Dienstag, 22. August 2017


1000. Fairtrade-Stadt weltweit: Herne

Kampagne stärkt Fairen Handel auf kommunaler Ebene

Köln, (lifePR) - Die internationale Kampagne "Fairtrade Towns" steuert auf ein Highlight zu: Am 4. Juni 2011 wird die weltweit 1000. Fairtrade Town ausgezeichnet. Dieser Jubiläums-Titel wird aber nicht nur an eine einzige Stadt vergeben. Wegen der internationalen Ausrichtung der Kampagne erhalten stattdessen an diesem Tag mehrere Städte in verschiedenen Ländern die Auszeichnung. Um jeweils 14 Uhr Ortszeit finden die Feierlichkeiten der Titelverleihung statt. Neben der japanischen Stadt Kumamoto und der spanischen Hauptstadt Madrid wird auch eine Stadt in Deutschland zu den "1000. Fairtrade Towns" zählen: Herne.

Was vor gut zehn Jahren in Großbritannien begann, hat sich zu einer internationalen Bewegung entwickelt. In 22 Ländern auf fünf Kontinenten gibt es Fairtrade-Städte, -Landkreise oder -Regionen. Die Kampagne Fairtrade Towns verbindet auf lokaler Ebene Vereine, städtische Verwaltung, Schulen und Unternehmen um mehr Bewusstsein für den Fairen Handel zu schaffen. Die 1000 Fairtrade Towns weltweit zeigen, wie durch gebündeltes Engagement die Bekanntheit von Fairtrade voran gebracht wird. Inzwischen gibt es einen regelrechten Run auf die Auszeichnung: Im Ursprungsland Großbritannien gibt es über 500 Fairtrade Towns. In Deutschland, wo die Kampagne seit Herbst 2009 existiert, sind bereits 41 Kommunen ausgezeichnet und eine Vielzahl an weiteren Bewerbungen liegt vor. In Japan wird der Stadt Kumamoto als erster Stadt des Landes und Asiens der Titel verliehen.

In Deutschland ist Herne die 42. Fairtrade Stadt

Seit einem Jahr arbeitet die Stadt Herne daran, die Kriterien für den Titel Fairtrade-Stadt umzusetzen. Am 4. Juni um 14 Uhr nimmt nun Hernes Bürgermeisterin Birgit Klemczak in der Maschinenhalle Unser Fritz die Urkunde in Empfang. Frankfurt am Main ist bereits ausgezeichnete Fairtrade-Stadt. Oberbürgermeisterin Petra Roth sieht in der Kampagne die Chance, verschiedene Akteure auf kommunaler Ebene für den Fairen Handel zu sensibilisieren: "Mit dem Titel "Fairtrade Town" können wir als Kommune das Bewusstsein für einen gerechten Welthandel stärken. Der Einzelhandel, die Medien, die Bevölkerung als Verbraucher und natürlich die Kommune als öffentlicher Einkäufer, sie werden durch dieses Sozial-Siegel aktiviert." Mit der Beteiligung an der Kampagne leisten Städte, Gemeinden und Landkreise zugleich einen lokalen Beitrag zur Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele.

Petition für den Fairen Handel

Im Rahmen der Feierlichkeiten zur Ernennung der 1.000. Fairtrade Town, gibt es für Einzelpersonen, Organisationen und Fairtrade-Kommunen die Möglichkeit, eine Petition für Fairen Handel zu unterzeichnen. Die Petition ruft zu Maßnahmen auf, die sicher stellen sollen, dass das gegenwärtige Nahrungsmittelsystem und Agrarhandelsströme zu nachhaltiger Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit im Süden und Norden beitragen anstatt sie zu behindern. Fairtrade-Kommunen auf der ganzen Welt werden diese Forderung durch eine persönliche Foto-Botschaft unterstützen. Die Petition wird zusammen mit den beigefügten Nachrichten und Fotografien den Agrarministerinnen und -ministern der G-20 bei ihrem Gipfeltreffen in Paris am 22.-23. Juni 2011 übermittelt. Mehr Informationen zur Petition und Hintergründe zur internationalen Fairtrade Towns Kampagne unter www.fairtradetowns.org.

TransFair Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt

Der Verein TransFair e.V. wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, benachteiligte Produzentengruppen in Entwicklungsländern für fair gehandelte Produkte zu unterstützen. Als unabhängige Organisation handelt TransFair e. V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte und fördert das Bewusstsein für einen nachhaltigen Konsum. Produkte mit dem Fairtrade-Siegel gibt es bundesweit in 30.000 Geschäften. In über 18.000 gastronomische Betriebe wird Fairtrade-Kaffee und -Kakao ausgeschenkt.

Der Titel "Fairtrade-Stadt" wird an Kommunen vergeben, die sich in besonderer Weise für den Fairen Handel einsetzen und bestimmte Kriterien erfüllen, die dieses Engagement untermauern. In Deutschland trägt der TransFair e.V. die Kampagne und bringt so unterschiedliche Akteure aus Handel, Politik und Zivilgesellschaft zusammen. Die ökonomischen, sozialen und ökologischen Standards im Fairen Handel ermöglichen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mehr Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit in das eigene Handeln zu integrieren. Mehr Informationen und Hintergründe unter www.fairtrade-deutschland.de sowie www.fairtrade-towns.de

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