Horte: Der Weg zurück zum Land

(lifePR) ( Erfurt, )
"Auf dem Weg der Horte von den Kommunen zurück zum Land werden wir all das, was tarifrechtlich möglich und politisch machbar ist, sichern", sagt die für Bildung zuständige Thüringer Staatssekretärin Gabi Ohler. Und das sei mehr, als die meisten vermutet hätten. "Wir nehmen alle Beschäftigte mit, sichern ihre Stellenumfänge, ihren Urlaub und ihre Erfahrungsstufen. Und dann erhalten alle einen unbefristeten Arbeitsvertrag."

Zunächst organisiere das Bildungsministerium die Rücküberführung der Horte mittels Betriebsübergang nach § 613a BGB. Damit sei noch keinerlei Veränderung für die Erzieherinnen verbunden, außer der Tatsache, dass dann das Land ihr Arbeitgeber ist und sie in einen Tarifvertrag nach TV-L übergehen. Die Beschäftigten erhalten noch vor dem 30. April die notwendigen Informationen, damit sie sich nicht bei der Arbeitsagentur arbeitslos melden müssen.

Da ein Großteil der Beschäftigten in den kommunalen Horten nur befristet bis zum 31. Juli angestellt ist, bekommen alle einen unbefristeten Arbeitsvertrag angeboten. Dieser orientiere sich an deren Qualifikationen. Sicher sei, dass niemand wie eine Berufsanfängerin behandelt werde. "Die Frauen und wenigen Männer arbeiten zum Teil schon viele Jahre in den Horten - diese Erfahrungen werden von uns anerkannt." Auch die von den Kommunen an den Horten eingestellten Nichtfachkräfte erhalten unbefristete Beschäftigungsangebote.

Mit dem unbefristeten Arbeitsvertrag ist für viele die permanente Angst vor dem Arbeitsplatzverlust zu Ende. "Immer wieder bekommen wir Rückmeldungen, wie erleichtert die Erzieherinnen und Erzieher darüber sind, endlich eine sichere Zukunft zu haben", sagt Frau Ohler. "Und um es nochmal deutlich zu sagen: alle behalten die 60, 70 oder 80 Prozent, die sie jetzt haben. Und alle können in der zweiten Jahreshälfte den Urlaub nehmen, der dann von ihrem Jahresurlaub noch übrig ist."

Mit diesem Verfahren sei eine bruchlose Fortsetzung des Hortbetriebs über das Schuljahresende hinaus möglich. "Damit schaffen wir die Grundlage für den mittelfristig vorgesehenen weiteren Ausbau der Ganztagsschule in Thüringen", betont die Staatssekretärin. "Die Überleitung in den Landesdienst ist nur ein erster Schritt. Danach werden wir mit allen Partnern in die Diskussion eintreten, wie ganztägige Angebote gemeinsam weiter ausgestaltet werden können. Dabei werden auch die bereits im Landesdienst befindlichen Erzieherinnen, welche in den letzten Jahren nur zu 50 Prozent eingestellt wurden, in den Blick genommen."
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