Euro (Vorjahr 199 Millionen Euro). Das operative Ergebnis ging um rund 5 Millionen Euro auf knapp 9 Millionen Euro zurück (Vorjahr 14 Millionen Euro). Hauptgrund für diese Entwicklung waren die Belastungen aus den Unruhen in Nordafrika in Höhe von 4 Millionen Euro. Die Bettenauslastung konnte im 2. Quartal um gut 2 Prozentpunkte auf rund 72 Prozent gesteigert werden. Bei insgesamt leicht gesunkener Kapazität führte dies zu einem verbesserten durchschnittlichen Erlös pro Bett von 54 Euro (Vorjahr 51 Euro).

Kumuliert für das erste Halbjahr sank der Hotelumsatz leicht um rund 3 Pro-zent auf 365 Millionen Euro (Vorjahr 376 Millionen Euro). Das operative Ergebnis des Bereichs ging um 10 Prozent auf 11 Millionen Euro zurück (Vorjahr 13 Millionen Euro).

TUI Kreuzfahrten

Das 2. Quartal im Geschäftsbereich Kreuzfahrten war einerseits durch einen ungeplanten Werftaufenthalt der MS Europa von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten geprägt. Andererseits hat sich die Nachfrage bei TUI Cruises wie erwartet wei-terhin positiv entwickelt. Der Umsatz des Bereichs lag im 2. Quartal bei 56 Millionen Euro (Vorjahr 60 Millionen Euro). Dieser Rückgang um knapp 6 Prozent resultiert aus dem genannten Werftaufenthalt. Das Gemeinschaftsunternehmen TUI Cruises wird at Equity im Konzernabschluss bewertet, so dass Umsätze hier nicht ausgewiesen werden. Das operative Ergebnis des Bereichs lag bei 1,5 Millionen Euro (Vorjahr 2,2 Millionen Euro). In dieser Entwicklung spiegeln sich Erlösausfälle auf Grund der Werftzeit sowie Vorlaufkosten für den angekündigten Flottenausbau des Geschäftsbereichs wider.

Kumuliert für das erste Halbjahr sank der Umsatz um knapp 4 Prozent auf rund 97 Millionen Euro (Vorjahr 101 Millionen Euro). Das operative Ergebnis des Kreuzfahrtgeschäfts konnte dagegen um rund 30 Prozent auf ein saisonal übliches Minus von knapp 3 Millionen Euro verbessert werden (Vorjahr -4 Millionen Euro).

Containerschifffahrt (100-Prozent-Basis)

Umsatz und Ergebnis bei Hapag-Lloyd sind im 2. Quartal spürbar gestiegen. Mit 1,5 Milliarden Euro lag der Umsatz um knapp 17 Prozent über den Vergleichswerten (Vorjahr 1,3 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis kletterte um 93 Prozent auf knapp 26 Millionen Euro. Grund für die positive Entwicklung sind die im Vergleich zum Vorjahr um fast 10 Prozent gestiegenen durchschnittlichen Frachtraten und die um 2 Prozent höhere Transportmenge. Gedämpft wurde die Ergebnisentwicklung durch das deutlich erhöhte Preisniveau für Schiffsbunker. Kumuliert für das erste Halbjahr steigerte Hapag-Lloyd den Umsatz um 25 Prozent auf rund 3 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis betrug zum Halbjahr knapp 123 Millionen Euro (Vorjahr -8 Millionen Euro).

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