Dienstag, 30. Mai 2017


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Stauferjahr, Automobilsommer und Naturerlebnis

TMBW geht mit neuen Projekten und Schwerpunktthemen ins Jahr 2010 / Tourismuspräsident Pfister: Geschäftstourismus sorgt 2009 für Einbußen

(lifePR) (SCHWÄBISCH HALL, ) Naturerlebnisland Baden-Württemberg, Stauferjahr 2010, Automobilsommer 2011 - das sind die Projekte und Themen, die im kommenden Jahr eine maßgebliche Rolle im baden-württembergischen Tourismus spielen werden. Dies kündigte Landes-Wirtschaftsminister Ernst Pfister auf der Delegiertenversammlung des Tourismus-Verbandes Baden-Württemberg in Schwäbisch Hall an.

Pfister, der auch Präsident des Tourismusverbandes und Aufsichtsratsvorsitzender der Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) ist, erklärte, dass die TMBW die große Stauferausstellung in den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen, die im September 2010 eröffnet wird, zum Anlass nehmen werde, das Thema Staufer in den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten im Kulturtourismus zu stellen - dies gelte in besonderem Maße für den italienischen Markt.

Mit großen Schritten kommt nach Pfisters Aussagen das Projekt Automobilsommer 2011 voran: Aus allen Teilen des Landes meldeten sich Tourismusorganisationen, Regionen, Kommunen, Museen, Vereine sowie Kultur- und Forschungseinrichtungen, die bei dem Projekt dabei sein wollten. Für zusätzlichen Schwung werde der inzwischen ausgeschriebene Ideenwettbewerb sorgen.

Mit der stärkeren Akzentuierung des Themenkomplexes Naturerlebnis/Wandern/Biken werde auch eine Anregung der im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erstellten Tourismuskonzeption aufgegriffen, betonte Pfister. Zudem mache die jüngste FUR-Reiseanalyse deutlich, dass dieses Thema für Baden-Württemberg besonders relevant sei: Schon heute erklärten nahezu 20 Prozent aller Baden-Württemberg-Urlauber, dass das Naturerlebnis für sie ganz obenan stehe - mehr als in jedem anderen Bundesland.

Der Tourismus-Präsident kündigte in Schwäbisch Hall an, dass der Tourismus im Südwesten nach 16 Jahren steten Wachstums 2009 erstmals wieder mit einem Rückgang der Ankunfts- und Übernachtungszahlen rechnen müsse - bis einschließlich September belaufe sich das Minus auf 2,5 Prozent. Ursächlich für den Rückgang seien primär die massiven Einbußen in den Regionen, die stark vom Geschäftstourismus abhängig sind. In den klassischen Urlaubsregionen des Landes wie dem Bodensee oder Schwarzwald sei die Saison hingegen sehr gut verlaufen - so habe zum Beispiel der Bodensee Zuwächse von etwa drei Prozent zu verzeichnen.

Erschwerend, so Pfister komme für Baden-Württemberg der überdurchschnittlich hohe Anteil an ausländischen Besuchern hinzu, bei denen die Rückgänge derzeit - bundesweit - besonders hoch sind.

Andreas Braun, Geschäftsführer der TMBW, warnte vor finanziellen Einschnitten bei der Tourismusförderung. Zwar könne und wolle der Tourismus nicht die Augen vor den Haushaltsnöten der Landesregierung verschließen, insgesamt seien Kürzungen beim Tourismus aber das falsche Signal - insbesondere angesichts der finanziellen Ausstattung konkurrierender Regionen wie Bayern oder Südtirol.

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