Mittwoch, 18. Oktober 2017


Fairtrade Awards für Rewe, Kaufland, 3Freunde, Schokofair AG und Bäckerei Terbuyken

Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller und Anke Engelke bei Gala in Berlin / Publikumspreis für Textilhersteller Comazo

Köln, (lifePR) - Ausgezeichnetes Engagement! In Berlin verlieh TransFair zum vierten Mal die Fairtrade Awards für herausragenden Einsatz für den Fairen Handel. "Es heißt immer, Deutschland sei ein preisgetriebenes Land", sagte Anke Engelke, die durch den Gala-Abend führte. "Ich wünsche mir, dass die Fairtrade-Awards zum "treibenden Preis" werden, von dem die Menschen im Süden profitieren." Als Laudatoren überreichten Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller, die Schauspieler Joachim Król und Ursula Karven sowie Sänger Ben und Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer Handelsverband Deutschland, die Preise an die Gewinner in den Kategorien "Hersteller", "Handel", "Außer-Haus-Markt" und "Zivilgesellschaft", einen Publikumspreis und den FABI-Award an die Finalisten des Azubi-Wettbewerbs. "Wir haben hochkarätige Bewerbungen erhalten", so TransFair-Vorstandsvorsitzender und Jurymitglied Heinz Fuchs. "Die Vielfalt der Bewerber der verschiedenen Kategorien zeigt, auf welch breites Fundament der Faire Handel baut."

Gewinner "Handel" und "Hersteller": Rewe, Kaufland und 3Freunde

Den ersten Platz in der Kategorie "Handel" teilen sich die Rewe Group und Kaufland. Mit ihren großen Filialnetzen nehmen die beiden Händler eine Multiplikator-Rolle für den Fairen Handel ein und erreichen bedeutende Absatzmengen für die Produzentinnen und Produzenten", erläuterte Stefan Genth die Doppelplatzierung. Die Rewe Group ist Pionier der ersten Stunde in Sachen Fairtrade. Als erster Händler bietet Kaufland über 100 faire Produkte an, setzt auf Mitarbeiterschulung und Verbraucher-Sensibilisierung. Platz drei ging an den Weltladen der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule Lünen. Entwicklungsminister Gerd Müller überreichte den ersten Preis in der Kategorie "Hersteller" an das Textil-Unternehmen 3Freunde: "Der Preisträger setzt ein wichtiges Signal in der Textilbranche und zeigt, dass es auch anders geht", so der Minister. "Seit 2006 beweist 3Freunde, dass Innovation und Kreativität, soziale Verantwortung und faire Produktionsbedingungen gut zueinander passen. Andere Produzenten aber auch wir Verbraucher können davon lernen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit Ihrem T-Shirt!" Die Plätze zwei und drei gingen an Wertform und Chocolats Halba.

Zivilgesellschaft und Gastronomie: Schokofair AG und Bäckerei Terbuyken

Für ihr großes Ziel, ausbeuterische Kinderarbeit und Sklaverei in der Kakaoproduktion weltweit abzuschaffen, erhielt die Schokofair AG der Montessori Schule Düsseldorf den Fairtrade-Award "Zivilgesellschaft". "Mit Ausdauer und Hartnäckigkeit klären die Schüler über die Missstände auf und informieren über nachhaltige und faire Alternativen", lobte Schauspieler Joachim Król die Initiative. Platz zwei ging an die Kampagne "Make Chocolate Fair!" des INKOTA Netzwerks, Platz drei an den Berliner Weltladen A Janela. Ursula Karven krönte die Preisträger im Bereich Außer-Haus-Markt. Das Familienunternehmen Terbuyken erhielt den ersten Preis für die Umstellung aller Kaffeeprodukte auf Fairtrade und die wirkungsvolle Information über den Fairen Handel auf Brötchentüten und Menüboards. Die weiteren Preisträger wurden GILGEN'S Bäckerei & Konditorei und Miko Kaffee.

Zweimal Fairste Azubis und Publikumspreis für Comazo

Sänger und KiKa-Moderator Ben kürte die Gewinner des Wettbwerbs "FABI - Fairtrade sucht Deutschlands fairste Azubis". Die FABI-Jury entschied sich, gleich zwei erste Plätze zu vergeben: an die Auszubildenden-Gruppe "Fairness rund um den Globus" von Globus Handelshof St. Wendel/ Berufsschule Freilassing und "Die fairen 9" des Einzelhandelsunternehmens OKAY GmbH & Co. - tegut. Bis 17. April können sich Auszubildende für die dritte Runde des Fabi-Wettbewerbs anmelden. Mit 12.498 Klicks entschied Unterwäschehersteller Comazo den Kampf um den Publikumspreis für sich. Als Publikumsvertreterin überreichte die Studentin Stephanie Forristall gemeinsam mit Schauspielerin Ursula Karven den Preis.Dr. Nyagoy Nyong'o, Geschäftsführerin von Fairtrade Africa, betonte: "Ich wünsche mir für die vielen Kleinbauernfamilien und Beschäftigten, dass dieser Preis ein Ansporn für Unternehmen, Organisationen und Verbraucher ist, sich für faire Handelsbedingungen einzusetzen." Die Preisverleihung im Ellington Hotel wurde künstlerisch umrahmt durch Tanz, Theater und Musik des Hope Theatre aus Nairobi. Die Theatertruppe um Regisseur Stephan Bruckmeier gastiert im April und Mai mit ihrer "Fair Trade Show" in Köln und Stuttgart. www.hope-theatre.info

Die Jury der Fairtrade-Awards

Kai Falk, Handelsverband Deutschland (HDE), Geschäftsführer für Kommunikation und Nachhaltigkeit
Heinz Fuchs, Vorstandsvorsitzender TransFair e. V., Brot für die Welt
Klaus Mehler, Deutscher Fachverlag GmbH, Chefredakteur, LZ-Direkt und Der Handel
Dieter Overath, Geschäftsführer TransFair e.V.
Ulrike Schell, Verbraucherzentrale NRW, Bereichsleiterin Ernährung und Umwelt
Daniela Zehentner-Capell, Bundministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Referatsleiterin Handel, Globalisierung, Investitionen
Dr. Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender VENRO e.V
Der Kriterienkatalog, der den Entscheidungen zugrunde lag, setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Schwerpunkte lagen auf langfristigem, kontinuierlichem sowie glaubwürdigem Engagement, außerdem auf der innovativen Rolle der Bewerber sowie deren Aktivitäten im Handel und in der Öffentlichkeitsarbeit für Fairtrade. Weitere Auswahlkriterien waren die Maßnahmen, die zur gezielten Produzentenunterstützung unternommen wurden. Über den aktuellen Status Quo des Engagements hinaus, legte die Jury Wert auf die Zukunftsperspektiven für die Zusammenarbeit der Bewerber mit Fairtrade.

Weitere Informationen online: Fotos, Filmmaterial und weitere Hintergrundinformationen finden Sie in unserer digitalen Pressemappe unter www.fairtrade-deutschland.de/pressemappe

Internationales Netzwerk und Kontrollen:

TransFair gehört zum internationalen Verbund Fairtrade International e.V., in dem Initiativen aus 24 Ländern und die drei kontinentalen Produzentennetzwerke zusammengeschlossen sind. Unter Beteiligung aller Stakeholder setzt Fairtrade International die international gültigen Fairtrade-Standards fest. Zusätzlich unterstützt und berät der Verein die Produzentengruppen durch lokale Berater. Alle beteiligten Akteure werden regelmäßig von FLO-CERT GmbH kontrolliert. Die Gesellschaft mit Sitz in Bonn arbeitet mit einem unabhängigen, transparenten und weltweit konsistenten Zertifizierungssystem nach den Anforderungen der Akkreditierungsnorm ISO 65 (DIN EN 45011).

TransFair Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt

Der Verein TransFair e.V. wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, benachteiligte Produzentengruppen in Entwicklungsländern zu unterstützen. Als unabhängige Organisation handelt TransFair e. V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte und fördert das Bewusstsein für einen nachhaltigen Konsum. Produkte mit dem Fairtrade-Siegel gibt es bundesweit in 42.000 Geschäften. Über 20.000 gastronomische Betriebe schenken Fairtrade-Kaffee und -Kakao aus. 250 Firmen bieten rund 2000 Fairtrade-Produkte an. Laut einer Studie von GlobeScan (2013) kennen 80 Prozent der Verbraucher das Fairtrade-Siegel. 98 Prozent der Käufer vertrauen ihm. www.fairtrade-deutschland.de

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