Freitag, 24. November 2017


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Beim Beladen Gewicht gut verteilen - maximal zulässige Zuladung nicht überschreiten

Urlaubsfahrt mit dem Motorrad

Erfurt, (lifePR) - Für den wahren Biker ist ja bekanntlich der Weg das Ziel. Wer sich aber mit dem Motorrad auf große Reise begibt, muss bei der Zuladung Minimalismus üben. Schnell ist die zulässige Gesamtmasse erreicht. Ganz anders als beim Auto zählt hier jedes Kilogramm an Mehrgewicht. Mit dem sich verlagernden Schwerpunkt muss mit einem völlig anderen Fahrverhalten gerechnet werden. Daher kommt es beim Beladen auf die richtige Gewichtsverteilung an. Biker sollten vor der Urlaubsfahrt die Fahrwerkseinstellung ihrer Maschine je nach Ladungszustand anpassen.

Motorradfahren mit Gepäck, womöglich noch mit Sozius, ist nicht jedermanns Sache. Denn durch den veränderten Schwerpunkt verhält sich die Maschine in Kurven, beim Beschleunigen und Bremsen völlig anders als gewohnt. Gerade bei Überholvorgängen und beim Abbremsen auf kurvenreichen Passstraßen kann der zusätzliche Ballast zum gefährlichen Mitfahrer werden.

Motorradkenner Christian Heinz vom TÜV Thüringen empfiehlt die Urlaubsfahrt mit dem Motorrad gründlich vorzubereiten und nur das wirklich Nötigste einzupacken. „Hier zählt jedes zusätzliche Kilogramm. Wird das Hinterrad zu sehr belastet, kann es zu Lenkerflattern oder Wheelies kommen, also zum Abheben des Vorderrades. Daher ist es wichtig, das Gepäck nicht nur sicher zu verzurren, sondern auch gut und möglichst seitensynchron zu verteilen“, erklärt Heinz. Der Zweiradexperte empfiehlt, leichtes Gepäck wie Schlafsack oder Isomatte auf dem Heckgepäckträger, Rücksitz oder im Top-Case zu verstauen, schwere Sachen sollen möglichst nah am Motorradschwerpunkt und weit unten untergebracht werden. Unbedingt ist auf die maximal zulässige Zuladung zu achten. Die kann bei einer Fahrt im Doppelpack schnell erreicht sein und liegt bei vielen Motorrädern bei kaum mehr als 200 Kilogramm. Koffersysteme bieten eine komfortable und sichere Möglichkeit, auf dem Motorrad mit Gepäck zu reisen. Für viele dieser Systeme geben die Hersteller eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern an.

Christian Heinz ist selbst passionierter Motorradfahrer. Seine Tipps, bevor es auf große Fahrt geht, sind: Reifen auf Beschädigungen absuchen, den Reifenluftdruck prüfen und gegebenenfalls anpassen sowie Batterieladezustand, Ölstand und Kettenspannung überprüfen. Je nach Beladungszustand muss die Druckstufe der Federbeine eingestellt werden. „Um festzustellen, ob das Gepäck auf dem Motorrad richtig befestigt und gut verteilt ist, sollte vor Reiseantritt im beladenen Zustand eine kurze Strecke gefahren werden. So merkt der Motorradfahrer schnell, ob an der Beladung noch einmal etwas nachjustieren werden muss“, so Heinz.

TÜV Thüringen e.V.

Der TÜV Thüringen, als Mitglied im Verband der TÜV e.V. (VdTÜV), unterstützt die EU-Charta für Straßenverkehrssicherheit "25 000 Leben retten".

Als international tätiges Dienstleistungsunternehmen mit Stammsitz in Erfurt sorgt der TÜV Thüringen für Sicherheit, Qualität und Zuverlässigkeit. Dazu sind in den Geschäftsfeldern Anlagen und Produkte, Fahrzeug und Mobilität, Qualifizierung sowie Zertifizierung mehr als 1 000 Mitarbeiter weltweit tätig, davon mehr als 600 in Deutschland. Die Experten, Ingenieure und Sachverständigen des TÜV Thüringen arbeiten zum Vorteil aller Branchen, privater Kunden und der öffentlichen Hand. In Deutschland ist der TÜV Thüringen mit elf großen Standorten in Berlin, Bayern, Hessen, Sachsen und Thüringen sowie mit zahlreichen Kfz-Prüfstationen in Thüringen vertreten.



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